Top 3 Freelancer-Branchen in Österreich: Überblick & Einstiegshilfe
Top 3 Freelancer-Branchen in Österreich: Erfahre, wie sich Tech & IT, Marketing & Kreativ sowie Service & Administration unterscheiden – und was zu dir passt!
Du willst endlich dein eigenes Unternehmen starten? Gratulation! Aber bevor du durchstartest, steht eine ziemlich wichtige Frage im Raum: Bist du Freiberufler oder Gewerbe in Österreich? Diese Unterscheidung klingt vielleicht zweitrangig, hat in Wirklichkeit aber massive Auswirkungen auf deine Anmeldung, deine Sozialversicherung und eventuell sogar darauf, wie du Rechnungen schreibst.
In diesem Artikel erfährst du, wie du eingestuft wirst und worauf du bei Anmeldung und Co. achten musst. Außerdem zeigen wir dir, wie du mit Wise Business bei internationalen Geschäften richtig Geld sparst.
Selbstständig machen in Österreich – davon träumen viele. Als allererstes musst du aber herausfinden, ob du als Freiberufler oder Gewerbe gelten würdest, denn davon hängen die weiteren Schritte ab. Der Unterschied zwischen Freiberuflern und Gewerbetreibenden liegt nicht nur in der rechtlichen Grundlage, sondern auch in der Art der Tätigkeit.
Im Kern geht's darum, was du genau machst und wie dein Beruf rechtlich geregelt ist. Die einen brauchen einen Gewerbeschein, die anderen nicht. Die einen sind bei der Wirtschaftskammer, die anderen nicht zwingend. Und je nachdem, wo du landest, gelten unterschiedliche Spielregeln bei Anmeldung, Versicherung und Buchhaltung. Wie du siehst, es ist ganz schön komplex.
Ein Gewerbe in Österreich ist im Grunde alles, was unter die Gewerbeordnung fällt – also die Großzahl der Berufe. Sobald du eine Tätigkeit selbstständig, regelmäßig und mit Gewinnabsicht ausübst, und diese Tätigkeit nicht zu den freien Berufen zählt, bist du laut österreichischem Recht gewerblich unterwegs. Das kann also schon bei der Vermietung über AirBNB, beim Verkauf auf eBay oder via Dropshippingoder beim Shopify eCommerce der Fall sein.
Bei der gewerblichen Erwerbstätigkeit wird grob unterschieden zwischen „freien Gewerben" (Achtung, das hat nichts mit „freiberuflich" zu tun!) und „reglementierten Gewerben" (zum Beispiel Handwerk und Gastgewerbe).
Der Unterschied: Bei freien Gewerben brauchst du „nur" eine Gewerbeberechtigung. Bei reglementierten Gewerben musst du zusätzlich einen Befähigungsnachweis erbringen – also nachweisen, dass du die nötige Ausbildung oder Berufserfahrung hast.¹
Gewerbliche UnternehmerInnen sind übrigens automatisch Mitglied der Wirtschaftskammer – das bedeutet Pflichtbeiträge, aber auch Unterstützung und Interessensvertretung. Du betreibst Handel, produzierst Waren oder bietest klassische Dienstleistungen an? Dann zählst du höchstwahrscheinlich zum Gewerbe in Österreich.
Das Gewerbe ist in Österreich aber nicht der einzige Weg, selbstständig zu sein. Tatsächlich gibt es in Österreich die Möglichkeit, als sogenannter Freiberufler (auch Freelancer genannt) tätig zu werden. Diese Gruppe übt freie Berufe aus, die nicht an die Gewerbeordnung gekoppelt sind.¹
Der Fokus liegt hier auf geistiger, künstlerischer, wissenschaftlicher oder beratender Arbeit basiert – es geht also um deine persönliche Leistung und Qualifikation. Du verkaufst nicht Waren oder standardisierte Dienstleistungen, sondern dein Wissen, dein Können, deine Kreativität.
Immer wieder ist die Rede von den sogenannten “Neuen Selbstständigen”, quasi einer Untergruppe der Freiberufler. Sie brauchen keinen Gewerbeschein, erzielen aber trotzdem betriebliche Einkünfte, nämlich auf Werkvertragsbasis.
Ob das alles auf dich zutrifft und du als Freiberufler in Österreich giltst, kannst du dir aber nicht einfach so aussuchen, denn letztlich entscheidet das Finanzamt, ob deine Tätigkeit wirklich als freiberuflich gilt. Daher hier ein paar Beispiele für freiberufliche Tätigkeiten:²
Freie Berufe mit Kammermitgliedschaft:
Weitere freiberufliche Tätigkeiten ohne Gewerbeberechtigung:
| Kriterium | Freiberufler | Gewerbe |
|---|---|---|
| Gewerbeschein nötig | Nein | Ja |
| Befähigungsnachweis | Nur bei bestimmten Kammermitgliedschaften | Bei reglementierten Gewerben ja |
| Wirtschaftskammer-Mitgliedschaft | Nein | Ja |
| Art der Tätigkeit | Geistig, künstlerisch, wissenschaftlich, beratend | Handel, Produktion, klassische Dienstleistungen |
| Grundlage | Persönliche Qualifikation | Gewerbeordnung |
| Anmeldung | Finanzamt (Verf 24) + SVS | USP (Unternehmensserviceportal) + Finanzamt + SVS |
Okay, du weißt jetzt, wo du grob hingehörst. Aber wie geht's jetzt konkret los? Die Anmeldung unterscheidet sich je nachdem, ob du in Österreich freiberuflich arbeiten möchtest oder ein Gewerbe startest.
Wenn du ein Gewerbe in Österreich anmelden willst, führt dein Weg über das Unternehmensserviceportal (USP). Das ist die zentrale digitale Anlaufstelle, wo du alle Formulare und Informationen für die Gründung findest, zum Beispiel auch einen Gründungsfahrplan.³
Die wichtigsten Schritte:
Wie du schon weißt, brauchst du als Freiberufler keine Gewerbegenehmigung und keinen Gewerbeschein. Trotzdem ist die Anmeldung nicht optional – sie läuft nur anders.
Wichtig: Das Finanzamt hat das letzte Wort. Nur weil du denkst, du bist Freiberufler, heißt das nicht, dass die Behörde das genauso sieht. Im Zweifelsfall kann es sein, dass du doch als Gewerbetreibender eingestuft wirst – dann musst du nachträglich ein Gewerbe anmelden.
Die SVS ist grundsätzlich für alle Selbständigen in Österreich zuständig, also sowohl für Gewerbetreibende als auch für Freiberufler. Allerdings gibt es für Neue Selbstständige, KleinunternehmerInnenund Freelancer eine Versicherungsgrenze von aktuell 6.613,20 EUR – nur wenn deine Jahreseinkünfte diese Summe überschreiten, bist du versicherungspflichtig.⁴ Ansonsten steht es dir aber natürlich trotzdem frei, eine freiwillige Sozialversicherung bei der SVS anzutreten.
Während Angestellte ein gleichbleibendes und vorhersehbares Einkommen haben, wissen Gewerbetreibende und Freiberufler natürlich erst nach Ablauf des Kalenderjahres, wie hoch das tatsächliche Einkommen ist.
Dementsprechend gibt es eine Vorausberechnung der Sozialversicherung, die dann im nächsten Jahr angepasst und gegebenenfalls nachberechnet wird – ähnlich wie bei der Stromrechnung. Das kann unangenehm sein, wenn du plötzlich eine hohe Nachzahlung bekommst. Umgekehrt gibt es aber auch Geld zurück, wenn du weniger verdient hast als prognostiziert.
Natürlich musst du die Unterschiede zwischen Freiberuflern oder Gewerbe Österreich auch in Sachen Buchhaltung und Rechnungsstellung beachten. Generell gibt es ein paar Steuern, die (fast) alle betreffen:
Die Kleinunternehmerregelung Österreich ist super, wenn du gerade erst startest oder als Freiberufler generell wenig Umsatz machst. Wenn dein Jahresumsatz unter EUR 55.000 bleibt, kannst du dich nämlich von der Umsatzsteuer befreien lassen. Das heißt, du musst auf deinen Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen und auch keine Umsatzsteuervoranmeldungen machen.⁵
Das Ganze hat allerdings einen Haken: Du kannst dann auch keine Vorsteuer geltend machen. Wenn du also selbst viel einkaufen musst (Material, Equipment, Software), kann das ein Nachteil sein. Aber die Kleinunternehmerregelung ist immer freiwillig, du kannst dich also auch dagegen entscheiden – sowohl als Gewerbe als auch als Freiberufler.
Sobald du mit KundInnen oder Lieferanten außerhalb Österreichs arbeitest, wird's nochmal komplizierter bei der Rechnungsstellung – egal ob Freiberufler oder Gewerbe Österreich. Dann kommt das sogenannte Reverse Charge Verfahrenzum Einsatz.
Kurz erklärt: Bei Dienstleistungen an Unternehmen in anderen EU-Ländern wird die Umsatzsteuer nicht von dir abgeführt, sondern vom Leistungsempfänger in dessen Land. Du stellst also eine Rechnung ohne österreichische Umsatzsteuer aus, vermerkt aber den Hinweis auf das Reverse Charge Verfahren⁶ – selbst wenn du KleinunternehmerIn bist.
Internationale Geschäfte bedeuten mehr bürokratischen Aufwand, aber auch mehr Chancen. Und genau hier kommt Wise Business ins Spiel.
Egal ob du als Freiberufler Österreich durchstartest oder ein Gewerbe Österreich anmeldest – ein separates Geschäftskonto ist manchmal zwar keine Pflicht, aber es lohnt sich trotzdem. Denn nur so kannst du geschäftliche und private Finanzen sauber trennen, deine Buchhaltung viel einfacher gestalten und bei Prüfungen des Finanzamts alles transparent vorlegen.
Wise Business ist das Geschäftskonto, das sich an dein Unternehmen anpasst – nicht umgekehrt. Ob Einzelunternehmen, ob Freiberufler, ob Gewerbe: Wise funktioniert für alle. Dafür gibt es zwei verschiedene Konten: Der Wise Business Essentials Tarif ist kostenlos, für Wise Business Advanced fällt eine einmalige Gebührvon 60 EUR an.
Der echte Vorteil zeigt sich, sobald du international arbeitest. Und mal ehrlich: In der heutigen Zeit ist das fast unvermeidlich. Kunden in Deutschland? Lieferanten in der Schweiz? Zahlungen in GBP oder USD? Kein Problem mit Wise.
Wise eliminiert die Komplexität und vor allem die Kosten bei Einnahmen und Ausgaben in Fremdwährungen. Während österreichische Banken hohe Gebühren und schlechte Wechselkurse verrechnen, nutzt Wise denechten Devisenmittelkurs ohne Aufschläge.
Egal ob du gerade erst deine Selbständigkeit planst oder schon mittendrin steckst: Eröffne jetzt dein Wise Business Konto und konzentriere dich auf das, was wirklich zählt – dein Geschäft wachsen zu lassen, statt dich mit überteuerten Bankgebühren herumzuschlagen.
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Die Frage “Freiberufler oder Gewerbe?” ist in Österreich entscheidend für deinen Start in die Selbständigkeit. Der Hauptunterschied liegt in der Art deiner Tätigkeit: Geistige, künstlerische oder wissenschaftliche Arbeit basierend auf persönlichen Qualifikationen spricht für Freiberufler; Handel, Produktion oder klassische Dienstleistungen bedeuten Gewerbe – und dementsprechend unterscheidet sich auch die Anmeldung.
Bei Steuern und Sozialversicherung gibt's dafür mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Vergiss jedoch nicht, dass das Finanzamt das letzte Wort bei der Einstufung hat. Im Zweifelsfall solltest du es lieber vorher abklären, als später böse Überraschungen zu erleben.
Starte mit Wise Business – dem Konto für dein grenzenloses Geschäft in Österreich. Egal ob Freiberufler Österreich oder Gewerbe Österreich: Mit Wise hast du die flexible, günstige und transparente Lösung für alle deine geschäftlichen Finanzen.
Quellen:
¹ Welche Arten selbstständiger Erwerbstätigkeit gibt es?, Österreich.GV, Februar 2026
² Broschüre Freie Berufe, Bundeskonferenz der Freien Berufe Österreichs, Februar 2026
³ Gründungsfahrplan, USP, Februar 2026
⁴ Einkünfte unter der Versicherungsgrenze, SVS, Februar 2026
⁵ Kleinunternehmerregelung, WKO, Februar 2026
⁶ Reverse Charge Verfahren, WKO, Februar 2026
*Wichtig: Dieser Artikel ersetzt keine professionelle Rechts- oder Steuerberatung – er gibt dir nur einen Überblick, damit du weißt, worauf du achten musst.
*Bitte siehe dir unsere Nutzungsbedingungen und die Produktverfügbarkeit für deine Region an oder besuche die Wise-Gebührenseite für die aktuellsten Informationen zu Preisen und Gebühren.
Die in dieser Publikation enthaltenen Informationen stellen keine rechtlichen, steuerlichen oder sonstigen professionellen Beratungsfunktionen seitens Wise Payments Limited oder mit Wise verbundenen Unternehmen dar. Die Publikation ist nicht als Ersatz für die Einholung einer Steuerberatung durch einen Wirtschaftsprüfer oder Steueranwalt gedacht.
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