Top 3 Freelancer-Branchen in Österreich: Überblick & Einstiegshilfe

Lukas Wolff

Wer sich als Freelancer selbstständig machen möchte, steht oft vor einer grundlegenden Frage: In welchem Bereich passt Freelancing überhaupt zu mir?
Die Auswahl an Tätigkeiten ist groß - doch Einstieg, Arbeitsweise und Perspektiven unterscheiden sich je nach Branche deutlich.

Dieser Artikel bietet dir deshalb eine strukturierte Orientierung. Statt einzelne Jobs aufzuzählen, ordnet er Freelancing in drei zentrale Branchen ein, die in Österreich besonders verbreitet sind: Tech & IT, Marketing & Kreativ sowie Service & Administration.

Der Überblick hilft dir dabei, besser einzuschätzen:

  • welche Art von Arbeit dir liegt,
  • wie projekt- oder kundengetrieben die jeweilige Branche ist,
  • und welche Voraussetzungen typischerweise erwartet werden.

Wichtig dabei: Der Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Freelancing ist vielfältig und entwickelt sich laufend weiter. Die folgenden Abschnitte bieten dir eine strukturierte Grundlage, auf der du aufbauen und dich gezielt vertiefen kannst.

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Tech & IT - projektbasiert und international

Der Tech- und IT-Bereich zählt zu den tragenden Säulen des Freelancings - auch in Österreich. Viele Tätigkeiten sind projektbasiert, klar abgrenzbar und lassen sich ortsunabhängig erledigen. Genau das macht diese Branche für Freelancer attraktiv, die flexibel arbeiten oder internationale Kunden betreuen möchten.

Typische Tätigkeiten reichen von Software- und Webentwicklung über App-Entwicklung bis hin zu IT-Support, Systemadministration oder technischer Beratung. Gemeinsam ist diesen Aufgaben, dass Ergebnisse messbar sind: Ein Feature funktioniert, eine Website ist online, ein Problem wurde gelöst. Für Auftraggeber ist das ein Vorteil - und für Freelancer eine klare Grundlage für Projekte und Honorare.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die internationale Nachfrage. IT-Dienstleistungen werden häufig grenzüberschreitend vergeben, weil Fachkräfte weltweit gesucht sind. Laut der Entwicklerbefragung von Stack Overflow arbeiten viele Entwickler regelmäßig remote für Kunden außerhalb ihres Heimatlandes, oft auf Projektbasis. Das fördert nicht nur Flexibilität, sondern auch den Zugang zu einem größeren Markt.1

Der Einstieg in Tech-Freelancing erfordert zwar fachliche Kenntnisse, ist aber nicht zwingend an formale Abschlüsse gebunden. In vielen Bereichen zählen praktische Erfahrung, Arbeitsproben und nachweisbare Skills mehr als Zeugnisse. Wer sich kontinuierlich weiterbildet und Projekte sauber dokumentiert, kann sich schrittweise positionieren - vom ersten kleinen Auftrag bis zu langfristigen Kooperationen.

Typische Tätigkeiten im Überblick

  • Web- und Softwareentwicklung
  • App-Entwicklung
  • IT-Support und technische Betreuung
  • System- und Infrastrukturaufgaben

Marketing & Kreativ - flexibel und vielseitig

Der Marketing- und Kreativbereich ist eine der vielseitigsten Freelancer-Branchen. Er vereint strategische, kreative und operative Tätigkeiten und spricht damit Menschen an, die gern abwechslungsreich arbeiten und sich thematisch breit aufstellen möchten. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen ist externe Unterstützung im Marketing oft unverzichtbar.

Typische Tätigkeiten sind Online-Marketing, Content-Erstellung, Suchmaschinenoptimierung, Social-Media-Betreuung oder Grafikdesign. Viele dieser Aufgaben lassen sich modular vergeben, was Freelancern den Einstieg erleichtert. Projekte sind häufig zeitlich begrenzt, klar umrissen und lassen sich gut neben anderen Aufträgen abwickeln.

Ein großer Vorteil dieser Branche ist die vergleichsweise niedrige Einstiegshürde. Für viele Marketing-Tätigkeiten sind keine formalen Abschlüsse erforderlich. Entscheidend sind praktische Fähigkeiten, ein grundlegendes Verständnis digitaler Kanäle und die Fähigkeit, Ergebnisse nachvollziehbar zu präsentieren. Gerade im digitalen Marketing zählen nachweisbare Resultate - etwa Reichweite, Klicks oder Inhalte - oft mehr als Zertifikate.

Zugleich ist Marketing stark von digitaler Zusammenarbeit geprägt. Laut Erhebungen zur digitalen Wirtschaft werden Marketing-Dienstleistungen zunehmend remote erbracht, häufig auch für internationale Kunden. Das eröffnet Freelancern zusätzliche Märkte, setzt aber auch voraus, sich laufend mit neuen Plattformen und Trends auseinanderzusetzen.

Typische Tätigkeiten im Überblick

  • Online- und Performance-Marketing
  • Content-Erstellung und SEO
  • Social-Media-Management
  • Grafik- und Kommunikationsdesign

Service & Administration - strukturiert und zugänglich

Der Bereich Service & Administration umfasst Tätigkeiten, die stark auf Organisation, Kommunikation und Zuverlässigkeit ausgerichtet sind. Für viele Freelancer ist diese Branche besonders interessant, weil der Einstieg oft ohne spezialisierte Fachausbildung möglich ist und Aufgaben klar definiert sind.

Typische Tätigkeiten sind virtuelle Assistenz, Kundenservice, Backoffice-Unterstützung oder administrative Projektarbeit. Unternehmen lagern solche Aufgaben zunehmend aus, um interne Ressourcen zu entlasten. Für Freelancer bedeutet das planbare Tätigkeiten, wiederkehrende Aufgaben und häufig längerfristige Zusammenarbeit statt einmaliger Projekte.

Ein wesentlicher Vorteil dieser Branche ist die vergleichsweise niedrige Einstiegshürde. In vielen Fällen zählen organisatorische Fähigkeiten, Sorgfalt und Kommunikationsstärke mehr als formale Qualifikationen. Gerade für den Start ins Freelancing bietet der Service-Bereich daher einen realistischen Zugang, auch im Nebenberuf.

Zudem ist administrative Arbeit stark von Remote-Strukturen geprägt. Laut internationalen Arbeitsmarktanalysen werden Service- und Support-Tätigkeiten zunehmend ortsunabhängig erbracht. Das ermöglicht Freelancern, sowohl für österreichische als auch für internationale Auftraggeber zu arbeiten - oft mit klaren Prozessen und festen Zeitfenstern.

Typische Tätigkeiten im Überblick

  • Virtuelle Assistenz und Backoffice
  • Kundenservice und Support
  • Termin- und Datenverwaltung
  • Administrative Projektunterstützung

Welche Branche passt zu dir?

Die Entscheidung für eine Freelancer-Branche ist weniger eine Frage von Trends als von persönlichen Voraussetzungen und Arbeitsweise. Jede der drei Bereiche bringt eigene Chancen, aber auch unterschiedliche Anforderungen mit sich. Sich diese bewusst zu machen, hilft dabei, realistisch zu starten und spätere Umwege zu vermeiden.

Tech & IT eignet sich vor allem für Menschen, die gern problemorientiert arbeiten, komplexe Aufgaben lösen und bereit sind, sich kontinuierlich weiterzubilden. Projekte sind häufig technisch anspruchsvoll, dafür aber klar abgegrenzt und gut skalierbar. Wer Freude an logischem Denken und langfristiger Weiterentwicklung hat, findet hier oft stabile Perspektiven.

Marketing & Kreativ passt gut zu Freelancern, die kommunikativ, flexibel und thematisch breit interessiert sind. Die Arbeit ist abwechslungsreich, verlangt aber Eigeninitiative und ein gutes Gespür für Zielgruppen. Besonders wichtig ist die Bereitschaft, Ergebnisse sichtbar zu machen und sich klar zu positionieren, etwa über Referenzen oder Inhalte.

Service & Administration ist ideal für alle, die strukturiert arbeiten, Verlässlichkeit schätzen und gern im Hintergrund unterstützen. Der Einstieg ist meist unkompliziert, Aufgaben sind klar definiert und Zusammenarbeit oft langfristig angelegt. Gerade für den Start ins Freelancing oder den Nebenerwerb bietet dieser Bereich einen soliden Rahmen.

Unabhängig von der Branche gilt:
Ein erfolgreicher Einstieg entsteht selten über Nacht. Wer klein beginnt, Erfahrungen sammelt und sein Angebot schrittweise schärft, schafft eine deutlich stabilere Grundlage als mit einem überambitionierten Start.

Unabhängig von der Branche gilt: Ein erfolgreicher Einstieg entsteht selten über Nacht. Wer klein beginnt, Erfahrungen sammelt und sein Angebot schrittweise schärft, schafft eine deutlich stabilere Grundlage als mit einem überambitionierten Start.

Internationale Zusammenarbeit & grenzüberschreitende Projekte

Unabhängig davon, ob Freelancer im Tech-, Marketing- oder Service-Bereich tätig sind: Internationale Zusammenarbeit spielt in allen drei Branchen eine zunehmend wichtige Rolle. Digitale Arbeitsmodelle, Projektplattformen und Remote-Strukturen machen es heute deutlich einfacher, Kunden außerhalb Österreichs zu betreuen.

Mit internationalen Projekten gehen jedoch zusätzliche Anforderungen einher - insbesondere bei der Abwicklung von Zahlungen in Fremdwährungen. Unterschiede bei Wechselkursen, Gebühren und Zahlungswegen können den tatsächlichen Ertrag spürbar beeinflussen. Deshalb setzen viele Freelancer auf spezialisierte Zahlungsdienstleister wie Wise.

Wise ist ein internationaler Zahlungsdienstleister, der sich auf grenzüberschreitende Zahlungen und den Umgang mit mehreren Währungen spezialisiert hat. Für Freelancer kann das vor allem in folgenden Situationen relevant sein:

  • Zahlungen aus dem Ausland empfangen: Einnahmen können direkt in der jeweiligen Fremdwährung eingehen, ohne sofortige Umrechnung.
  • Umgang mit mehreren Währungen: Guthaben lassen sich in über 40 Währungen halten und verwalten, was bei internationalen Kundenbeziehungen Flexibilität schafft.
  • Transparente Währungsumrechnung: Der Umtausch erfolgt zum tatsächlichen Mittelmarktwechselkurs, Gebühren werden vorab klar ausgewiesen.
  • Lokale Kontodaten für ausgewählte Währungen: Für bestimmte Währungen stehen lokale Zahlungsdetails zur Verfügung, was Überweisungen für Kunden vereinfacht.
  • Internationale Nutzung: Zahlungen und Kontoverwaltung sind vollständig online möglich, unabhängig vom Aufenthaltsort.

Wer als Freelancer branchenübergreifend mit internationalen Auftraggebern arbeitet, steht schnell vor Fragen zu Fremdwährungen, Gebühren und Zahlungswegen. Wise unterstützt Freelancer bei grenzüberschreitenden Zahlungen mit transparenten Wechselkursen, mehreren Währungen und klaren Gebühren. 👉 Wise für Freelancer ansehen

Fazit

Freelancing in Österreich verteilt sich auf unterschiedliche Branchen mit klaren Unterschieden in Einstieg, Arbeitsweise und Perspektive. Tech & IT, Marketing & Kreativ sowie Service & Administration bieten jeweils eigene Chancen – entscheidend ist, welche zur eigenen Arbeitsweise passt.

Da viele Freelancer heute branchenübergreifend und international arbeiten, gewinnen auch organisatorische Themen an Bedeutung. Transparente Lösungen für Zahlungen und Fremdwährungen helfen dabei, den administrativen Aufwand gering zu halten.

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👉 Mehr dazu, wie Wise Freelancer bei internationalen Zahlungen unterstützt.


Häufige Fragen zu Freelancer-Branchen in Österreich

Welche Freelancer-Branche ist für den Einstieg am besten geeignet?

Das hängt stark von deinen persönlichen Voraussetzungen ab. Service- und Administrations­aufgaben gelten oft als besonders zugänglich, da sie meist keine formale Ausbildung erfordern. Marketing- und Kreativ­leistungen eignen sich gut für kommunikative und vielseitig interessierte Freelancer. Tech- und IT-Tätigkeiten bieten hohe Nachfrage, setzen aber spezifische Fachkenntnisse voraus.

Braucht man für Freelancing in Österreich eine formale Ausbildung?

In vielen Fällen nicht. Besonders im Marketing-, Kreativ- und Service-Bereich zählen praktische Erfahrung, Arbeitsproben und Zuverlässigkeit mehr als formale Abschlüsse. In technischen Bereichen sind Fachkenntnisse wichtig, werden aber häufig über Projekte, Referenzen oder Skills nachgewiesen.

Welche Freelancer-Branchen arbeiten besonders häufig international?

Vor allem Tech & IT sowie Marketing & Kreativ sind stark international ausgerichtet. Projekte werden häufig remote vergeben, und Kunden sitzen nicht selten außerhalb Österreichs. Aber auch Service- und Administrations­leistungen werden zunehmend ortsunabhängig erbracht.

Kann man als Freelancer branchenübergreifend arbeiten?

Ja. Viele Freelancer starten in einem Bereich und erweitern ihr Angebot im Laufe der Zeit. Zum Beispiel kombinieren manche Content-Erstellung mit SEO oder administrative Tätigkeiten mit Kundenservice. Wichtig ist, den Einstieg überschaubar zu halten und Leistungen klar zu kommunizieren.

Wie wichtig ist die Zahlungsabwicklung bei internationalen Projekten?

Sehr wichtig. Unterschiedliche Währungen, Gebühren und Überweisungszeiten können den tatsächlichen Ertrag beeinflussen. Deshalb beschäftigen sich viele Freelancer früh mit transparenten Zahlungswegen und Lösungen für grenzüberschreitende Zahlungen.

Muss man sich sofort auf eine Branche festlegen?

Nein. Gerade zu Beginn kann es sinnvoll sein, erste Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen zu sammeln. Mit zunehmender Praxis wird meist klarer, welche Art von Projekten, Kunden und Arbeitsweisen am besten passen.


Quelle (01/2026):

  1. Stack Overflow: Annual Developer Survey

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