Steuererklärung für Selbstständige in Österreich: Fristen & Tipps

Lukas Wolff

Du hast den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt – herzlichen Glückwunsch! Endlich bist du dein eigener Boss, kannst deine Arbeitszeiten selbst bestimmen und verwirklichst deine beruflichen Träume. Doch neben all den Freiheiten wartet auch eine weniger spannende Seite auf dich: die Steuererklärung.

Aber keine Sorge – mit dem richtigen Wissen meisterst du auch dieses notwendige Übel. In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige zu Fristen, Pflichten und cleveren Tipps, die dir Zeit und Geld sparen.

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Die wichtigsten Steuerpflichten und Fristen für Selbstständige

Als Selbstständige oder Unternehmer kannst du vieles erreichen: flexible Arbeitszeiten, die Wahl deiner Projekte, vielleicht sogar die Möglichkeit, von überall aus zu arbeiten. Doch Hand aufs Herz – die Steuererklärung gehört wohl kaum zu den Highlights deines Geschäftsjahres.

Während Angestellte in Österreich ihre Arbeitnehmerveranlagung freiwillig machen können (und dabei oft sogar Geld zurückbekommen), ist die Einkommensteuererklärung für Selbstständige, Freelancer und Unternehmern ein absolutes Muss.

Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

Anders als bei der Arbeitnehmerveranlagung ist die Einkommensteuererklärung für Selbstständige nicht freiwillig. Aber wer genau ist eigentlich verpflichtet, eine Steuererklärung in Österreich einzureichen?

Du musst eine Steuererklärung abgeben, wenn du:¹

  • Selbstständig tätig bist – egal ob als EinzelUnternehmer, FreiberuflerIn oder Gewerbetreibender
  • Ein Unternehmen oder einen Gewerbebetrieb führst – sobald du unternehmerisch aktiv bist, führt kein Weg an der Steuererklärung vorbei
  • Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft erzielst – auch Landwirte sind zur Abgabe verpflichtet
  • Als KleinUnternehmer tätig bist – auch bei niedrigeren Umsätzen bleibt die Steuererklärung Pflicht
  • Als ArbeitnehmerIn Zusatzverdienste hast – wenn du neben deinem Angestelltenverhältnis oder deiner Pension ein selbstständiges Einkommen über 730 EUR erzielst und dein Gesamteinkommen höher ist als 14.769 EUR
  • Ein selbstständiges Einkommen hast, das höher ist als 13.539 EUR – dann kommt das Finanzamt automatisch auf dich zu

Steuererklärung für Selbstständige in Österreich: Welches Formular?

Die gute Nachricht: Auch wenn sich die Abgabe der Steuererklärung stressig anhört, ist es nicht so kompliziert, wie es zunächst scheint – vor allem, wenn du deine Einnahmen und Ausgaben über das Jahr hinweg sauber dokumentiert hast.

Das Finanzamt stellt dir alle nötigen Formulare für die Steuerabgabe zur Verfügung. Für die Einkommensteuererklärung benötigst du in der Regel die Formulare E1 bzw. E1a oder E1a-K. Doch was bedeutet das genau?²

  • Formular E1 ist das Hauptformular für deine Einkommensteuererklärung – hier trägst du alle relevanten Einkünfte ein
  • Formular E1a nutzt du für die Gewinnermittlung, wenn du buchführungspflichtig bist
  • Formular E1a-K ist die vereinfachte Version für Kleinunternehmern, die von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen.

Fristen und Strafen

Wie bei allen bürokratischen Angelegenheiten gibt es auch bei der Steuererklärung für Selbstständige in Österreich bestimmte Fristen. Wann muss die Steuererklärung also beim Finanzamt sein? Die Fristen sind klar geregelt – und es lohnt sich, sie einzuhalten.

Prinzipiell hast du zwei Möglichkeiten zur Abgabe: in Papierform oder online. Natürlich ist die Online Abgabe schneller und unkomplizierter – und du bekommst sogar mehr Zeit:²

  • Frist für die Abgabe der Steuererklärung in Papierform: 30. April des Folgejahres
  • Elektronische Erklärungsabgabe über FinanzOnline: 30. Juni des Folgejahres

Du siehst: Wer die Steuererklärung für Selbstständige in Österreich elektronisch über FinanzOnline einreicht, gewinnt zwei Monate extra Zeit.

Und was passiert, wenn du die Frist versäumst? Ganz ehrlich: Das willst du nicht herausfinden. Bei verspäteter Abgabe kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag von bis zu 10% des vorgeschriebenen Abgabenbetrages verhängen. Das kann richtig ins Geld gehen – vor allem, wenn du ohnehin schon Steuern nachzahlen musst. Also: Trag dir die Fristen gleich in deinen Kalender ein und erspar dir unnötigen Stress.

Optimierung der Steuerlast: Das musst du beachten

Steuern zahlen gehört dazu – keine Frage. Aber das heißt nicht, dass du mehr zahlen musst, als nötig ist. Mit der richtigen Strategie kannst du deine Steuerlast legal optimieren und einiges an Geld sparen.

Wichtig dabei: Ein guter Steuerberater ist Gold wert. Er kennt alle Schlupflöcher, weiß, welche Ausgaben du absetzen kannst, und hilft dir, die Steuererklärung korrekt und fristgerecht einzureichen. Ja, das kostet erstmal Geld – vergiss jedoch nicht, dass du die Kosten für den Steuerberater als Sonderausgaben absetzen kannst.³

Die Kleinunternehmerregelung (Umsatzsteuer)

Wenn du gerade erst gestartet bist oder nur geringe Umsätze machst, könnte die Kleinunternehmerregelung genau das Richtige für dich sein. Sie befreit dich von der Umsatzsteuerpflicht, wenn du Gewinn von unter 55.000 EUR im Jahr machst – und das bedeutet weniger Bürokratie und mehr Zeit für dein eigentliches Business.

Doch auch bei der Steuererklärung kann dir das zu Gute kommen, nämlich durch die sogenannte Kleinunternehmerpauschalierung. Bei der Kleinunternehmerpauschalierung wird dein Gewinn vereinfacht ermittelt. Du musst nicht jede einzelne Ausgabe nachweisen, sondern kannst ein pauschales Betriebsausgabenpauschale ansetzen:⁴

  • Für Gewerbebetriebe: 45% der Betriebseinnahmen
  • Für Dienstleistungsbetriebe: 20% der Betriebseinnahmen

Aber Achtung: Die Pauschale ist gedeckelt. Ab der Veranlagung 2025 liegt die Obergrenze bei 24.750 EUR für Gewerbebetriebe und 11.000 EUR für Dienstleistungsbetriebe.⁴

Das heißt: Selbst wenn du höhere Einnahmen hast, kannst du maximal diese Beträge als Betriebsausgaben abziehen. Die Kleinunternehmerregelung lohnt sich vor allem dann, wenn deine tatsächlichen Betriebsausgaben niedriger sind als das Pauschale – dann sparst du dir den Aufwand der detaillierten Buchführung.

Betriebsausgaben richtig absetzen

Prinzipiell gilt: Alles, was du für dein Business ausgibst, kannst du grundsätzlich als Betriebsausgabe absetzen. Das reduziert deinen zu versteuernden Gewinn und damit auch deine Steuerlast. Die Kunst besteht darin, wirklich alle absetzbaren Kosten zu erfassen – auch hier kann ein Steuerberater helfen.

Beispiele für absetzbare Betriebsausgaben:

  • Büromaterial und Arbeitsmittel – vom Laptop über den Schreibtisch bis zur Druckerpatrone
  • Miete für Büroräume oder anteilige Kosten für ein Homeoffice
  • Reisekosten – Fahrtkosten, Übernachtungen, Verpflegungsmehraufwand bei Geschäftsreisen
  • Weiterbildungen und Fachliteratur – Kurse, Seminare, Bücher, die du für deinen Beruf brauchst
  • Telekommunikation – Handy, Internet, Festnetz (zumindest anteilig)
  • Werbung und Marketing – Website, Social-Media-Ads, Visitenkarten, Flyer
  • Gebühren und Beiträge – Mitgliedsbeiträge bei Wirtschaftskammer oder Berufsverbänden

Wichtig: Hebe alle Belege auf! Das Finanzamt kann auch Jahre später noch Nachweise verlangen. Am besten digitalisierst du deine Rechnungen und speicherst sie in einem gut organisierten System ab.

Buchhaltung leicht gemacht: Wise Business als Steuerhelfer

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Buchhaltung ist für die meisten Selbstständigen nicht mehr als ein notwendiges Übel. Aber sie muss sein – und sie kann deutlich einfacher sein, als du denkst. Gerade wenn du international tätig bist, Rechnungen in verschiedenen Währungen stellst oder mit Kunden im Ausland zusammenarbeitest, wird es schnell komplex. Hier kommt Wise Business ins Spiel – ein Geschäftskonto, das nicht nur Geld spart, sondern auch deine Buchhaltung erheblich vereinfacht.

Vereinfachte Verwaltung internationaler Einnahmen

Stell dir vor, du hast Kunden in Deutschland, der Schweiz und den USA. Jeder zahlt natürlich in seiner Landeswährung. Bei klassischen österreichischen Banken bedeutet das: hohe Wechselkursgebühren, versteckte Aufschläge und undurchsichtige Kostenstrukturen. Mit Wise läuft das anders.

Das Wise Business Konto ermöglicht es dir, Geld in über 40 Währungen zu halten und zu verwalten. Du erhältst lokale Kontodetails für wichtige Währungen wie USD, GBP, EUR und viele mehr. Das bedeutet: Deine Kunden können dir Geld überweisen, als hättest du ein lokales Bankkonto – ohne teure Auslandsüberweisungen, ohne SWIFT-Gebühren.

Warum das deine Buchhaltung vereinfacht:

  • Alle Einnahmen landen auf einem Konto – du musst nicht zwischen verschiedenen Bankkonten wechseln
  • Du siehst auf einen Blick, welche Währungen du hältst und wie viel du in jeder Währung verfügbar hast
  • Du kannst Geld zum echten Wechselkurs umtauschen, ohne versteckte Aufschläge – und das in Echtzeit

Gerade bei der Steuererklärung ist das Gold wert: Du kannst alle Transaktionen sauber nachvollziehen und brauchst nicht mühsam verschiedene Kontoauszüge zusammenzusuchen.

Integration von Buchhaltungssoftware

Du arbeitest bereits mit einer Buchhaltungssoftware? Perfekt! Wise Business lässt sich problemlos mit gängigen Tools verbinden, zum Beispiel mit Xero oder Quickbooks. Das spart dir manuelle Arbeit und reduziert das Risiko von Tippfehlern.

Wenn du mehr darüber erfahren willst, welche Software sich für dich besonders eignet, schau dir unbedingt unseren Artikel zur besten Buchhaltungssoftware für Selbstständige in Österreich an. Dort findest du ausführliche Vergleiche und Tipps, welches Tool am besten zu deinem Business passt.

Transparente Kosten und Devisenmittelkurs

Eines der größten Ärgernisse bei klassischen Banken: Du weißt nie genau, wie viel eine Überweisung wirklich kostet – und selbst für den Empfang von Geld aus dem Ausland fallen hohen Gebühren an. Noch dazu werden die Wechselkursaufschläge oft versteckt.

Stattdessen arbeitet Wise ausschließlich mit dem echten Devisenmittelkurs ohne Aufschlag. Die Gebühren für Auslandsüberweisungen sind transparent und werden dir vorab angezeigt. Und das Beste: Diese Gebühren sind klar als Betriebsausgabe absetzbar. Du trägst sie einfach in deine Buchhaltung ein – fertig.

Umsatzsteuer (USt) und internationale Rechnungen

Wenn du international tätig bist, stößt du früher oder später auf das Thema Umsatzsteuer – und es kann verwirrend werden. Besonders häufig stellt sich die Frage: Wie stellt man denn nun eine internationale Rechnung aus?

Hier kommt das sogenannte Reverse Charge Verfahren ins Spiel. Normalerweise stellst du auf deinen Rechnungen die österreichische Umsatzsteuer (derzeit 20% für die meisten Dienstleistungen) in Rechnung und führst sie ans Finanzamt ab. Beim Reverse Charge Verfahren ist das anders: Die Steuerschuldnerschaft wird auf den Leistungsempfänger im Ausland verlagert.

Wann kommt Reverse Charge zur Anwendung? Vor allem bei B2B-Geschäften innerhalb der EU: Wenn du als österreichisches Unternehmen an ein Unternehmen in einem anderen EU-Land eine Dienstleistung erbringst, stellst du die Rechnung ohne österreichische Umsatzsteuer aus. Der Empfänger zahlt die Umsatzsteuer in seinem Land selbst.

Wichtig: Auf der Rechnung muss ein Hinweis stehen wie: „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers gemäß Art. 19 Abs. 1 UStG" oder „Reverse Charge".

Gerade wenn du viele Kunden im Ausland hast, lohnt sich ein Geschäftskonto von Wise – denn so kannst du Geld an lokale Kontoverbindungen in 21 Währungen empfangen, ohne dass dafür auch nur ein einziger Cent an Gebühren entsteht. Und wenn du mit Wise Business arbeitest, hast du alle internationalen Transaktionen übersichtlich dokumentiert – das erleichtert die Zusammenarbeit mit deinem Steuerberater enorm.

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Fazit

Die Steuererklärung gehört zur Selbstständigkeit dazu – ob du willst oder nicht. Aber mit der richtigen Organisation wird aus dem gefürchteten Papierberg eine überschaubare Routine. Merk dir die Fristen, behalte deine Betriebsausgaben im Blick und nutze intelligente Tools, die dir das Leben leichter machen.

Gerade wenn du international tätig bist, kann Wise Business ein echter Game-Changer sein: transparente Kosten, echter Wechselkurs, lokale Kontoverbindungen in über 40 Währungen und eine Buchhaltung, die sich fast von selbst macht. Alles, was du für dein Business ausgibst, kannst du sauber dokumentieren und als Betriebsausgabe absetzen – das spart Zeit, Nerven und vor allem Geld.

Worauf wartest du noch? Eröffne jetzt dein Wise Business Konto und optimiere deine Buchhaltung für das nächste Steuerjahr. Je früher du anfängst, deine Finanzen smart zu organisieren, desto entspannter gehst du in die nächste Steuererklärung!


Quellen (12/2025):
¹ Einkommenssteuererklärung, Arbeiterkammer, Dezember 2025
² Einkommensteuererklärung, WKO, Dezember 2025
³ Abgaben und Steuern: Sonderausgaben, WKO, Jänner 2025
Kleinunternehmerpauschalierung, WKO, Dezember 2025


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