Top 3 Freelancer-Branchen in Österreich: Überblick & Einstiegshilfe
Top 3 Freelancer-Branchen in Österreich: Erfahre, wie sich Tech & IT, Marketing & Kreativ sowie Service & Administration unterscheiden – und was zu dir passt!
Der Begriff „Online Business“ wird oft sehr weit verwendet. Gemeint sind Geschäftsmodelle, bei denen Produkte oder Dienstleistungen überwiegend digital angeboten, vermarktet oder abgewickelt werden – das Internet ist dabei nicht nur Kanal, sondern Grundlage des Geschäfts.
Online-Business-Ideen reichen von digitalen Dienstleistungen über E-Commerce bis hin zu digitalen Produkten oder Content-Modellen. Gerade in Österreich nutzen viele Selbstständige solche Modelle, um nicht nur lokal, sondern auch international zu arbeiten.
Wichtig ist dabei die Abgrenzung:
Ein Online Business ist nicht automatisch Freelancing. Während Freelancer meist ihre Arbeitszeit verkaufen, setzen viele Online-Geschäftsmodelle auf Produkte, Systeme oder wiederkehrende Einnahmen.
Dieser Artikel ordnet Online-Business-Ideen deshalb nach konkreten Geschäftsmodellen. Zu jedem Modell wird gezeigt, wie Einnahmen entstehen, welcher Aufwand realistisch ist und für wen sich das jeweilige Modell eignet.
Digitale Dienstleistungen sind eines der häufigsten Einstiegsmodelle für ein Online Business, unterscheiden sich aber klar vom klassischen Freelancing. Der entscheidende Unterschied: Ziel ist nicht der Verkauf einzelner Arbeitsstunden, sondern der Aufbau wiederholbarer Leistungen, klarer Pakete oder laufender Verträge.
1. Agenturmodell (kleines Setup)
Statt als Einzelperson Projekte abzuwickeln, werden Leistungen gebündelt angeboten – etwa als Marketing-, Web- oder IT-Agentur. Die Arbeit kann teilweise ausgelagert werden (z. B. Design, Entwicklung, Content), während Akquise und Kundenbetreuung zentral gesteuert werden.
→ Einnahmen entstehen projektbasiert oder über monatliche Pauschalen.
2. Produktisierte Dienstleistungen
Hier wird eine klar definierte Leistung mit festem Umfang und Fixpreis angeboten, zum Beispiel:
3. Retainer-Modelle (laufende Betreuung)
Viele digitale Dienstleistungen eignen sich für monatliche Betreuung, etwa:
Laut der Wirtschaftskammer Österreich zählen wissensbasierte und digitale Dienstleistungen zu den am stärksten wachsenden Bereichen der Selbstständigkeit.
Realistische Einordnung zum Einstieg: Dieses Modell ist kein passives Einkommen, aber ein gut kontrollierbares Online Business. Der Erfolg hängt stark davon ab, wie klar Leistungen definiert sind und wie konsequent Prozesse aufgebaut werden. Wer es schafft, Arbeitsschritte zu standardisieren oder teilweise auszulagern, bewegt sich weg vom reinen Zeitverkauf hin zu einem echten Geschäftsmodell.
E-Commerce ist eines der bekanntesten Online-Business-Modelle, unterscheidet sich aber grundlegend von Dienstleistungsmodellen. Der Kern ist nicht die eigene Arbeitszeit, sondern der Verkauf von Produkten über digitale Vertriebskanäle. Einnahmen entstehen durch Stückzahlen, Margen und funktionierende Abläufe.
1. Eigener Onlineshop mit physischen Produkten
Hier verkaufen Unternehmer eigene oder zugekaufte Produkte über einen eigenen Webshop, etwa mit Systemen wie Shopify oder WooCommerce. Typische Beispiele sind Nischenprodukte, Verbrauchsgüter oder spezialisierte Sortimente.
→ Einnahmen entstehen pro Verkauf, Skalierung über Marketing und Logistik.
2. Print-on-Demand
Produkte wie T-Shirts, Poster oder Tassen werden erst nach Bestellung produziert und direkt an Kunden versendet. Lagerhaltung entfällt, der Fokus liegt auf Design, Marketing und Zielgruppenansprache.
→ Geringes Startkapital, aber abhängig von Reichweite und Nachfrage.
3. Verkauf über Online-Marktplätze
Plattformen wie Amazon oder Etsy ermöglichen den Einstieg ohne eigenen Shop. Verkäufer nutzen bestehende Reichweite, zahlen dafür jedoch Gebühren und haben weniger Kontrolle über Kundenbeziehungen.
→ Schneller Markteintritt, dafür geringere Marge.
Warum E-Commerce als Geschäftsmodell funktioniert
Der Online-Handel wächst in Europa seit Jahren kontinuierlich – besonders im grenzüberschreitenden Bereich. Für viele kleine und mittlere Unternehmen hat sich E-Commerce damit zu einem wichtigen Wachstumskanal entwickelt, um neue Märkte zu erschließen und Kunden außerhalb des eigenen Landes zu erreichen. 1
Realistische Einordnung zum Aufwand: E-Commerce ist kein Nebenbei-Geschäft, das sich ohne Planung betreiben lässt. Themen wie Produktqualität, Lieferketten, Retouren und rechtliche Vorgaben spielen eine zentrale Rolle. Gleichzeitig bietet dieses Modell die Möglichkeit, ein skalierbares Online Business aufzubauen, bei dem Umsatz nicht direkt an die eigene Arbeitszeit gekoppelt ist.
Digitale Produkte sind Online-Business-Modelle, bei denen Inhalte oder Wissen einmal erstellt und mehrfach verkauft werden. Anders als bei Dienstleistungen oder E-Commerce fallen nach der Erstellung keine Produktions- oder Versandkosten pro Verkauf an. Der Fokus liegt auf Entwicklung, Vermarktung und Zielgruppenverständnis.
1. Online-Kurse und Lernprogramme
Typische Beispiele sind Videokurse, Workshops oder begleitete Programme zu klar abgegrenzten Themen – etwa Software-Nutzung, Marketing-Grundlagen oder berufliche Weiterbildung.
→ Einnahmen entstehen pro Verkauf oder über Paketpreise, teilweise auch als Abonnement.
2. Templates, Vorlagen und digitale Tools
Hierzu zählen etwa:
3. E-Books und digitale Guides
Digitale Leitfäden eignen sich besonders für klar umrissene Themen oder Nischen. Sie werden häufig als Einstiegsprodukt genutzt oder mit anderen Angeboten kombiniert.
→ Geringe Produktionskosten, stark abhängig von Reichweite und Positionierung.
Warum digitale Produkte skalierbar sind
Der Markt für digitale Inhalte und Online-Bildung wächst kontinuierlich, insbesondere durch den Ausbau digitaler Kompetenzen und lebenslangen Lernens.
Realistische Einordnung zum Aufbau
Der Aufbau digitaler Produkte erfordert Vorarbeit und Geduld. Einnahmen entstehen selten sofort, da Vertrauen, Sichtbarkeit und Marketing entscheidend sind. Gleichzeitig bietet dieses Modell die Möglichkeit, unabhängiger von laufender Arbeitszeit zu werden, sobald Produkte etabliert sind und regelmäßig verkauft werden.
Content-basierte Online-Businesses bauen auf Inhalten und einer eigenen Zielgruppe auf. Einnahmen entstehen nicht direkt durch ein Produkt, sondern durch die Monetarisierung von Aufmerksamkeit und Vertrauen. Dieses Modell ist besonders langfristig ausgerichtet und unterscheidet sich deutlich von Dienstleistungen oder E-Commerce.
1. Blogs & Affiliate-Websites
Hier werden Inhalte zu klaren Themen oder Nischen erstellt, etwa zu Finanzen, Software, Reisen oder Weiterbildung. Einnahmen entstehen über Affiliate-Links, bei denen eine Provision gezahlt wird, wenn Leser über einen Link ein Produkt oder eine Dienstleistung buchen.
→ Umsatz abhängig von Reichweite, Suchmaschinen-Traffic und Conversion.
2. Newsletter-basierte Modelle
Ein thematisch fokussierter Newsletter kann über bezahlte Abos, Sponsoring oder Partnerkooperationen monetarisiert werden. Besonders erfolgreich sind Newsletter mit klarer Zielgruppe und regelmäßigem Mehrwert.
→ Wiederkehrende Einnahmen bei stabiler Abonnentenbasis.
3. Video- und Audio-Plattformen
YouTube-Kanäle oder Podcasts lassen sich über Werbeeinnahmen, Sponsoren oder eigene Produkte monetarisieren. Der Aufbau erfordert Zeit, bietet aber bei wachsender Reichweite mehrere Erlösquellen.
→ Kombination aus Plattform-Einnahmen und externen Angeboten.
Warum content-basierte Modelle langfristig funktionieren
Internationale Studien zeigen, dass digitale Inhalte und Creator-Economy-Modelle in den letzten Jahren stark gewachsen sind, insbesondere durch Plattformen und abonnementsbasierte Formate.
Realistische Einordnung für den Aufbau
Dieses Modell erfordert Durchhaltevermögen. Einnahmen entstehen meist erst mit zeitlicher Verzögerung, da Reichweite und Vertrauen aufgebaut werden müssen. Gleichzeitig bietet ein etabliertes Content-Business hohe Flexibilität und die Möglichkeit, mehrere Einnahmequellen parallel zu nutzen.
Software- und Plattformmodelle gehören zu den anspruchsvolleren Online-Business-Ideen, bieten dafür aber hohes Skalierungspotenzial. Im Zentrum steht eine digitale Lösung für ein klar umrissenes Problem, die wiederkehrend genutzt und bezahlt wird – meist als Abonnement.
Im Gegensatz zu klassischen Start-ups sind viele dieser Modelle bewusst klein gehalten (Micro-SaaS) oder basieren auf No-Code-Tools, was den Einstieg erleichtert.
Typische Software- und Plattformmodelle
1. Micro-SaaS für eine Nische
Micro-SaaS bezeichnet kleine Softwarelösungen, die ein sehr spezifisches Problem lösen, etwa:
→ Einnahmen entstehen meist über monatliche Abos mit überschaubaren Preisen.
2. No-Code-Softwarelösungen
Mit No-Code-Plattformen lassen sich Web-Apps oder interne Tools ohne klassische Programmierung erstellen, z. B.:
3. Plattformmodelle mit Vermittlungsfunktion
Hier werden Anbieter und Nachfrager digital zusammengebracht, etwa:
Warum Software- und Plattformmodelle skalieren
Laut der Europäischen Kommission und der OECD wächst der Markt für digitale Dienste und SaaS-Modelle insbesondere bei kleinen, spezialisierten Anwendungen, die klar definierte Zielgruppen bedienen.
Realistische Einordnung zum Aufwand
Dieses Geschäftsmodell eignet sich nicht für einen schnellen Einstieg. Es erfordert technisches Verständnis, saubere Konzeption und kontinuierliche Weiterentwicklung. Gleichzeitig können Micro-SaaS-Modelle bewusst klein bleiben und dennoch wirtschaftlich tragfähig sein, wenn sie ein echtes Problem lösen und verlässlich betrieben werden.
Viele Online-Business-Modelle sind von Anfang an international ausgerichtet – oft ohne, dass dies bewusst geplant ist. Digitale Dienstleistungen, E-Commerce, digitale Produkte oder Softwarelösungen richten sich nicht nur an Kunden in Österreich, sondern an Käufer im gesamten deutschsprachigen Raum oder darüber hinaus. Damit rücken Zahlungen in Fremdwährungen schnell in den Mittelpunkt.
Je nach Geschäftsmodell entstehen dabei unterschiedliche Anforderungen:
Klassische Banklösungen stoßen hier schnell an Grenzen, etwa durch Wechselkursaufschläge, intransparente Gebühren oder langsame Überweisungen. Deshalb nutzen viele Online-Unternehmer spezialisierte Zahlungsdienstleister wie Wise.
Wise ist ein internationaler Zahlungsdienstleister, der sich auf grenzüberschreitende Zahlungen und den Umgang mit mehreren Währungen spezialisiert hat. Für Online-Business-Betreiber kann das insbesondere in folgenden Punkten relevant sein:
Für Betreiber eines Online Business bedeutet eine klare Zahlungsstruktur vor allem eines: Planbarkeit. Wer Einnahmen, Gebühren und Wechselkurse im Blick behält, kann Preise sauber kalkulieren und Geschäftsmodelle stabiler aufbauen – unabhängig davon, in welchem Land die Kunden sitzen.
Online-Business-Ideen unterscheiden sich stark in Struktur, Aufwand und Zielsetzung. Digitale Dienstleistungen, E-Commerce, digitale Produkte, Content-Modelle sowie Software- und Plattformlösungen folgen jeweils eigenen Geschäftslogiken – von zeitgebundenen Leistungen bis zu skalierbaren Einnahmen.
Entscheidend ist nicht, welches Modell als „bestes“ gilt, sondern welches zur eigenen Erfahrung, zum verfügbaren Zeitrahmen und zur gewünschten Entwicklung passt.
Da viele Online-Businesses international arbeiten, gewinnen auch klare und transparente Zahlungsprozesse an Bedeutung.
👉 Mehr dazu, wie Wise Online-Business-Betreiber bei internationalen Zahlungen unterstützt.
Ein Online Business bezeichnet Geschäftsmodelle, bei denen Produkte oder Dienstleistungen überwiegend digital angeboten und abgewickelt werden. Das Internet ist dabei nicht nur Vertriebskanal, sondern die Grundlage des gesamten Geschäftsmodells.
Nein. Beim Freelancing wird meist die eigene Arbeitszeit verkauft. Viele Online-Business-Modelle setzen hingegen auf Produkte, Systeme oder wiederkehrende Einnahmen und sind weniger direkt an Arbeitsstunden gebunden.
Digitale Dienstleistungen gelten oft als gut kontrollierbarer Einstieg, da sie mit überschaubarem Aufwand starten lassen. Auch digitale Produkte oder Content-Modelle können geeignet sein, erfordern jedoch mehr Vorarbeit und Geduld.
Skalierbar sind vor allem digitale Produkte, Content-basierte Geschäftsmodelle sowie Software- und Plattformlösungen. Hier steigt der Umsatz nicht zwingend im gleichen Maß wie der persönliche Arbeitsaufwand.
Ja. Viele Online-Business-Modelle sind von Beginn an international ausgerichtet. Digitale Dienstleistungen, E-Commerce, digitale Produkte oder Softwarelösungen richten sich häufig an Kunden außerhalb Österreichs.
Bei internationalen Einnahmen können Wechselkurse, Gebühren und Zahlungswege den tatsächlichen Ertrag beeinflussen. Eine klare und transparente Zahlungsstruktur hilft dabei, Einnahmen besser zu planen und Geschäftsmodelle stabil aufzubauen.
Quellen (01/2026):
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