Dein Weg als österreichischer Student in die Schweiz: Studium, Kosten & Visum

Lukas Wolff

Die Schweiz wirkt auf viele auf den ersten Blick vertraut: geografisch nah, politisch stabil, hohe Lebensqualität. Und doch ist ein Studium dort etwas anderes als in Österreich. Andere Zulassungsregeln, ein eigenes Hochschulsystem und deutlich höhere Lebenshaltungskosten sorgen dafür, dass gute Vorbereitung entscheidend ist.

Gerade für Studierende aus Österreich kann die Schweiz aber ein sehr attraktives Ziel sein. Deutschsprachige Studiengänge, international anerkannte Abschlüsse und renommierte Hochschulen machen das Land zu einer echten Alternative.

Im folgenden Guide erfährst du alles, was du für deinen Studienaufenthalt in der Schweiz wissen musst. Außerdem zeigen wir dir, wie Wise die finanzielle Abwicklung deutlich vereinfachen kann und du deine Zahlungen rund ums Studium stressfrei managst.

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Warum die Schweiz ein attraktives Studienland ist

Die Schweiz genießt international einen ausgezeichneten Ruf im Bildungsbereich. Ihre Hochschulen sind stark forschungsorientiert, gut finanziert und eng mit Wirtschaft und Wissenschaft vernetzt. Abschlüsse von Schweizer Universitäten und Fachhochschulen sind weltweit anerkannt und auch in Österreich in der Regel problemlos verwertbar.

Ein großer Vorteil für Studierende aus Österreich ist die sprachliche Nähe. Viele Studiengänge - insbesondere auf Bachelor-Ebene - werden auf Deutsch angeboten. Gleichzeitig gibt es ein breites Angebot an englischsprachigen Masterprogrammen, vor allem an universitären Hochschulen.

Hinzu kommt die politische und wirtschaftliche Stabilität des Landes. Die Schweiz investiert kontinuierlich in Bildung und Forschung, was sich in moderner Infrastruktur und vergleichsweise guten Betreuungsverhältnissen widerspiegelt.

Das Hochschulsystem in der Schweiz einfach erklärt

Das Schweizer Hochschulsystem ist klar strukturiert und unterscheidet zwischen verschiedenen Hochschultypen. Für Studieninteressierte aus Österreich ist es wichtig, diese Unterschiede zu kennen, da sie Einfluss auf Zulassung, Studieninhalte und spätere Berufsperspektiven haben.

Universitäten und Eidgenössische Technische Hochschulen (ETH)

Universitäten und die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen sind stark wissenschaftlich ausgerichtet. Sie bieten Bachelor-, Master- und Doktoratsstudien an und legen großen Wert auf Forschung. Der Zugang ist meist anspruchsvoller, insbesondere bei international stark nachgefragten Studienrichtungen.

Fachhochschulen

Fachhochschulen sind praxisorientierter. Sie arbeiten eng mit Unternehmen zusammen und bereiten gezielt auf den Berufseinstieg vor. Auch hier werden Bachelor- und Masterabschlüsse angeboten, allerdings mit stärkerem Anwendungsbezug. Für viele Studiengänge ist einschlägige Berufserfahrung eine Voraussetzung.

Welche Hochschulform besser passt, hängt stark von den eigenen Zielen ab: wissenschaftliche Vertiefung oder praxisnaher Einstieg ins Berufsleben.

Voraussetzungen für ein Studium in der Schweiz

Auch wenn Österreich und die Schweiz eng miteinander verbunden sind, gelten für ein Studium klare formale Voraussetzungen. Diese betreffen vor allem die Anerkennung der Vorbildung und - je nach Hochschultyp - zusätzliche Kriterien.

Anerkennung der Matura aus Österreich

Mit einer österreichischen Matura ist der Zugang zu einem Studium in der Schweiz grundsätzlich möglich. Ob du direkt zugelassen wirst, hängt jedoch von der Hochschule und vom gewählten Studiengang ab.

Die Anerkennung erfolgt nicht zentral, sondern liegt in der Verantwortung der jeweiligen Hochschule. Grundlage dafür sind die Richtlinien von swissuniversities, der offiziellen Dachorganisation der Schweizer Hochschulen.

In einigen Fällen kann es vorkommen, dass:

  • zusätzliche fachliche Voraussetzungen verlangt werden oder
  • bestimmte Fächerkombinationen erforderlich sind.

Deshalb solltest du die Zulassungsbedingungen immer direkt bei der gewünschten Hochschule prüfen.

Voraussetzungen für Universitäten und ETH

Für Universitäten und die Eidgenössischen Technischen Hochschulen gelten meist strengere Zulassungskriterien. Neben der anerkannten Matura können je nach Studienrichtung zusätzliche Anforderungen bestehen, etwa in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern.

Bei stark nachgefragten Studiengängen kann es außerdem zu Zulassungsbeschränkungen kommen. Diese werden von den Hochschulen selbst festgelegt. 2

Voraussetzungen für Fachhochschulen

Fachhochschulen legen den Fokus stärker auf Praxis. Neben der Matura ist hier häufig einschlägige Berufserfahrung erforderlich. Alternativ können vorbereitende Programme oder Praktika verlangt werden.

Das macht Fachhochschulen besonders interessant für alle, die bereits Berufserfahrung gesammelt haben oder ein praxisnahes Studium anstreben.1

Aufenthalt und Bewilligung für Studierende aus Österreich

Auch wenn Österreicher kein Visum für die Einreise benötigen, ist ein Studienaufenthalt in der Schweiz bewilligungspflichtig, sobald er länger dauert. Die formalen Schritte sind überschaubar, sollten aber ernst genommen werden.

Brauchst du als Österreicher eine Aufenthaltsbewilligung?

Ja. Für ein Studium in der Schweiz benötigst du eine Aufenthaltsbewilligung zum Zweck der Ausbildung. Diese ist erforderlich, auch wenn du als EU-/EFTA-Bürger visumsfrei einreisen darfst.

Die Bewilligung wird nicht vorab in Österreich beantragt, sondern nach der Einreise bei der zuständigen kantonalen Migrationsbehörde am Studienort.

Welche Unterlagen werden verlangt?

Für die Aufenthaltsbewilligung musst du in der Regel folgende Dokumente vorlegen:

  • gültiger Reisepass oder Personalausweis
  • Zulassungs- oder Immatrikulationsbestätigung der Hochschule
  • Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel
  • Nachweis über Krankenversicherung
  • Wohnsitznachweis in der Schweiz

Die genauen Anforderungen können je nach Kanton leicht variieren.3

Wie lange gilt die Bewilligung?

Die Aufenthaltsbewilligung wird in der Regel für die Dauer des Studiums ausgestellt und jährlich verlängert. Voraussetzung dafür ist, dass du weiterhin eingeschrieben bist und dein Studium ordnungsgemäß fortführst.

Die rechtliche Grundlage und die Zuständigkeit liegen beim Staatssekretariat für Migration sowie bei den kantonalen Behörden.

Kosten und Finanzierung eines Studiums in der Schweiz

Ein Studium in der Schweiz ist fachlich attraktiv, finanziell aber anspruchsvoll. Für Studierende aus Österreich sind vor allem zwei Punkte entscheidend: vergleichsweise moderate Studiengebühren, aber sehr hohe Lebenshaltungskosten.

Studiengebühren an Schweizer Hochschulen

An öffentlichen Universitäten und Fachhochschulen in der Schweiz liegen die Studiengebühren meist im vierstelligen Bereich pro Jahr, auch für Studierende aus dem Ausland. An öffentlichen Universitäten und Fachhochschulen liegen die Semestergebühren meist zwischen 400 - 2200 EUR, wobei private Hochschulen im Schnitt 6.600 EUR Kosten können. Die genaue Höhe hängt von der Hochschule und dem Studiengang ab. 4

Lebenshaltungskosten: der größte Kostenfaktor

Deutlich stärker ins Gewicht fallen die monatlichen Lebenshaltungskosten. Miete, Krankenversicherung, Lebensmittel und Transport sind in der Schweiz spürbar teurer als in Österreich. Je nach Stadt und Lebensstil musst du mit einem hohen vierstelligen Betrag pro Monat rechnen.

Im Folgenden findest du eine grobe Übersicht zu den durchschnittlichen Preisen in der Schweiz:5

KategorieWert (Schweiz)
Mahlzeit in preiswertem RestaurantCHF 25
1Kg RinderfleischCHF 35,83
FitnessstudioCHF 70,57
Kino-BesuchCHF 20
Durchschnittliche Monatsmiete 2-Zimmer-Wohnung (Zürich)CHF 1 645,98
Durchschnittliche Monatsmiete 2-Zimmer-Wohnung außerhalb des StadtkernsCHF 1 351,01

Im Durchschnitt kann ein Student in der Schweiz mit knapp CHF 1.600 - 2.100 pro Monat rechnen, je nach Stadt und Lebensstil. 6

Finanzierung durch Familie und eigene Mittel

Viele Studierende aus Österreich finanzieren ihr Studium in der Schweiz über eine Kombination aus Eigenmitteln und Unterstützung durch die Familie. Dabei entstehen oft regelmäßige grenzüberschreitende Zahlungen - etwa monatliche Überweisungen aus Österreich in die Schweiz.

Für diesen Zweck kann Wise sinnvoll sein: Mit dem Multi-Währungs-Konto lassen sich Euro halten, in Schweizer Franken wechseln und Zahlungen transparent abwickeln. Und das alles zum aktuellen Devisenmittelkurs.
Keine versteckten Gebühren. Keine versteckten Aufschläge.

Arbeiten neben dem Studium: Voraussetzungen, Umfang und Finanzorganisation

Als ausländischer Student darfst du in der Schweiz unter klar definierten Bedingungen neben dem Studium arbeiten. Voraussetzung ist eine gültige Aufenthaltsbewilligung zu Studienzwecken sowie ein ordnungsgemäß betriebenes Studium. Die Erwerbstätigkeit darf den Studienfortschritt nicht beeinträchtigen.

Für internationale Studierende gelten dabei feste zeitliche Grenzen:

  • Während des Semesters:
    Arbeit ist bis zu 15 Stunden pro Woche erlaubt.
  • Während der Semesterferien:
    Eine Beschäftigung ist bis zu 100 % möglich.

Diese Regelungen gelten landesweit; die konkrete Umsetzung und Kontrolle erfolgt über die zuständigen kantonalen Behörden.6

Mit Wise zum erfolgreichen Studium in der Schweiz

Ein Studium in der Schweiz bedeutet oft: Einnahmen und Ausgaben in Schweizer Franken, während Unterstützung oder Ersparnisse aus Österreich in Euro kommen. Genau hier kann Ordnung schnell verloren gehen - vor allem, wenn mehrere Konten, Wechselkurse und Gebühren im Spiel sind.

Wise ist ein Finanzdienstleister, der sich auf faire und transparente internationale Zahlungen spezialisiert hat. Das Ziel ist, grenzüberschreitende Finanzen einfacher und nachvollziehbarer zu machen - ohne versteckte Kosten.

Gerade für Studierende, die zwischen Österreich und der Schweiz pendeln oder regelmäßig Geld erhalten, kann das den Alltag spürbar erleichtern.

Diese Vorteile kann Wise für dein Studium in der Schweiz bieten:

  • Echter Wechselkurs:
    Wise nutzt - je nach Währungsroute - den tatsächlichen Devisenmittelkurs, ohne versteckte Aufschläge im Wechselkurs.
  • Multi-Währungs-Konto:
    Du kannst Euro, Schweizer Franken und viele weitere Währungen gleichzeitig halten und getrennt verwalten. Das hilft, den Überblick über Unterstützung aus Österreich und Ausgaben in der Schweiz zu behalten.
  • Eine Karte für den Alltag:
    Mit der Wise Debitkarte kannst du dein Guthaben nutzen, zum Beispiel für Miete, Einkäufe oder Transport, sofern verfügbar.
  • Transparente Gebührenstruktur:
    Alle Gebühren werden vorab klar angezeigt. So weißt du genau, was eine Überweisung oder ein Währungswechsel kostet.
  • Volle Kontrolle per App:
    Über die App siehst du jederzeit, wie viel Geld du in welcher Währung hast und wofür du es ausgibst - hilfreich bei knappen Budgets im Studium.
  • Finanzen über Länder hinweg organisieren:
    Wise kann dabei helfen, Zahlungen aus Österreich und Einkommen aus Nebenjobs in der Schweiz übersichtlich an einem Ort zu bündeln.

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Fazit: Studieren in der Schweiz gut vorbereitet angehen

Ein Studium in der Schweiz bietet hohe akademische Qualität, international anerkannte Abschlüsse und eine starke Nähe zu Österreich. Gleichzeitig solltest du die formalen Anforderungen, die hohen Lebenshaltungskosten und die finanziellen Abläufe realistisch einschätzen.

Wer sich frühzeitig informiert, die Voraussetzungen klärt und seine Finanzen gut organisiert, kann den Studienalltag deutlich entspannter gestalten. Gerade bei Zahlungen zwischen Österreich und der Schweiz lohnt es sich, auf transparente und nachvollziehbare Lösungen zu setzen, um den Überblick zu behalten.

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Häufige Fragen zum Studium in der Schweiz

Kann ich als Österreicher in der Schweiz studieren?
Ja. Mit einer österreichischen Matura ist ein Studium in der Schweiz grundsätzlich möglich. Die genaue Zulassung hängt von Hochschule und Studiengang ab.

Brauche ich ein Visum für die Schweiz?
Nein. Als Österreicher benötigst du kein Visum, aber eine Aufenthaltsbewilligung zu Studienzwecken, die nach der Einreise beantragt wird.

Wie hoch sind die Studiengebühren in der Schweiz?
An öffentlichen Hochschulen liegen die Studiengebühren meist im vierstelligen Bereich pro Jahr. Die Lebenshaltungskosten sind jedoch deutlich höher.

Darf ich neben dem Studium arbeiten?
Ja. Internationale Studierende dürfen bis zu 15 Stunden pro Woche während des Semesters und bis zu 100 % in den Semesterferien arbeiten, sofern die Bewilligung vorliegt.

Wie kann ich meine Finanzen zwischen Österreich und der Schweiz organisieren?
Viele Studierende nutzen internationale Lösungen, um Euro und Schweizer Franken übersichtlich zu verwalten und regelmäßige Zahlungen aus Österreich abzuwickeln.


Quellen (12/2025):

  1. Studis Online: Studieren in der Schweiz
  2. Swissuniversities: Zulassung zu den universitären Hochschulen
  3. Eidgenössisches Department für auswärtige Angelegenheiten EDA: Studieren in der Schweiz
  4. Studieren Weltweit: Studieren in der Schweiz - alles, was du wissen musst!
  5. Numbeo: Lebenserhaltungskosten Schweiz
  6. Einwandern - Schweiz: Dein Leitfaden zum Studieren in der Schweiz

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