Studieren in Neuseeland: Voraussetzungen, Kosten & Visum
Studieren in Neuseeland: Alle wichtigen Infos für Österreicher zu Studienmöglichkeiten, Student Visa, Kosten, Arbeiten & Finanzierung.
Der Traum vom Medizinstudium endet in Österreich für viele nicht am Interesse - sondern am MedAT. Jahr für Jahr übersteigt die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber die verfügbaren Studienplätze deutlich. Wer keinen Platz erhält, steht vor einer Entscheidung: warten oder neue Wege gehen. Ein Medizinstudium im Ausland ist für viele Österreicher eine realistische Alternative - mit anerkannten Abschlüssen innerhalb der EU. Dieser Artikel zeigt dir, welche Länder besonders beliebt sind, welche Kosten entstehen, wie die Anerkennung funktioniert - und worauf du bei internationalen Zahlungen achten solltest.
Neben den begrenzten Studienplätzen in Österreich gibt es weitere Gründe, warum sich angehende Medizinstudierende für ein Studium im Ausland entscheiden. Für viele steht nicht nur die Frage im Raum, ob sie einen Platz bekommen, sondern auch wann und unter welchen Bedingungen sie starten können.
Ein Medizinstudium im EU-Ausland bietet häufig mehr Planbarkeit. Aufnahmeverfahren unterscheiden sich von Land zu Land, Wartezeiten sind teilweise kürzer und der Studienbeginn lässt sich besser kalkulieren. Das ist besonders für jene attraktiv, die ihren Ausbildungsweg ohne längere Unterbrechung fortsetzen möchten.
Darüber hinaus bieten zahlreiche europäische Universitäten englischsprachige Programme an, die sich gezielt an internationale Studierende richten. Diese Studiengänge folgen den EU-Ausbildungsstandards, was eine spätere Anerkennung in Österreich grundsätzlich ermöglicht.
Nicht zuletzt spielt auch die persönliche Entwicklung eine Rolle. Ein Studium im Ausland bedeutet internationale Erfahrung, interkulturelle Kompetenz und oft frühzeitige Vernetzung im europäischen Gesundheitswesen.1
Im Folgenden haben wir einige beliebte Länder für ein ausländisches Medizinstudium zusammengestellt.
Ungarn zählt seit vielen Jahren zu den beliebtesten Zielländern für österreichische Studierende. Medizinprogramme werden dort nach EU-Standards angeboten und sind international anerkannt. Viele Universitäten verfügen über langjährige Erfahrung mit Studierenden aus dem deutschsprachigen Raum.
Die Studiengänge werden überwiegend auf Englisch angeboten, teilweise mit deutschsprachigen Elementen in den ersten Semestern. In den klinischen Phasen ist jedoch Ungarischkenntnis erforderlich.
Die Studiengebühren liegen - je nach Universität - meist ab etwa 7.500 € pro Jahr und können darüber hinausgehen. Ungarn gehört damit zu den teureren Optionen im EU-Vergleich. Für Absolventinnen und Absolventen ist in Österreich in der Regel ein Anerkennungs- bzw. Nostrifikationsverfahren erforderlich, das von den zuständigen Stellen geprüft wird. Die rechtliche Grundlage dafür bildet das EU-Recht zur gegenseitigen Anerkennung.1 2
Rumänien ist ein etabliertes Ziel für ein Medizinstudium im EU-Ausland. Mehrere staatliche Universitäten bieten sechsjährige Humanmedizinprogramme mit internationaler Ausrichtung an. Bekannte Fakultäten sind etwa:
Viele Programme werden auf Englisch angeboten. Die Studiengebühren liegen häufig im Bereich von 5.000 bis 10.000 € pro Jahr und sind damit moderater als in manchen anderen EU-Ländern. Auch die Lebenshaltungskosten gelten im Vergleich zu westeuropäischen Staaten oft als günstiger. Abgesehen von den Studiengebühren sind auch Lebenshaltungskosten - Miete, Verpflegung, Transport - ein relevanter Kostenfaktor während des Studiums. Rumänien gilt hier im europäischen Vergleich oft als preiswerter als viele westeuropäische Länder (z. B. niedrigere Wohnkosten), was die Gesamtkosten reduziert. 4
Tschechien ist aufgrund der geografischen Nähe und der strukturierten Programme besonders attraktiv für österreichische Studierende. Universitäten in Prag, Brünn oder Olmütz bieten englischsprachige Studiengänge mit international anerkannten Abschlüssen an.
Die Studiengebühren bewegen sich meist zwischen 10.000 und 13.000 € pro Jahr. Lebenshaltungskosten sind - insbesondere außerhalb Prags - moderat im Vergleich zu vielen westeuropäischen Hauptstädten. 5
Polen bietet zahlreiche medizinische Fakultäten mit englischsprachigen Studiengängen. Das Studium dauert in der Regel sechs Jahre und entspricht den EU-Vorgaben.
Mehrere renommierte Fakultäten bieten Medizinprogramme an, darunter:
… und weitere öffentliche Hochschulen mit internationalen Studienplätzen. 7 8
Die Studiengebühren liegen häufig zwischen 10.000 und 15.000 € pro Jahr. Die Lebenshaltungskosten gelten in vielen Städten als vergleichsweise moderat, insbesondere außerhalb von Warschau oder Krakau. Hinzu kommen Lebenshaltungskosten, z. B. für Miete, Verpflegung und Transport. In Städten wie Posen liegen diese häufig bei etwa 350-450 € pro Monat, was im europäischen Vergleich moderat ist. 9
Ein Medizinstudium, das du im EU-Ausland absolvierst, kann grundsätzlich auch in Österreich anerkannt werden.1 Dabei unterscheidet man zwei zentrale Schritte:
Beide Schritte sind verpflichtend, wenn du nach dem Auslandstudium als Ärztin oder Arzt in Österreich tätig sein möchtest.
Auch wenn du an einer Universität im europäischen Ausland studiert hast, musst du deinen Studienabschluss in Österreich anerkennen lassen. Diese formale Anerkennung des ausländischen Medizindiploms nennt man Nostrifizierung.
Laut der Medizinischen Universität Wien ist die Nostrifizierung notwendig, um den ausländischen Abschluss „mit dem österreichischen Studienabschluss in der Humanmedizin gleichzuhalten“. Diese Gleichstellung ist Voraussetzung, um eine Berufsausübungsbewilligung als Ärztin bzw. Arzt zu beantragen.10
Die Nostrifizierung prüft unter anderem:
Nur nach erfolgreicher Nostrifizierung kann der nächste Schritt der beruflichen Anerkennung eingeleitet werden.
Hast du deinen Abschluss nostrifiziert, musst du anschließend eine Berufsausübungsbewilligung in Österreich beantragen, um als Ärztin bzw. Arzt arbeiten zu dürfen.
Die Österreichische Ärztekammer erläutert, dass dazu eine Qualifikationsanerkennung erforderlich ist. Diese bestätigen Fachbehörden, nachdem geprüft wurde, dass deine Ausbildung den Standards für ärztliche Tätigkeit entspricht. 11
Für die Anerkennung und Bewilligung sind unter anderem folgende Punkte relevant:
Ein Medizinstudium im Ausland bringt für viele Österreicherinnen und Österreicher nicht nur organisatorische, sondern vor allem finanzielle Herausforderungen mit sich. Ein zentrales Problem: Einnahmen und Förderungen laufen meist in Euro, während Studiengebühren, Miete oder Lebenshaltungskosten oft in der jeweiligen Landeswährung bezahlt werden müssen.
Wo die finanziellen Herausforderungen entstehen - und wie sie sich im Alltag zeigen:
Klassische Banküberweisungen ins Ausland sind oft mit:
Gerade bei regelmäßigen Zahlungen über mehrere Jahre - etwa jedes Semester Studiengebühren oder monatliche Mietzahlungen - können diese Unterschiede spürbare Mehrkosten verursachen. Für Studierende und Familien wird es dadurch schwieriger, langfristig zu planen und Budgets verlässlich einzuhalten.
Genau an dieser Stelle setzt Wise an. Wise ermöglicht es, Geld in mehreren Währungen zu halten und Überweisungen zum Devisenmittelkurs transparent abzuwickeln. Für Studierende kann das helfen, regelmäßige Zahlungen - etwa Studiengebühren oder Miete - besser planbar zu machen.
Für Studierende bedeutet das konkret:
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Ein Medizinstudium im Ausland ist für viele Österreicher eine realistische Alternative zum begrenzten Studienangebot im Inland. EU-Länder wie Ungarn, Rumänien, Tschechien oder Polen bieten anerkannte Programme mit unterschiedlichen Kostenstrukturen.
Neben der Wahl des Studienlands sind Anerkennung und finanzielle Planung entscheidend. Wer Studiengebühren, Lebenshaltungskosten und internationale Zahlungen frühzeitig strukturiert organisiert, schafft eine stabile Grundlage für ein erfolgreiches Studium.
Grundsätzlich ja. Abschlüsse aus EU-Mitgliedstaaten können anerkannt werden, sofern die formalen Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu zählen die Nostrifizierung des Diploms und die anschließende berufliche Zulassung in Österreich.
Je nach Land und Universität liegen die Gebühren meist zwischen etwa 5.000 € und 15.000 € pro Jahr. Hinzu kommen Lebenshaltungskosten, Versicherungen und weitere laufende Ausgaben.
Ja. In vielen EU-Ländern gibt es eigene Auswahlverfahren oder andere Zulassungsmodelle. Der österreichische MedAT ist dort in der Regel nicht Voraussetzung.
In den meisten EU-Ländern dauert das Humanmedizinstudium sechs Jahre, vergleichbar mit der Studiendauer in Österreich.
Studiengebühren und Lebenshaltungskosten werden oft in der jeweiligen Landeswährung bezahlt, während finanzielle Mittel aus Österreich in Euro stammen. Dadurch entstehen Wechselkurseffekte und mögliche Zusatzkosten bei internationalen Überweisungen.
Quellen (01/2026):
9: DeinMedizinstudium: Medizinstudium Posen: University of Medical Sciences in Polen
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