So exportieren Sie Waren aus Deutschland: Tipps und Anforderungen.
Exportieren Sie Ihre Produkte erfolgreich ins Ausland! Vermeiden Sie Probleme beim Zoll. Lesen Sie jetzt unsere Tipps zu Dokumenten und Anforderungen.
Indien stellt für eine Vielzahl deutscher Firmen bereits seit geraumer Zeit einen bedeutenden Standort für den Einkauf von Waren dar. Es gibt eine große Auswahl an Produkten und Lieferanten, zum Beispiel von Kleidung und Lederwaren bis hin zu Maschinenbauteilen und IT-Ausrüstung. Gerade diese Vielfalt macht den Markt so interessant.
💡 Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis:
Der Einkaufspreis allein entscheidet nicht über den Erfolg eines Imports. Erst das Zusammenspiel aus Zoll, Transport, Dokumenten und Zahlungsabwicklung bestimmt, was am Ende wirklich übrig bleibt.
Dieser Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihren Import aus Indien richtig vorbereiten, welche Punkte Sie im Blick behalten sollten - und wo sich in der Praxis unnötige Kosten vermeiden lassen.
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Indien überzeugt vor allem durch seine Flexibilität. Sie finden dort sowohl kleine, spezialisierte Hersteller als auch große Exportbetriebe, die höhere Volumina zuverlässig liefern können. Für viele Unternehmen bedeutet das: Sie können mit kleinen Testmengen starten und bei Bedarf unkompliziert skalieren.
Gleichzeitig sollten Sie die Rahmenbedingungen kennen. Indien ist kein EU-Mitglied, daher gelten bei der Einfuhr nach Deutschland die üblichen Regeln für Drittstaaten.
Für eine saubere Kalkulation ist es deshalb wichtig, nicht nur den Einkaufspreis zu betrachten, sondern auch Zolltarifnummer, mögliche Abgaben, Transport- und Versicherungskosten sowie steuerliche Aspekte.
Bevor Ihre erste Ware Indien verlässt, sollten drei Grundlagen stehen: EORI-Nummer, Zolltarifnummer und mögliche Zollvorteile (Präferenzen).
Wer diese Punkte zu spät klärt, riskiert Verzögerungen genau dort, wo es teuer wird - bei der Zollabfertigung.2/3
Für gewerbliche Zollvorgänge brauchen Unternehmen eine EORI-Nummer. Sie wird in Deutschland über die Zollverwaltung beantragt, ist kostenfrei und sollte rechtzeitig vor dem ersten Import vorliegen. Der Zoll weist darauf hin, dass die Erteilung in der Regel mehrere Wochen dauern kann.
💡 Tipp:
Kümmern Sie sich frühzeitig darum - idealerweise noch bevor Sie Ihre erste Bestellung auslösen.
Die korrekte Einordnung Ihrer Ware ist entscheidend für den gesamten Importprozess - von ihr hängen u. a. Höhe der Zölle, mögliche Einfuhrbeschränkungen sowie Genehmigungs- oder Kennzeichnungspflichten ab.
Für die Recherche können Sie z. B. den EZT-online oder die TARIC-Datenbank nutzen.
❗ Wichtig:
Verlassen Sie sich nicht blind auf die Angaben Ihres Lieferanten. Die Verantwortung für die korrekte Tarifeinstufung liegt immer beim Importeur.
Beim Import aus Indien sind Zollvorteile nur möglich, wenn die Ware die Ursprungsregeln erfüllt und für die entsprechende Warengruppe noch Präferenzen vorgesehen sind. Seit 1. Januar 2026 sind im EU‑APS für Indien u. a. Textilien, chemische Erzeugnisse, Kunststoffe, Maschinen, elektrische Geräte und Fahrzeuge von Präferenzen ausgeschlossen.5/6
💡 Der Präferenznachweis erfolgt über eine Erklärung zum Ursprung:
Registrierte Ausführer nutzen dafür das REX‑System (Registered Exporter), nicht registrierte Ausführer können Ursprungserklärungen im Regelfall nur bis zu 6.000 EUR je Sendung ausstellen.
💡 Tipp:
Klären Sie das Thema Präferenzen vor der Bestellung mit Ihrem Lieferanten oder Ihrem Zollberater. Ob ein Zollvorteil tatsächlich greift, hängt immer von der konkreten Warennummer, den Ursprungsregeln und der betroffenen Warensektion ab.
💡 Ist die Vorbereitung abgeschlossen, geht es um die praktische Umsetzung:
➡️ Transport, Dokumente und eine saubere Abwicklung.
Hier entscheidet sich, ob Ihre Ware reibungslos ankommt - oder im Zweifel im Hafen stehen bleibt.
Die Wahl des Transportwegs ist ein Kompromiss aus Budget und Zeitplan.
💡 Hier ein Vergleich der gängigsten Optionen:
| Transportart | Transitzeit | Ideal für |
|---|---|---|
| Seefracht | ca. 30-40 Tage | Große oder schwere Sendungen |
| Luftfracht | ca. 3-7 Tage | Eilige oder hochwertige Waren |
| Kurier/Express | ca. 3-10 Tage | Muster, Dokumente oder kleinere Sendungen |
In der Praxis wählen viele Unternehmen eine Kombination - z. B. Muster per Express, Hauptlieferung per See.
Bei Luft- und Expressversand zählt nicht nur das tatsächliche Gewicht, sondern auch der Platz, den Ihre Ware einnimmt.
💡 Berechnung (in cm):
➡️ (Länge × Breite × Höhe) / 5000
Gerade bei leichten, aber sperrigen Produkten kann das die Versandkosten deutlich erhöhen.
Für eine reibungslose Abfertigung müssen die Unterlagen vollständig und widerspruchsfrei sein.
➡️ Handelsrechnung (englisch, mit genauer Warenbeschreibung und Incoterms)
➡️ Packliste (inkl. Gewichte und Abmessungen)
➡️ Frachtpapier (Bill of Lading oder Air Waybill)
➡️ Ggf. Ursprungsnachweis / Präferenzdokumente
➡️ Je nach Ware zusätzliche Genehmigungen oder Zertifikate
❗ Wichtig:
Alle Angaben müssen übereinstimmen (z. B. Warenbeschreibung und Zolltarifnummer). Fehler führen schnell zu Verzögerungen und Zusatzkosten.
Die Ausfuhr aus Indien läuft über das System ICEGATE. Ihr Lieferant muss dort korrekt registriert sein, damit Export und Versand sauber abgewickelt werden können.
Bei Problemen mit der Ausfuhr lohnt sich ein Blick darauf, ob alle ICEGATE‑Daten Ihres Lieferanten aktuell sind.
Ein günstiger Einkaufspreis sagt wenig über die tatsächlichen Importkosten aus. Entscheidend ist der Gesamtpreis bis zur Verzollung in Deutschland.
Ausgangspunkt ist der sogenannte Zollwert - also der Warenwert inklusive Transport- und Versicherungskosten bis zur EU-Grenze (CIF). Auf dieser Basis werden zunächst die Zölle berechnet.
In Deutschland entspricht die Einfuhrumsatzsteuer in der Regel dem allgemeinen Umsatzsteuersatz von 19 %; für bestimmte Waren gilt der ermäßigte Steuersatz von 7 %.
Sie wird nicht nur auf den Warenwert berechnet, sondern auf den Zollwert - zuzüglich möglicher Zölle und weiterer Kosten bis zum ersten Bestimmungsort in der EU.
❗ Wichtig:
Sind Sie vorsteuerabzugsberechtigt, können Sie die Einfuhrumsatzsteuer als Vorsteuer geltend machen. Sie ist damit kein endgültiger Kostenfaktor, sondern beeinflusst vor allem Ihre Liquidität.
💡 Wenn Sie Ihren tatsächlichen Stückpreis kennen möchten, sollten Sie immer die gesamte Kette berücksichtigen:
➡️ Einkaufspreis
➡️ Transport & Versicherung
➡️ Zoll
➡️ Einfuhrumsatzsteuer
➡️ Sonstige Nebenkosten
Erst diese Gesamtsicht zeigt, ob sich ein Import wirklich lohnt.
Hier verlieren viele Unternehmen oft unbemerkt Geld. Wer klassisch per Bank überweist (SWIFT), zahlt meistens mehrfach drauf: hohe Grundgebühren, schlechte Wechselkurse (1-3 % Aufschlag) und zusätzliche Abzüge durch Zwischenbanken.
Mit Wise umgehen Sie dieses alte System. Statt internationaler Kettenüberweisungen nutzt Wise lokale Wege - das macht die Zahlung für Sie günstiger und für Ihren Lieferanten deutlich schneller.
Sie können INR an jedes normale Bankkonto in Indien (inkl. NRE/NRO) oder direkt an eine UPI-ID senden.
➡️ 1. Betrag festlegen:
Sie sehen sofort den Wechselkurs und die Gebühr. Keine Überraschungen.
➡️ 2. Daten eingeben:
Sie benötigen den Namen, die Kontonummer (5-20 Stellen) und den 11-stelligen IFSC-Code. Alternativ geht es auch per UPI-ID.
➡️ 3. Tracking & Bestätigen:
Jede Zahlung erhält eine UTR-Nummer (Unique Transaction Reference). Mit dieser Nummer kann Ihr Lieferant den Geldeingang direkt bei seiner Bank prüfen.
❗ Wichtig für Ihren Lieferanten:
Für geschäftliche Zahlungen nach Indien kann ein Nachweis über den Deviseneingang erforderlich sein, etwa in Form eines FIRA oder FIRC. Wise stellt für geschäftliche INR-Überweisungen auf Wunsch eine NOC) (No Objection Certificate) bereit. Diese kann Ihrem Empfänger helfen, den erforderlichen Nachweis über die jeweilige Partnerbank zu erhalten.
Die meisten Zahlungen (95 %) kommen innerhalb von 24 Stunden an, oft sogar in wenigen Minuten oder Stunden.
| Zahlungsart | Limit pro Überweisung / Tag |
|---|---|
| Privat | Bis zu 100 Mio. INR |
| Geschäftlich | Bis zu 1,5 Mio. INR pro Werktag |
| UPI | Meist bis 200.000 INR |
Ein Konto, über 40 Währungen und keine monatlichen Abo-Gebühren. Wise Business ist darauf ausgelegt, die Komplexität internationaler Lieferketten zu reduzieren und Kosten transparent zu halten.
| Service | Gebühr / Kondition |
|---|---|
| Registrierung | Einmalig 45 EUR |
| Geld umtauschen | Ab 0,47 % (variiert je nach Währung) |
| Kontonummern erhalten | Einmalig 45 EUR (für Bankverbindungen in 24 Währungen wie EUR, USD, GBP, etc.) |
| Business-Debitkarte | Erste Karte - 0 EUR Liefergebühr (keine Jahresgebühr) |
| Cashback | 0,5 % auf berechtigte Kartenausgaben |
Das Wise Business-Konto bietet spezialisierte Werkzeuge, die weit über ein einfaches Bankkonto hinausgehen:
💡 Lokale Bankverbindungen:
Erhalten Sie eigene Kontodaten für über 9 Währungen (u. a. USD, EUR, GBP). Damit können Sie Zahlungen von Partnern weltweit empfangen, als hätten Sie ein Konto vor Ort.
💡 Sammelzahlungen (Batch Payments):
Müssen Sie mehrere Lieferanten oder Logistiker gleichzeitig bezahlen? Senden Sie bis zu 1.000 Zahlungen mit nur einem Klick - ein enormer Zeitgewinn im operativen Geschäft.
💡 Teamverwaltung & Rollen:
Geben Sie Ihrem Einkauf oder Ihrer Buchhaltung kontrollierten Zugriff. Sie können Berechtigungsstufen festlegen und individuelle Ausgabenlimits für Team-Karten definieren.
💡 Nahtlose Buchhaltung:
Verbinden Sie Wise direkt mit Software wie QuickBooks, Xero oder Oracle NetSuite. Alle Transaktionen werden automatisch synchronisiert, was den Monatsabschluss massiv erleichtert.
💡 Automatisierung per API:
Für wachsende Unternehmen bietet Wise eine offene API-Schnittstelle, um Zahlungsabläufe direkt in Ihre eigenen Business-Tools zu integrieren.
Mit der Zinsfunktion von Wise können Sie auf Ihr Guthaben in EUR, GBP und USD einen variablen Zinssatz erhalten. So arbeitet Ihr Kapital auch dann, wenn es gerade nicht für die nächste Warenbestellung investiert ist.
Die Registrierung bei Wise ist einfach und unkompliziert. So funktioniert’s:
💡 Website oder App öffnen:
Egal ob am Laptop oder per Handy - starten Sie über Wise.com oder direkt in der Wise App.
💡 Kontoart wählen:
Privat oder geschäftlich - entscheiden Sie direkt oder später. Viele nutzen beides, sauber getrennt.
💡 Registrieren:
Mit E-Mail und Passwort oder via Google, Apple oder Facebook. Ganz nach Geschmack.
💡 Verifizieren:
Laden Sie ein gültiges Ausweisdokument hoch. Bei Business-Konten zusätzlich Infos zur Firma.
💡 Adresse bestätigen:
Per Stromrechnung, Steuerbescheid oder Kontoauszug - Hauptsache: klar lesbar und aktuell.
💡 (Optional) Wise Karte bestellen:
Direkt in der Wise App - physisch oder digital. Perfekt für Reisen, Online-Shopping oder spontane Fremwährungsausgaben.
Bevor es losgeht, haken Sie diese Punkte kurz ab.
💡 So läuft alles ohne unnötige Stopps beim Zoll oder der Bank:
➡️ EORI-Nummer ist beantragt und aktiv.
➡️ HS-Code wurde selbst geprüft (Zollsatz bekannt).
➡️ REX-Nummer des Lieferanten liegt vor (für Zollvorteile).
➡️ Lieferantendokumente (Rechnung, Packliste) vorab gecheckt.
➡️ Transportweg steht fest (See, Luft oder Kurier).
➡️ Zollwert & Nebenkosten sind kalkuliert (CIF-Basis).
➡️ Wise-Businesskonto ist für die INR-Zahlung bereit.
➡️ Empfängerdaten (Name, Konto, IFSC-Code) liegen vollständig vor.
Je früher diese Punkte geklärt sind, desto entspannter läuft der gesamte Importprozess ab - vom ersten Angebot bis zum Wareneingang.
Ein Import aus Indien ist kein Hexenwerk - aber er wird nur dann wirtschaftlich sauber, wenn Beschaffung, Zoll, Dokumente, Logistik und Zahlung zusammen gedacht werden. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem günstigen Einkauf auf dem Papier und einem wirklich rentablen Import.
Wer seine Tarifierung sauber vorbereitet, Dokumente früh prüft und die Zahlungsabwicklung nicht dem Zufall überlässt, verschafft sich zwei Vorteile: mehr Planungssicherheit und mehr Kontrolle über die Marge. Und genau das ist am Ende oft entscheidender als der letzte verhandelte Cent auf der Einkaufsseite.
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Für einen typischen Import aus Indien nach Deutschland brauchen Sie in der Regel eine aktive EORI‑Nummer, die korrekte Zolltarifnummer (HS‑Code) sowie eine saubere Kalkulation von Zoll, Transportkosten und Einfuhrumsatzsteuer.
Zu den wichtigsten Unterlagen gehören Handelsrechnung, Packliste und Frachtpapiere; je nach Ware kommen Ursprungs‑ bzw. Präferenznachweise und weitere Genehmigungen oder Zertifikate hinzu.
Die Berechnung basiert meist auf dem Zollwert, also Warenwert plus Transport- und Versicherungskosten bis zur EU‑Grenze; darauf kommen zunächst die Zölle und anschließend die Einfuhrumsatzsteuer.
Seefracht ist oft am günstigsten für größere oder schwere Sendungen, Luftfracht ist deutlich schneller und Express eignet sich vor allem für Muster, Dokumente und kleine Lieferungen.
Mit Anbietern wie Wise sehen Sie Wechselkurs und Gebühren vorab und können INR direkt auf ein indisches Bankkonto oder - je nach Fall - per UPI senden.
Das hängt vom Zahlungsweg und der jeweiligen Überweisung ab; Wise zeigt Ihnen vorab eine Schätzung an, und das Geld kann je nach Konstellation innerhalb von Stunden oder bis zum nächsten Werktag ankommen.
*Bitte siehe dir unsere Nutzungsbedingungen und die Produktverfügbarkeit für deine Region an oder besuche die Wise-Gebührenseite für die aktuellsten Informationen zu Preisen und Gebühren.
Die in dieser Publikation enthaltenen Informationen stellen keine rechtlichen, steuerlichen oder sonstigen professionellen Beratungsfunktionen seitens Wise Payments Limited oder mit Wise verbundenen Unternehmen dar. Die Publikation ist nicht als Ersatz für die Einholung einer Steuerberatung durch einen Wirtschaftsprüfer oder Steueranwalt gedacht.
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