Ein Konto in der Schweiz eröffnen: Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Dominik Sobaniec

Die Schweiz gilt als Bankenland schlechthin – doch wie leicht ist es für Deutsche, hier ein Konto zu eröffnen? Ganz gleich, ob Sie regelmäßig überweisen, als GrenzgängerIn Ihr Gehalt erhalten oder Kapital sicher anlegen möchten:

Ein Schweizer Konto eröffnet Ihnen neue Möglichkeiten.

Allerdings gibt es einige Formalitäten, die Sie beachten sollten. Wir zeigen Ihnen, welche Schritte nötig sind, um Ihr Konto in der Schweiz erfolgreich zu eröffnen – und wie Sie mit internationalen Alternativen bares Geld sparen können.

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Warum ein Konto in der Schweiz eröffnen?

Sie fragen sich nun vielleicht, warum ein Schweizer Konto für Sie interessant sein könnte. Die Motivation dahinter ist für die meisten Deutschen sehr individuell, Vorteile gibt es aber viele.

💡 Die häufigsten Beweggründe sind tatsächlich sehr praktischer Natur:

➡️ Viele Deutsche arbeiten in der Schweiz und benötigen schlichtweg ein lokales Konto für ihr Gehalt.

➡️ Andere bezahlen bei Besuchen in der Schweiz regelmäßig in CHF und möchten die Wechselkursgebühren ihrer deutschen Bank sparen.

➡️ Die politische und wirtschaftliche Stabilität der Schweiz spielt natürlich auch eine Rolle – der Schweizer Franken gilt traditionell als sichere Währung in unsicheren Zeiten.

➡️ Und dann gibt es noch diejenigen, die ihre Vermögenswerte international diversifizieren möchten, was durchaus eine vernünftige Strategie sein kann.

➡️ Nicht zuletzt profitieren Sie von der sprichwörtlichen Schweizer Bankentradition und dem hohen Serviceniveau, das viele Schweizer Banken bieten.

Voraussetzungen für die Kontoeröffnung

💡 Nun zur entscheidenden Frage:

Können Deutsche überhaupt legal ein Konto in der Schweiz eröffnen? Ja, die Schweiz ist gegenüber ausländischen StaatsbürgerInnen sehr aufgeschlossen – im Gegensatz zu vielen anderen Ländern. Es ist vollkommen legal und problemlos möglich, ein lokales Bankkonto zu eröffnen.

Noch einfacher wird es, wenn Sie einen Wohnsitz in der Schweiz haben. Aber auch für Personen mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich und Frankreich bereitet die Kontoeröffnung in der Schweiz in der Regel keine Probleme.

💡 Der Wohnsitz im Ausland hat allerdings auch einen wesentlichen Nachteil:

Hier müssen Sie sich auf deutlich höhere Gebühren und einen etwas komplizierteren Prozess einstellen. Viele Banken verlangen hohe Aufschläge für Kunden mit Wohnsitz im Ausland – das kann schnell ins Geld gehen. Halten Sie bei Ihrer Recherche daher unbedingt Ausschau nach dem Vermerk Domizil im Ausland.

💡 Was die erforderlichen Dokumente angeht, so gibt es zwar kleine Unterschiede zwischen den einzelnen Banken, aber einige Unterlagen benötigen Sie überall:

➡️ Gültiger Reisepass als Identitätsnachweis – der Personalausweis reicht hier meist nicht aus.

➡️ Ggf. Nachweis über Ihren Aufenthaltsstatus.

➡️ Wohnsitznachweis, etwa eine aktuelle Nebenkostenabrechnung oder ein offizielles Schreiben einer Behörde.

Wie viel kostet ein Konto in der Schweiz?

Schweizer Bankkonten sind im Vergleich zu deutschen Banken leider nicht gerade günstig, besonders wenn Sie Ihren Wohnsitz außerhalb der Schweiz haben.

💡 Die Gebührenstruktur kann ziemlich komplex sein:

Viele Schweizer Banken verlangen für alle Dienstleistungen separate Gebühren – es sei denn, Sie entscheiden sich für ein Bankpaket (dazu später mehr).

➡️ Schauen wir uns mal die Preise bei den beliebtesten Banken in der Schweiz an:

BankPostfinance¹ UBS² ZKB³ Wise
Kontoeröffnung KostenlosKostenlosKostenlosKostenlos
Monatliche Gebühren Ab 5 CHF (kostenlos ab 25.000 CHF Einlage) + 25 CHF für Domizil im AuslandAb 5 CHF + 40 CHF für Domizil im AuslandAb 0 CHF + 90 CHF pro Quartal für Domizil im Ausland0 CHF
Debitkarte Kostenlos50 CHF/JahrAb 0 CHFEinmalig 7 EUR
Bargeldabhebungen (Fremdautomaten) 2 CHF im Inland, 5 CHF im Ausland (Paket Smart), kostenlos bei SmartPlus2 CHF im Inland, 4,75 CHF + 0,25% im Ausland2 CHF im Inland, 5 CHF im AuslandBis 200 CHF monatlich kostenlos (max. 2 Abhebungen)
Kartenzahlung im Ausland 1,5% des BetragsKostenlos1,25% des Betrags (max. 1,50 CHF)Kostenlos bei vorhandenem Guthaben in der jeweiligen Währung

Wie Sie sehen, summieren sich die Kosten schnell. Bei den traditionellen Schweizer Banken zahlen Sie als AuslandskundIn schnell mal bis zu 360 CHF im Jahr – nur für die Kontoführung! Da lohnt es sich definitiv, nach Alternativen Ausschau zu halten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Kontoeröffnung

Der Prozess der Kontoeröffnung läuft bei den meisten Schweizer Banken ähnlich ab, auch wenn es im Detail Unterschiede gibt. Grundsätzlich haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie reisen persönlich in die Schweiz und eröffnen das Konto vor Ort in einer Filiale, oder Sie versuchen es online – wobei letzteres nicht bei allen Banken möglich ist.

💡 So können Sie ein Konto in der Schweiz eröffnen:

➡️ 1. Entscheiden Sie zuerst, welchen Kontotyp Sie brauchen (Privatkonto, Sparkonto, Paket für Grenzgänger etc.). Prüfen Sie, ob die Bank KundInnen mit deutschem Wohnsitz annimmt – normalerweise ist das in der Schweiz aber kein Problem.

➡️ 2. Stellen Sie die nötigen Unterlagen zusammen: Gültiger Reisepass, Wohnsitznachweis, Nachweise zur beruflichen Situation usw. Die Website der Bank Ihrer Wahl bietet hier Aufschluss.

➡️ 3. Starten Sie den Antrag – entweder online oder vor Ort. Manche Banken verlangen eine kleine Erst-Einzahlung oder einen Mindestbetrag.

➡️ 4. Verifizieren Sie Ihre Identität. Nach erfolgreicher Prüfung erhalten Sie Zugangsdaten, Karten und weitere Unterlagen per Post.

➡️ 5. Aktivieren Sie anschließend das E-Banking und Ihre Karte – dann sind Sie auch schon startklar.

Unterschiede zwischen verschiedenen Kontotypen

💡 Genau wie in Deutschland gibt es in der Schweiz verschiedene Arten von Bankkonten:

Privatkonto (Kontokorrentkonto)

Das klassische Privatkonto – in der Schweiz auch Kontokorrentkonto genannt – ist die Basis für Ihren täglichen Zahlungsverkehr. Hier geht Ihr Gehalt ein, von hier überweisen Sie Rechnungen oder Daueraufträge.

💡 Je nach Bank gibt es unterschiedliche Modelle:

Vom schlichten Basiskonto mit wenigen Extras bis hin zum Premium-Konto mit inkludierter Kreditkarte, Reiseversicherungen oder weiteren Zusatzleistungen. Für GrenzgängerInnen ist das Privatkonto die erste Wahl, da es unkomplizierten Zugang zu den Schweizer Zahlungsstandards wie IBAN und QR-Rechnung bietet.

Sparkonto

Wenn Sie Rücklagen in CHF aufbauen möchten, ist das Sparkonto eine gute Ergänzung zum Privatkonto. Es bietet in der Regel etwas bessere Zinsen, dafür sind keine Zahlungsfunktionen inkludiert. Sparkonten eignen sich also vor allem für mittelfristiges Sparen oder größere Anschaffungen, nicht für den täglichen Zahlungsverkehr.

Kontopakete

Die meisten Schweizer Banken bieten auch Kontopakete an. Diese bündeln verschiedene Leistungen wie ein Privatkonto, eine Debitkarte, ein Sparkonto und auf Wunsch auch eine Kreditkarte. Je nach Paket unterscheiden sich die monatlichen Grundgebühren und die enthaltenen Leistungen erheblich. Für Vielnutzer kann sich ein Paket mit umfassenden Extras lohnen, während Wenignutzer mit einem Basispaket günstiger fahren.

Besondere Regelungen für Auslandskunden

Generell sollten Sie nicht vergessen, dass bei all diesen Konten die Extrakosten für das Domizil im Ausland anfallen – und genau die machen das Schweizer Bankkonto für Deutsche so teuer.

Als KundIn mit Wohnsitz im Ausland gelten auch bei anderen Services strengere Regeln. So begrenzt die PostFinance etwa Bargeldbezüge für Auslandskunden auf 50.000 EUR pro Jahr.¹ Auf den ersten Blick wirkt das großzügig, doch bei größeren Anschaffungen – etwa einem Autokauf von Privat – kann diese Grenze schnell zum Stolperstein werden. Deshalb lohnt es sich, die Konditionen genau zu prüfen, bevor Sie Ihr Konto eröffnen.

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Wie Wise bei internationalen Überweisungen unterstützt

Wenn Sie keinen Wohnsitz in der Schweiz haben, lohnt es sich, über eine clevere Alternative zu den klassischen Schweizer Bankkonten nachzudenken:

Das Wise Multi-Währungs-Konto.

Dieses internationale Konto umgeht viele der typischen Nachteile traditioneller Banken und bietet Ihnen maximale Flexibilität beim Umgang mit Euro, Schweizer Franken und vielen weiteren Währungen.

💡 Die wichtigsten Vorteile von Wise im Überblick:

➡️ Multi-Währungs-Konto:

Halten und verwalten Sie über 40 Währungen – darunter natürlich EUR und CHF – und wechseln Sie in Sekunden zum garantierten Devisenmittelkurs.

➡️ Lokale Bankverbindungen:

Erhalten Sie Kontodaten in 9 Währungen (inklusive EUR, GBP und USD), ideal zum Empfangen internationaler Zahlungen.

➡️ Volle Kostentransparenz:

Keine versteckten Kosten, keine Kontoführungsgebühren.

➡️ Wise Debitkarte:

Weltweit gebührenfrei bezahlen, solange Guthaben in der jeweiligen Währung vorhanden ist; zusätzlich bis zu 200 EUR Bargeldabhebung pro Monat kostenlos (in max. 2 Abhebungen).

➡️ Einfache Kontoeröffnung:

Alles läuft digital, die Identitätsprüfung erfolgt online – Ihr Konto ist in wenigen Stunden startklar, ganz ohne Papierkram oder Filialbesuche.

So registrieren Sie sich bei Wise

Die Registrierung bei Wise ist einfach und unkompliziert. So funktioniert’s:

Schritt für Schritt zum Wise Konto

💡 Website oder App öffnen:

Egal ob am Laptop oder per Handy - starten Sie über Wise.com oder direkt in der Wise App.

💡 Kontoart wählen:

Privat oder geschäftlich - entscheiden Sie direkt oder später. Viele nutzen beides, sauber getrennt.

💡 Registrieren:

Mit E-Mail und Passwort oder via Google, Apple oder Facebook. Ganz nach Geschmack.

💡 Verifizieren:

Laden Sie ein gültiges Ausweisdokument hoch. Bei Business-Konten zusätzlich Infos zur Firma.

💡 Adresse bestätigen:

Per Stromrechnung, Steuerbescheid oder Kontoauszug - Hauptsache: klar lesbar und aktuell.

💡 (Optional) Wise Karte bestellen:

Direkt in der Wise App - physisch oder digital. Perfekt für Reisen, Online-Shopping oder spontane Fremwährungsausgaben.

💡 Unser Tipp:

Legen Sie gleich ein paar Währungen an, testen Sie die Wise App, empfangen Sie erste Zahlungen. Ein Konto, das weltweit denkt, eröffnet auch neue Wege.

Effiziente Verwaltung Ihres Schweizer Kontos mit Wise**

Ein Schweizer Bankkonto kann durchaus sinnvoll sein, besonders wenn Sie regelmäßig in der Schweiz sind oder dort arbeiten. Die traditionellen Schweizer Banken punkten zwar mit Stabilität und Service, verlangen dafür aber auch hohe Gebühren – insbesondere von KundInnen mit Wohnsitz im Ausland.

Wenn Sie diese Kosten nicht in Kauf nehmen wollen, könnte Wise die perfekte Alternative sein – denn Wise hat viele Vorteile eines Schweizer Kontos, dafür aber ohne Kontoführungsgebühren. Überlegen Sie sich gut, was Sie wirklich brauchen, und wählen Sie die Lösung, die am besten zu Ihrer persönlichen Situation passt.

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Häufig gestellte Fragen

Kann man in der Schweiz als Deutscher ein Konto eröffnen?

Ja, deutsche StaatsbürgerInnen können problemlos und vollkommen legal ein Konto in der Schweiz eröffnen. Die meisten Schweizer Banken akzeptieren deutsche Kunden, wobei es meistens Zusatzgebühren für den Wohnsitz im Ausland gibt – so kosten Sie einige Konten bis zu 360 CHF im Jahr.

Ist es sinnvoll, ein Bankkonto in der Schweiz zu eröffnen?

Das hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Wenn Sie regelmäßig in der Schweiz arbeiten, Einkäufe in CHF bezahlen oder Ihr Vermögen diversifizieren möchten, kann es durchaus sinnvoll sein. Bedenken Sie aber die höheren Gebühren, besonders bei Wohnsitz außerhalb der Schweiz.

Wie viel Geld braucht man, um in der Schweiz ein Konto zu eröffnen?

Während manche Banken eine Mindesteinlage verlangen, finden Sie durchaus auch Konten, bei denen Sie keinen Mindestbetrag halten müssen. Allerdings gibt es oft Angebote, bei denen die Kontoführungsgebühren entfallen, wenn Sie ein bestimmtes Guthaben auf Ihrem Schweizer Konto haben.

Bekommt man bei Wise eine Schweizer IBAN?

Wise bietet Ihnen zwar vollständige Kontoverbindungen fürs Senden und Empfangen in 9 Währungen, eine Schweizer IBAN gibt es aktuell jedoch nicht. Allerdings können Sie auch kostenlos Geld in 23 Währungen, darunter auch CHF, empfangen – die Überweisung geht dabei auf Ihr GBP Konto ein.


Verwendete Quellen (Stand 01.10.2025):
  1. Preise für Bankpakete für Erwachsene - PostFinance, Juli 2025
  2. Dienstleistungen und Preise für Privatkunden - UBS, August 2025
  3. Preisübersicht und Konditionen für Privatkunden - Zürcher Kantonalbank, September 2025

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