TT-Zahlung nach China: So bezahlen Schweizer Unternehmen sicher
Wie eine TT-Zahlung nach China funktioniert, welche Kosten und Risiken bei Schweizer Banken entstehen und welche Alternativen es in der Schweiz gibt.
Der Ausdruck "TT payment" begegnet den Meisten zum ersten Mal auf einer Rechnung aus dem Ausland. Dann stellt sich schnell die Frage, was sich dahinter verbirgt, welcher Aufwand und welche Risiken damit verbunden sind. Für Schweizer Selbstständige und KMU ist die wichtigere Frage aber meist eine andere: Was kostet diese Zahlungsart am Ende wirklich in CHF, und wie viel kommt beim Empfänger tatsächlich an?
Genau hier wird es komplizierter. Eine TT-Zahlung ist zwar nichts Ungewöhnliches, kann aber teuer und schlecht planbar sein, besonders wenn mehrere Banken, Korrespondenzbanken und ein ungünstiger Wechselkurs mitspielen. Wenn du regelmässig Lieferanten bezahlst, Geld überweist oder Plattformen wie Alibaba nutzt, lohnt sich auch ein Blick darauf, wie Schweizer Unternehmen Zulieferer in China bezahlen können.
“TT-Zahlung” steht für Telegraphic Transfer. Der Begriff stammt von der alten Praxis, Zahlungsanweisungen telegrafisch bzw. per Telex zu übermitteln. Auch wenn der Prozess schon lange ein anderer ist, hat sich der Name bis heute gehalten und bezeichnet meist einfach eine elektronische Auslandsüberweisung.
In der Praxis läuft eine TT-Zahlung heute oft über das SWIFT-Netzwerk. Dabei helfen standardisierte Kontodaten, dass die Zahlung die richtige Bank und den richtigen Empfänger erreicht. Dafür benötigt es in der Regel einen BIC und eine IBAN. Der BIC (Business Identifier Code) ist im Prinzip eine internationale Bankleitzahl zur Identifikation von Finanzunternehmen, und die IBAN (International Bank Account Number) ist ein internationaler Standard für Kontonummern.1,2
Während TT-Zahlung und SWIFT-Überweisung sich also oft überschneiden, kann man die beiden nicht ausnahmslos synonym verstehen. Wenn auf einer Rechnung "TT payment" steht, ist meist einfach nur gemeint, dass du den Betrag per Banktransfer sendest, wofür es weltweit unterschiedliche Optionen gibt, anstatt per Karte, eWallet oder Check.
Wenn du eine TT-Zahlung aus der Schweiz sendest, ist der Ablauf meist nicht gross anders als bei einer regulären Überweisung. Dabei gilt es in erster Linie ganz genau auf die Korrektheit der eingegebenen Zahlungsdetails zu achten. Denn schon eine falsche Kontonummer oder ein inkorrekter SWIFT-Code können dazu führen, dass die Zahlung sich verzögert oder nicht beim Empfänger ankommt.
Für Zahlungen ausserhalb Europas werden meist der Name des Empfängers, die IBAN oder Kontonummer, der BIC beziehungsweise SWIFT-Code sowie Name und Adresse der Empfängerbank benötigt.
Empfängerdaten abklären
Welche Daten brauchst du zur Durchführung deiner Überweisung? Je nach Land reichen IBAN und Name, in anderen Fällen brauchst du zusätzlich weitere Infos wie die Bankadresse oder eine Referenz.
Währung und Betrag festlegen
Danach bestimmst du, ob du deinen Transfer in Schweizer Franken (CHF) oder direkt in der Zielwährung in Auftrag gibst. Das kann beeinflussen, an welchem Punkt der Überweisung und von welchem beteiligten Institut der gewählte Betrag zu welchem Wechselkurs umgewandelt wird, was sich auf die Gesamtkosten ausschlägt.
Spesenregelung wählen
Bei vielen Banken musst du festlegen, wer die Gebühren trägt: OUR, BEN oder SHA. Diese Wahl wirkt klein, entscheidet aber mit darüber, ob dein Empfänger den vollen Rechnungsbetrag erhält und wer für die oft schwer vorhersehbaren Überweisungskosten aufkommt.
Auftrag freigeben
Du erfasst die Zahlung im E-Banking oder am Schalter und gibst sie frei. Manche Banken prüfen die Angaben automatisch in diesem Schritt, andere erst später im Zahlungsprozess.
Banklaufzeit abwarten und Zahlung verfolgen
Danach läuft die Zahlung über eine oder mehrere Banken bis zur Empfängerbank. Wenn Korrespondenzbanken beteiligt sind, etwa bei einer SWIFT-Zahlung, können diese zwischengeschalteten Banken zusätzliche Gebühren aufschlagen. Zudem kann es durch die Weiterleitung über mehrere Banken zu Verzögerungen kommen. Ein Live-Tracking von SWIFT-Zahlungen wird nicht immer angeboten.
Bei internationalen Überweisungen wie TT-Zahlungen kann es teils schwer sein, sämtliche Kosten im Voraus vorherzusehen. Gerade bei kleineren bis mittleren Beträgen ist nicht die offizielle Grundgebühr das Problem, sondern die Summe mehrerer kleiner Belastungen.
Der erste Kostenblock ist die Abwicklungsgebühr deiner Schweizer Bank. Viele Schweizer Banken können je nach Zahlungsweg, Land und Währung unterschiedliche Gebühren verlangen. Dazu kommen bei vielen Auslandszahlungen die Spesenoptionen OUR, BEN und SHA, also die Frage, wer welche Gebühren trägt.
Der zweite Kostenblock sind Korrespondenzbank-Gebühren. Das sind Gebühren von Zwischenbanken, die als Kette zwischen Senderbank und Empfängerbank geschaltet sind, wenn die beiden nicht direkt miteinander verbunden sind. Eine wichtige Folge davon ist, dass der Empfänger bei SHA oder BEN aufgrund zusätzlicher Gebühren unter Umständen weniger bekommt, obwohl du anfangs den richtigen Betrag losgeschickt hast.
Mehr zu SHA, BEN und OUR: Gebühren bei Auslandsüberweisungen.
Der dritte und oft grösste Kostenblock ist der Wechselkurs. Viele Banken nutzen nicht den Devisenmittelkurs, sondern einen eigenen Kurs mit Marge. Diese Marge ist besonders tückisch, weil sie nicht immer als separate Gebühr erscheint. Bei einem Betrag von 2'000 CHF macht z.B. schon ein Kursaufschlag von 1,5 Prozent zusätzliche Kosten von 30 CHF aus. Bei grösseren Beträgen oder regelmässigen Lieferungen summieren sich diese Extrakosten schnell und wirken sich auf deine Gewinnmarge aus.
| Kostenpunkt | Wer erhebt die Gebühr? | Auswirkung auf den Schweizer Absender |
| Sendegebühr | (Schweizer) Hausbank | Fixer Betrag pro Auslandsüberweisung |
| Intermediärgebühren | Korrespondenzbanken | Weitere Abzüge für Zahlungsweiterleitung |
| Empfangsgebühr | Empfängerbank | Mögliche variable Gebühr je nach Anbieter |
| Wechselkurs-Marge | Beteiligte Banken | Etwaige Wechselkursaufschläge |
Ein Punkt, den viele unterschätzen: Bei einer TT-Zahlung kann der Überweisungsbetrag formal korrekt angegeben sein und trotzdem zu wenig beim Empfänger ankommen. Das liegt an zusätzlichen Abzügen, die von jeder am Transfer beteiligten Bank berechnet werden können. Da die Überweisungsroute bei internationaln Zahlungen flexibel ist, lässt sich meist schwer vorhersagen, welche und wieviele Banken zwischengeschaltet werden und dabei Gebühren berechnen.
Der klassische Bankweg bei einer TT-Zahlung funktioniert, ist aber nicht immer besonders nutzerfreundlich, kosteneffizient oder schnell. Wenn dir Planbarkeit wichtig ist, liegt das Problem meist in der fehlenden Transparenz entlang der Zahlungskette.
Zum einen dauert eine TT-Zahlung oft länger als eine lokale Zahlung. Je nach Route, Währung, Annahmeschluss und beteiligten Banken kann es leicht mehrere Arbeitstage dauern, bis das Geld endgültig gutgeschrieben ist. Selbst wenn die Empfängerbank den Betrag rasch erhält, kann sich die eigentliche Gutschrift durch Bearbeitungszeiten weiter verzögern.
Zum anderen sind die Gesamtkosten oft erst im Nachhinein vollständig sichtbar. Das ist problematisch, wenn du eine fixe Anzahlung an einen Lieferanten sendest, eine Rechnung exakt begleichen musst oder als Online-Händler mit knappen Margen arbeitest.
Eine TT-Zahlung ist deshalb vor allem dann mühsam, wenn du Klarheit brauchst. Der Absender will wissen, was in CHF belastet wird, der Empfänger will wissen, was ankommt, und beide Seiten möchten Rückfragen, Restbeträge und Nachzahlungen vermeiden.

Wenn du eine transparentere Alternative suchst, lohnt sich ein Blick auf Auslandsüberweisungen mit Wise. Wise ist ein internationaler Finanzdienstleister, keine Bank, und nutzt für viele Währungsrouten ein System mit lokalen Konten und lokalen Auszahlungen statt einer klassischen SWIFT-Überweisung von Bank zu Bank.
Was das in der Praxis bedeutet, ist simpel: Du sendest deinen Betrag in Schweizer Franken an Wise, und Wise zahlt den Gegenwert, je nach Route, lokal im Zielland an den Empfänger aus. Dadurch müssen nicht immer mehrere Korrespondenzbanken in die Kette eingebaut werden. Das macht Kosten und Zielbetrag oft besser planbar.
Der wichtigste Unterschied für viele Nutzer ist der Wechselkurs. Wise nutzt für Währungsumrechnungen den Devisenmittelkurs und zeigt die Gebühr vor der Freigabe transparent an. Wenn du Preise oder Gebühren prüfen willst, findest du sie direkt auf der Schweizer Seite für Wise Gebühren und Preise.
Auch beim Tempo kann der Unterschied relevant sein. Bei vielen Routen schätzt Wise die Zustellung deutlich schneller als beim klassischen SWIFT-Weg ein, teils am selben Tag oder sogar in Echtzeit. Die Geschwindigkeit von Transaktionen hängt von den jeweiligen Umständen ab und steht möglicherweise nicht für alle Transaktionen zur Verfügung.
Für bestimmte Routen kann SWIFT die einzige Option sein. In diesen Fällen zeigt dir Wise die zu erwartenden Gebühren für das Senden und Empfangen im Vorhinein so genau wie möglich an. Ausserdem kannst du über die Wise-App und -Webseite live nachverfolgen, wo sich deine SWIFT-Überweisung gerade befindet. (Mehr über Swift-Korrespondenzgebühren)
Die TT-Zahlung ist heute vor allem ein anderer Name für elektronische Auslandsüberweisungen. Der Haken liegt dabei oft in den Details: Gebühren der eigenen Bank sowie möglicher Korrespondenzbanken und unvorhersehbare Wechselkurse können dabei für unerwartete Zusatzkosten sorgen.
Wenn du internationale Zahlungen aus der Schweiz einfacher planen willst, lohnt es sich, nicht nur die Grundgebühr, sondern den Gesamtpreis zu vergleichen. Genau dort zeigen moderne Lösungen wie Wise ihren Mehrwert, weil Gebühren, Wechselkurs und Zielbetrag vorab klarer ersichtlich sind.
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Quellen (Stand 07.07.2026):
*Services für Schweizer Kunden werden von Wise Payments Limited zur Verfügung gestellt. Wise Payments Limited ist als Electronic Money Institution (EMI) bei der UK Financial Conduct Authority (FCA) mit der Zulassungsnummer 900507 registriert.
*Bitte siehe dir unsere Nutzungsbedingungen und die Produktverfügbarkeit für deine Region an oder besuche die Wise-Gebührenseite für die aktuellsten Informationen zu Preisen und Gebühren.
Die in dieser Publikation enthaltenen Informationen stellen keine rechtlichen, steuerlichen oder sonstigen professionellen Beratungsfunktionen seitens Wise Payments Limited oder mit Wise verbundenen Unternehmen dar. Die Publikation ist nicht als Ersatz für die Einholung einer Steuerberatung durch einen Wirtschaftsprüfer oder Steueranwalt gedacht.
Wir geben keine Zusicherungen, Gewährleistungen oder Garantien, dass die in dieser Publikation enthaltenen Inhalte korrekt, vollständig oder aktuell sind.
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