Wie kann ich grosse Beträge sicher ins Ausland überweisen?
Wie funktioniert das Überweisen hoher Beträge ins Ausland? Worauf sollte man als Schweizer bei internationalen Geldtransfers grosser Summen achten?
In der heutigen Zeit ist es alltäglich geworden, Geld in nur kurzer Zeit von einem Ende der Welt ans andere zu überweisen. Doch was viele Schweizer nicht wissen, ist, dass Banküberweisungen ins Ausland oft teuer werden können. Hohe Gebühren und undurchsichtige Aufschläge sind weit verbreitet.
In diesem Artikel nehmen wir die Gebühren und Konditionen von Auslandsüberweisungen mit der PostFinance unter die Lupe.
Der Zahlungsdienstleister Wise ist auf internationale Überweisungen spezialisiert und bietet transparente, niedrige Gebühren – selbst bei hohen Beträgen.
Wenn Sie eine Überweisung ins Ausland tätigen wollen, haben Sie – abhängig vom Empfängerland – in der Regel zwei Möglichkeiten:
Doch was ist der Unterschied zwischen SEPA (Single Euro Payments Area) und SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication)?
Wenn Sie Geld ins europäische Ausland senden, tätigen Sie eine SEPA-Zahlung. Denn SEPA-Zahlungen können Sie in 36 Staaten senden: alle Länder der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums. Zwar ist die Schweiz kein Mitglied der EU, Teil des SEPA-Zahlungsraums ist sie aber trotzdem. Auch San Marino, Monaco, Andorra und der Vatikanstaat gehören zum SEPA-Raum.
Die SEPA-Zahlung ermöglicht Schweizern also die einfache, schnelle und günstige Teilnahme am standardisierten, europäischen Zahlungsverkehr. Der Nachteil daran ist, dass Sie SEPA-Zahlungen nur in Euro durchführen können.
Wenn Sie sich für eine SEPA-Überweisung entscheiden, verspricht PostFinance eine zügige und günstige Abwicklung. Über das PostFinance E-Finance sind SEPA-Zahlungen sogar kostenlos.1 Die Bank Ihres Empfängers kann den Zahlungseingang allerdings mit einer Gebühr belasten, auf die PostFinance keinen Einfluss hat.
Wenn Ihre Überweisung allerdings nicht innerhalb Europas versendet werden soll, sondern ausserhalb unseres Kontinents, handelt es sich um eine SWIFT Auslandsüberweisung. Gleiches gilt für Geldtransfers in anderen Währungen als dem Euro.
SWIFT vernetzt alle internationalen Finanzinstitute, wodurch auch Zahlungen in weit entfernte Länder möglich werden. Im Gegensatz zur SEPA-Zahlung ist die Auslandsüberweisung mit SWIFT natürlich mit höheren Kosten und einer längeren Dauer verbunden. Einer der Gründe dafür ist, dass SWIFT-Zahlungen meist nicht direkt vom Sender zum Empfänger gehen, sondern über mehrere Banken und Länder weitergeleitet werden.
Wenn Sie Kunde der Schweizer PostFinance sind und Geld ins Ausland überweisen sollten, haben Sie zwei Möglichkeiten: entweder Sie wickeln die Zahlung über Ihr PostFinance Online Banking ab oder Sie führen die Zahlung persönlich in einer Filiale durch.
So funktioniert die Auslandsüberweisung im PostFinance Online-Banking:2
Loggen Sie sich in Ihr E-Finance ein.
Klicken Sie auf „Zahlung erfassen“.
Geben Sie nun die ausländische IBAN oder die Kontoangaben ein.
Klicken Sie auf „Zahlung erfassen“ und schliessen Sie die Zahlung wie gewohnt ab.
| Überweisungsart im E-Finance¹ | Kosten |
|---|---|
| Überweisung innerhalb des SEPA-Raums | Kostenlos |
| Überweisung in alle übrigen Länder | 2,- CHF (Regulär), 12,- CHF (Express) |
Wenn Sie die Auslandsüberweisung lieber persönlich in einer PostFinance Filiale durchführen möchten, ist natürlich auch das möglich. So gehen Sie vor:
Gehen Sie zum Schalter Ihrer nächsten PostFinance Filiale.
Füllen Sie den Einzahlungsschein aus.
Legen Sie diesen zusammen mit Ihrer PostFinance Card am Schalter vor.
Das zuständige Bankpersonal führt die Auslandsüberweisung für Sie durch.
| Überweisungsart am Schalter der PostFinance2 | Kosten |
|---|---|
| Mit PostFinance Card | 12,- CHF (Regulär), 22,- CHF (Express) |
Wie Sie sehen, lohnt es sich, die Auslandsüberweisung über E-Finance in Auftrag zu geben. Sie sparen sich dabei nicht nur Aufwand und Zeit, sondern auch Geld.
Prinzipiell ist es so, dass Ihre Überweisung ins Ausland in die Währung des Empfängerlandes gewechselt wird. Internationale Zahlungen in Schweizer Franken ergeben ohnehin nur dann Sinn, wenn auch der Empfänger im Ausland ein Währungskonto in Schweizer Franken führt.
Wieso ist das relevant? Ganz einfach. Wenn Sie Geld über Ihre Bank ins Ausland versenden und der Betrag in eine andere Währung umgetauscht wird, kann ein guter oder schlechter Wechselkurs einen grossen Unterschied dabei ausmachen, wie viel beim Empfänger ankommt.
Der Wechselkurs, zu dem Ihre Zahlung umgerechnet wird, ist allerdings nur selten der Kurs, den Sie auch im Internet sehen. Wieso ist das so?
Filialbanken richten sich nicht nach dem „echten“ Wechselkurs, sondern bestimmen für Währungsumrechnungen ihren eigenen Kurs – dieser beinhaltet oft einen bankeigenen Aufschlag für die Umrechnung.
Achten Sie bei Auslandsüberweisungen wenn möglich also darauf, dass Sie den sogenannten Devisenmittelkurs bekommen. Nur das ist der echte Wechselkurs.
Falls Ihre Bank beim Devisenmittelkurs nicht mithalten kann, gibt es auch günstige Alternativen. Eine davon stellen wir Ihnen in Kürze vor. Doch zunächst behandeln wir die Frage, wer denn die Kosten für die Auslandsüberweisung zahlt.
Als Auftraggeber einer Zahlung ins Ausland zahlen Sie die aktuellen Bankgebühren für den betreffenden Service. Bei Auslandsüberweisungen kommen ausser den Gebühren Ihrer Bank aber noch Fremdspesen hinzu.
Diese Fremdspesen müssen nicht zwingend von Ihnen bezahlt werden, denn hierfür gibt es verschiedene Entgeltoptionen:
OUR: Bei dieser Option trägt der Absender alle Kosten. Somit sind die Gebühren berechenbar und der richtige Betrag kommt auf dem Empfängerkonto an.
BEN: In diesem Fall trägt der Empfänger die Kosten. Wieviel von Ihrem Auftragsbetrag ankommt, wissen Sie also nicht.
SHARE (SHA): Bei dieser besonders fairen Variante teilen sich Absender und Empfänger die Gebühren.
Wenn Sie Geld via einer SHA Überweisung über PostFinance ins Ausland senden, werden die Spesen also geteilt – wieviel das ist, dazu hält sich PostFinance bedeckt, denn hier sind auch die Gebühren der Empfängerbank relevant.
Entscheiden Sie sich für die Entgeltoption OUR tragen Sie die Kosten. Zusätzlich zu den oben genannten Gebühren der PostFinance kommt eine Pauschale von 20,- CHF hinzu. Nur so bekommt der Empfänger den gesamten Überweisungsbetrag gutgeschrieben.
Bei der PostFinance dauert es nach eigenen Angaben in der Regel zwei bis vier Bankwerktage, bis Ihre Auslandsüberweisung beim Empfänger eingeht. Bei SEPA-Zahlungen geht es allerdings deutlich schneller – hier ist das Geld in maximal einem Bankwerktag beim Begünstigten.
Wenn Sie Wert darauf legen, dass Ihr Geld nicht nur sicher und schnell, sondern auch günstig im Ausland ankommt, könnte Wise eine gute Lösung sein.
Denn Wise wurde 2011 mit dem Ziel gegründet, internationale Geldüberweisungen günstig, fair und einfach zu machen. Heute überzeugt Wise nicht nur mit Auslandsüberweisungen, sondern auch mit dem internationalen Multiwährungskonto, das Millionen von Menschen und Unternehmen dabei hilft, ihr Geld weltweit zu verwalten.
Wise nutzt den Devisenmittelkurs – also einen Mittelwert zwischen aktuellen An- und Verkaufspreisen der jeweiligen Währung. Dieser enthält keine weiteren Aufschläge, sondern die Wechselgebühr wird transparent separat angezeigt, wenn Sie Ihre Überweisung aufsetzen.

*Services für Schweizer Kunden werden von Wise Payments Limited zur Verfügung gestellt. Wise Payments Limited ist als Electronic Money Institution (EMI) bei der UK Financial Conduct Authority (FCA) mit der Zulassungsnummer 900507 registriert.
*Bitte siehe dir unsere Nutzungsbedingungen und die Produktverfügbarkeit für deine Region an oder besuche die Wise-Gebührenseite für die aktuellsten Informationen zu Preisen und Gebühren.
Die in dieser Publikation enthaltenen Informationen stellen keine rechtlichen, steuerlichen oder sonstigen professionellen Beratungsfunktionen seitens Wise Payments Limited oder mit Wise verbundenen Unternehmen dar. Die Publikation ist nicht als Ersatz für die Einholung einer Steuerberatung durch einen Wirtschaftsprüfer oder Steueranwalt gedacht.
Wir geben keine Zusicherungen, Gewährleistungen oder Garantien, dass die in dieser Publikation enthaltenen Inhalte korrekt, vollständig oder aktuell sind.
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