Paysend: Auslandsüberweisungen und Kosten in der Schweiz

Alexandra Vogt

Paysend ist eine digitale Option für Auslandsüberweisungen in der Schweiz, wenn Geld schnell an Karten, Bankkonten oder Wallets gehen soll. Entscheidend sind Gebühren, Wechselkurse und verfügbare Empfangswege. Dieser Ratgeber zeigt, worauf du achten solltest und wann andere Anbieter wie Wise als Alternative interessant sein könnten.

Was ist Paysend?

Paysend ist ein digitaler Zahlungsdienst für internationale Geldtransfers. Nutzer in der Schweiz können online Geld in andere Länder senden, meist direkt an Bankkonten, Visa- oder Mastercard-Karten und je nach Zielland auch an digitale Wallets.

Im Hintergrund nutzt Paysend das eigene Paysend Payment Network. Es kombiniert Card-to-Card-Zahlungen mit Partnerlösungen und ermöglicht dadurch je nach Zielland verschiedene Empfangswege. Der Empfänger braucht also nicht zwingend immer ein eigenes Paysend-Konto.

Paysend bietet Funktionen wie Geld senden, Geld anfordern und die Anzeige von Gebühr und Wechselkurs noch vor dem Abschluss. Das lässt sich zentral in der App nachvollziehen und verwalten. Praktisch ist vor allem, dass du vor dem Senden siehst, wie viel Geld tatsächlich beim Empfänger ankommen soll.

In der Schweiz richtet sich Paysend vor allem an Privatpersonen, die Familie unterstützen, Rechnungen im Ausland zahlen oder regelmässig kleinere bis mittlere Beträge überweisen. Insgesamt kannst du mit dem Anbieter Geld in mehr als 170 Länder versenden.

Paysend Plc ist ein in Schottland registriertes Unternehmen, das von der britischen Financial Conduct Authority als E-Geld-Institut zugelassen ist und nach eigenen Angaben weltweit über 12 Millionen Kunden zählt.1,2,3

Wie funktionieren internationale Zahlungen mit Paysend in der Schweiz?

Eine Paysend Auslandsüberweisung läuft vollständig online. Als Erstes brauchst du dafür ein eigenes Paysend-Konto. Bei der Registrierung werden Mobilnummer, Vor- und Nachname, Geburtsdatum und Wohnadresse abgefragt. Danach kannst du die Paysend-App oder die Website nutzen, um eine neue Überweisung vorzunehmen.

So kannst du mit Paysend Geld überweisen:4,5

  1. Zielland und Betrag auswählen: Du gibst an, wohin das Geld gehen soll und wie viel du in CHF senden möchtest. Paysend zeigt dir vor dem Abschluss die Gebühr, den Wechselkurs und den voraussichtlichen Empfangsbetrag.
  2. Empfangsmethode wählen: Je nach Zielland kann das Geld auf eine Visa- oder Mastercard-Karte, ein Bankkonto, zur Bargeldabholung oder an eine digitale Geldbörse gesendet werden. Nicht jede Methode ist in jedem Land verfügbar.
  3. Empfängerdaten eintragen: Je nach Auszahlung brauchst du andere Angaben. Bei einer Kartenzahlung können Kartendaten nötig sein, bei Banküberweisungen Kontodaten und bei Wallets meist eine Mobilnummer.
  4. Zahlungsmethode bestätigen: Je nach Transfer kannst du per Karte, Bankkonto, Apple Pay, Google Pay oder Online-Banking bezahlen. Welche Option verfügbar ist, zeigt Paysend im jeweiligen Überweisungsprozess an.
  5. Alles prüfen und senden: Vor dem Absenden solltest du Betrag, Empfängerangaben, Telefonnummer und Kartendaten genau prüfen. Nach dem Absenden lässt sich die Überweisung in der App verfolgen.

Welche Gebühren verlangt Paysend in der Schweiz?

Die Paysend-Kosten bestehen in der Regel aus einer festen Überweisungsgebühr. Der genaue Betrag hängt vom Zielland, von der Empfangsmethode und teilweise auch vom gewählten Zahlungsweg ab.

Für viele Überweisungen aus der Schweiz liegt die sichtbare Gebühr bei 2,90 CHF, etwa bei Transfers nach Deutschland, Österreich, Italien oder Portugal. Je nach Land und Empfangsmethode kann die Gebühr aber abweichen. Deshalb lohnt sich der Blick in die Kostenübersicht direkt vor der Bestätigung.

Zusätzlich können Kosten ausserhalb von Paysend entstehen. Bei Kreditkarten kann die eigene Bank Gebühren für die Finanzierung der Überweisung verlangen. Auch die Empfängerbank oder der Kartenanbieter des Empfängers kann je nach Konto- oder Kartenbedingungen eine Gebühr berechnen. Diese fremden Kosten sind nicht Teil der Paysend-Gebühr.5,6,7,8

Kostenpunkt Bedeutung Beispiel oder Hinweis
Feste Paysend-Gebühr Direkte Gebühr für die Überweisung Häufig 2,90 CHF bei Transfers aus der Schweiz
Wechselkurs Bestimmt den Betrag in der Zielwährung Mittelmarktkurs; aktueller Kurs wird vor dem Absenden angezeigt
Kosten der eigenen Bank Möglich bei Karten- oder Kreditkartenzahlung Hängt von deiner Schweizer Bank ab
Kosten der Empfängerbank Möglich beim Empfänger im Ausland Abhängig von Konto, Karte und Land

Wie gut sind die Wechselkurse von Paysend?

Bei einer Auslandsüberweisung mit Paysend zählt nicht nur die fixe Gebühr. Auch der Wechselkurs entscheidet darüber, wie viel Geld beim Empfänger ankommt. Paysend legt den Kurs zum Zeitpunkt der Überweisung fest und zeigt ihn vor dem Absenden an. Der Kurs kann sich im Tagesverlauf ändern und von öffentlich angezeigten Marktkursen abweichen. Paysend verwendet dafür einen Mittelmarktkurs. Bei grösseren Summen lohnt sich der Vergleich mit anderen Anbietern wie Wise daher umso mehr.9,10

Wie kann man bei Paysend für Auslandsüberweisungen bezahlen?

Bei einer Paysend Auslandsüberweisung aus der Schweiz hängt die verfügbare Zahlungsmethode vom konkreten Transfer ab. Möglich sind Zahlungen per Karte, Bankkonto, Apple Pay, Google Pay oder Online-Banking. Welche Option tatsächlich erscheint, hängt vom Zielland, der Währung und der gewählten Empfangsmethode ab.

Eine Karte kann im Paysend-Konto gespeichert werden. Nach einer erfolgreichen Überweisung wird sie automatisch mit dem Konto verknüpft. Bei Kartenzahlungen kann zusätzlich eine Gebühr der eigenen Bank entstehen, etwa wenn die Bank die Zahlung als Kreditkarten- oder Auslandstransaktion behandelt.

Für Kartenüberweisungen gelten eigene Sende- und Empfangslimits. Konto-Limits können nach zusätzlicher Verifizierung steigen. Empfangslimits hängen dagegen vom Zielland, vom Zeitraum oder von der gewählten Zustellmethode ab. Wenn ein Betrag zu hoch ist, zeigt Paysend den maximal möglichen Betrag an. Dann bleibt nur, den Betrag aufzuteilen, es später erneut zu versuchen, eine andere Zustellmethode zu wählen oder einen anderen Anbieter wie z.B. Wise zu prüfen.1,9,11,12,13,14

Zahlungsmethode Nutzung bei Paysend Wichtiger Punkt
Debitkarte Möglich, wenn angezeigt Karte kann im Konto gespeichert werden
Kreditkarte Möglich, wenn angezeigt Bank kann Zusatzgebühren berechnen
Apple Pay / Google Pay Je nach Gerät, Land und Verfügbarkeit Praktisch für mobile Zahlungen
Bankkonto / Online-Banking Nur wenn im Transfer auswählbar Bearbeitung kann länger dauern

Wie kann man mit Paysend in der Schweiz Geld empfangen?

Mit Paysend gibt es in der Schweiz zwei Wege, Geld zu empfangen. Entweder sendet dir jemand direkt Geld auf ein Kartenkonto oder ein persönliches Bankkonto. Dann brauchst du als Empfänger normalerweise kein eigenes Paysend-Konto. Wichtig sind nur korrekte Empfängerdaten, etwa Name, Kartendaten oder Bankverbindung.

Die zweite Möglichkeit ist eine Geldanforderung über Paysend. Dafür nutzt du die App, gibst Betrag und Währung ein und schickst die Anfrage an die Person, die zahlen soll.

Welche Empfangsmethode möglich ist, hängt vom Absenderland und vom gewählten Zahlungsweg ab. In der Schweiz kann Geld je nach Transfer auf einem persönlichen Bankkonto oder einer Karte ankommen. Welche Empfangswährung, Gebühr und Methode im konkreten Fall gelten, siehst du vor dem Absenden. Fremde Bankgebühren sind trotzdem möglich.3,4,11,15

Wie lange dauern Auslandsüberweisungen mit Paysend?

Die Dauer hängt bei Paysend vor allem von der gewählten Auszahlungsart, der Empfängerbank und dem Zeitpunkt der Zahlung ab. Karten- und Wallet-Überweisungen kommen normalerweise innerhalb weniger Minuten an. In einzelnen Fällen kann es bis zu 30 Minuten dauern.

Banküberweisungen brauchen meist länger. Sie werden in der Regel innerhalb von einem Arbeitstag abgeschlossen, können durch Bankprozesse aber auch verzögert werden. Wochenenden, Feiertage, Prüfungen durch die Empfängerbank oder eine noch nicht bestätigte Zahlung können den Transfer ausbremsen.

Auch die Einzahlung spielt eine Rolle. Kartenzahlungen werden meist schnell bestätigt, selten dauert es bis zu einer Stunde. Bankbasierte Einzahlungen können je nach Bank bis zu drei Werktage brauchen.16,17,18

Welche Währungen und Länder deckt Paysend ab?

Paysend deckt Transfers aus der Schweiz in über 170 Länder ab. Du solltest jedoch bedenken, dass nicht jedes Land dieselben Empfangswege bietet. In manchen Ländern sind Bankkonten und Karten möglich, in anderen nur Karten oder digitale Wallets.

Welche Kombination aus Zielland, Währung, Gebühr und Empfangsmethode verfügbar ist, hängt vom konkreten Transfer ab. Die Länderseiten geben eine erste Orientierung, verbindlich sind aber die Angaben im Überweisungsformular. Dort zeigt Paysend vor dem Absenden Gebühr, Wechselkurs und genauen Empfangsbetrag an.1,15

Was sind die Vor- und Nachteile von Paysend?

Paysend punktet in der Schweiz vor allem mit einem einfachen Zahlungsablauf. Gebühr, Wechselkurs und Empfangsbetrag sind vor dem Absenden sichtbar. Das macht internationale Zahlungen übersichtlicher als bei manchen klassischen Banküberweisungen. Je nach Zielland können die verfügbaren Empfangsmethoden wie Karten, Bankkonten, digitale Wallets oder Bargeldabholung interessant sein.

Ganz ohne Haken ist Paysend aber nicht. Die verfügbaren Methoden unterscheiden sich je nach Land. Auch der Wechselkurs sollte geprüft werden, weil am Ende nicht nur die fixe Gebühr zählt (die bei kleineren Beträgen verhältnismässig hoch ist), sondern der tatsächliche Empfangsbetrag. Für grössere Summen lohnt sich daher ein Vergleich.

Vorteile Nachteile
Transfers in über 170 Länder möglich Nicht jede Empfangsmethode ist in jedem Land verfügbar
Gebühr, Wechselkurs und Empfangsbetrag sind vor dem Senden sichtbar Der Wechselkurs kann den Gesamtpreis besonders bei hohen Beträgen spürbar beeinflussen
Zahlungen an Karten, Bankkonten, Wallets oder zur Bargeldabholung je nach Zielland Zusatzkosten durch eigene Bank oder Empfängerbank möglich
App für iOS, Android und AppGallery verfügbar Bei Banküberweisungen können Verzögerungen entstehen
Empfänger braucht bei vielen Transfers kein eigenes Paysend-Konto

Das Wise Konto – für alle, die auch international günstig zahlen möchten

Das Multi-Währungs-Konto von Wise ist nicht nur auf Auslandsüberweisungen, sondern bietet dir auch weitere unkomplizierte internationale Zahlungslösungen mit geringen, transparenten Gebühren:

  • Ein Konto – 40+ Währungen: Halte Guthaben in den Währungen, die du nutzt – von Euros, über Schweizer Franken bis hin zu britischen Pfund oder US-Dollars.

  • Faire Wechselkurse: Du bekommst den aktuellen Devisenmittelkurs.

  • Wise Debitkarte: Bezahle weltweit kostenlos mit deiner Karte, wenn du ausreichend Guthaben in der jeweiligen Währung hast, und hebe bis zu 230 CHF im Monat ohne Wise-Gebühren ab (in maximal 2 Abhebungen).

  • Lokale Kontodaten: Erhalte lokale Kontodetails für die Eurozone, die USA, Grossbritannien, Australien und mehr – perfekt für Gehaltszahlungen oder Überweisungen von Familie und Freunden im Ausland.

  • Alles per App: Geld senden, wechseln, ausgeben – geht alles direkt über dein Handy oder die Webseite.

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FAQ

Ist Paysend sicher?

Paysend Plc ist als E-Geld-Institut von der britischen Financial Conduct Authority reguliert. Transaktionen sind PCI-DSS-zertifiziert. Trotzdem bleibt dein eigenes Verhalten der wichtigste Faktor, um die Sicherheit zu gewährleisten. Dazu gehört beispielsweise, dass du Einmalpasswörter, App-Code und Zugangsdaten nie an andere Personen in Chats oder E-Mails sendest. Auch Paysend fragt solche sensiblen Daten nicht über den Support ab.

Für wen ist Paysend geeignet?

Paysend eignet sich vor allem für Privatpersonen, die kleinere bis mittlere Beträge aus der Schweiz ins Ausland senden möchten und vorher Gebühr, Wechselkurs und Empfangsbetrag sehen wollen. Praktisch ist der Dienst bei Transfers an Karten, Bankkonten, digitale Wallets oder Bargeldabholstellen, sofern diese Methode im Zielland verfügbar ist. Für höhere Beträge lohnt sich jedoch nicht nur wegen den relativ niedrigen Limiten ein Blick auf andere Anbieter, sondern auch, weil der Wechselkurs bei grösseren Beträgen stärker ins Gewicht fällt.

Welche Alternativen gibt es zu Paysend in der Schweiz?

Zu den Paysend-Alternativen in der Schweiz gehören Banken, klassische Transferdienste und digitale Anbieter wie Wise. Entscheidend ist nicht nur die sichtbare Gebühr. Du solltest immer prüfen, welcher Betrag beim Empfänger ankommt. Gerade bei Währungswechseln kann ein besserer Kurs mehr ausmachen als ein paar Franken Unterschied bei der Transfergebühr.

Quellen (Stand 05.05.2026)
  1. Paysend – Internationale Geldüberweisung von Schweiz
  2. Paysend – About us
  3. Paysend – Internationale Geldanforderung
  4. Paysend – Geld von Schweiz nach Schweiz
  5. Paysend – Geld von Schweiz nach Deutschland
  6. Paysend – Geld von Schweiz nach Österreich
  7. Paysend – Geld von Schweiz nach Italien
  8. Paysend – Geld von Schweiz nach Portugal
  9. Paysend – Verstehen der Paysend Gebühren
  10. Paysend – Wie funktionieren verbesserte Wechselkurse
  11. Paysend – Wie sende ich Geld mit Paysend
  12. Paysend – Wie verknüpfe ich eine Karte
  13. Paysend – Gibt es Limits für das Senden
  14. Paysend – Kann ich das Limit erhöhen
  15. Paysend – Unterstützte Länder
  16. Paysend – Warum dauert meine Überweisung so lange
  17. Paysend – Warum wird meine Zahlung bearbeitet
  18. Paysend – Wie sende ich Geld mit Trustly

*Services für Schweizer Kunden werden von Wise Payments Limited zur Verfügung gestellt. Wise Payments Limited ist als Electronic Money Institution (EMI) bei der UK Financial Conduct Authority (FCA) mit der Zulassungsnummer 900507 registriert.


*Bitte siehe dir unsere Nutzungsbedingungen und die Produktverfügbarkeit für deine Region an oder besuche die Wise-Gebührenseite für die aktuellsten Informationen zu Preisen und Gebühren.

Die in dieser Publikation enthaltenen Informationen stellen keine rechtlichen, steuerlichen oder sonstigen professionellen Beratungsfunktionen seitens Wise Payments Limited oder mit Wise verbundenen Unternehmen dar. Die Publikation ist nicht als Ersatz für die Einholung einer Steuerberatung durch einen Wirtschaftsprüfer oder Steueranwalt gedacht.

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