Meldepflicht für Geldtransfers in der Schweiz

Alexandra Vogt

Geld an Freunde und Familie oder ein eigenes Konto im Ausland zu senden, ist in der heutigen Zeit keine Seltenheit mehr. Neben bekannten Problemen bei Auslandsüberweisung, wie hohen Gebühren und schlechten Wechselkursen, gibt es je nach Ausgangs- und Zielland jedoch unter Umständen auch noch einen weiteren Punkt zu beachten: Geldtransfers bestimmter Summen müssen in machnen Ländern gemeldet werden.

Wir haben uns einmal angesehen, wo und ab wann die Meldepflicht greift und was du bei Auslandsüberweisungen sonst noch wissen solltest.

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Warum müssen Auslandsüberweisungen gemeldet werden?

Für die Meldepflicht von grossen Beträgen gibt es einen ganz einfachen Grund: um Geldwäsche zu vermeiden und aufzudecken. Die Basis dafür ist in der Schweiz das sogenannte „Bundesgesetz über die Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung“, kurz das Geldwäschereigesetz beziehungsweise GwG¹.

In der EU beziehungsweise dem SEPA-Raum stammt das wohl bekannteste Beispiel einer diesbezüglichen Regulierung aus Deutschland. § 11 des Aussenwirtschaftsgesetz (AWG) in Verbindung mit §§ 67 ff. der Aussenwirtschaftsverordnung (AWV) schreiben vor, dass Zahlungen von mehr als 50'000 Euro oder Gegenwert gemeldet werden müssen.² Bis vor nicht allzu langer Zeit lag diese Grenze noch deutlich niedriger bei 12'500 Euro.

Im Prinzip ist die Meldepflicht für Auslandsüberweisungen und der Einfuhr von Geldmitteln also ein Schutzmechanismus, um kriminelle Transaktionen zu stoppen.

Wieviel Bargeld darf ich in die Schweiz einführen ohne es zu melden?

Im Gegensatz zur EU reguliert die Schweiz die Einfuhrmengen an Bargeld nicht. Das heisst, dass du Bargeld, Fremdwährungen oder Wertpapiere in unbeschränkter Höhe in die Schweiz einführen darfst oder mit dir führen darfst – ohne sie vorher anmelden zu müssen.3

In der EU sieht das allerdings anders aus. Wenn du also hohe Summen an Bargeld über die EU-Grenzen bringen möchtest, musst du diese ab einem Betrag von 10'000 Euro schriftlich bei der zuständigen ausländischen Zollbehörden anmelden. Das gilt für die Ein-, Aus- und Durchfuhr in oder durch die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten.

Welcher Überweisungsbetrag ist meldepflichtig?

Bei Banküberweisungen von hohen Beträgen aus dem Ausland ist Vorsicht geboten, denn hier kann die bereits erwähnte Meldepflicht greifen. Die Schweiz selbst hat keine derartige Meldepflicht, Transaktionen mit deutschem Ursprung oder Empfänger unterliegen jedoch der dortigen Meldepflicht.

Ab einem Überweisungsbetrag von 50'000 Euro (beziehungsweise dem Gegenwert in Schweizer Franken) musst du den Geldtransfer anmelden – das gilt sowohl für Transfers nach Deutschland als auch von Deutschland ins Ausland.

Weisst du also, dass eine so hohe Auslandsüberweisung ansteht – egal ob du sie erhältst oder selbst sendest – solltest du dich so rasch wie möglich um die Meldung bei der zuständigen Behörde kümmern. Das Gute daran ist, dass das Anmelden einer hohen Überweisungssumme ziemlich unbürokratisch ist.

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Ob Umzug, Immobilienkauf oder grosse Investition, hohe Beträge ins Ausland zu senden ist in der heutigen Zeit längst keine Seltenheit mehr. Dennoch ist es nur verständlich, dass sich viele Menschen bei hohen Überweisungssummen Sorgen machen.

Grund dafür sind nicht nur die Frage, ob das Geld auch sicher am Zielort ankommt, sondern teils horrende Gebühren und unfaire Wechselkurse für Geldtransfers ins Ausland.

Ganz anders ist es mit Wise, denn hier wird Transparenz grossgeschrieben. Wise steht seit über 10 Jahren für günstige, sichere und faire Auslandsüberweisungen. Denn im Gegensatz zu Schweizer Filialbanken garantiert dir Wise immer den Devisenmittelkurs, also den echten Wechselkurs – ohne teure Aufschläge oder versteckte Kosten.

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Zusammenfassung

Hohe Gebühren, versteckte Kosten und undurchsichtige Umrechnungskurse sind nicht das einzige, das du bei internationalen Geldtransfers hoher Summen beachten musst.

Denn ab einem Überweisungsbetrag von 50'000 Euro (beziehungsweise dem Gegenwert in Schweizer Franken) von bzw. nach Deutschland bist du dazu verpflichtet, einen eingehenden oder ausgehenden Geldtransfer zu melden. Grund dafür ist unter anderem das Gesetz zur Vorbeugung von Geldwäsche.

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Quellen (Stand 30.06.2026):
  1. Bundesgesetz über die Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung, Schweizerische Eidgenossenschaft
  2. Deutsche Bundesbank, FAQ zu grenzüberschreitenden Zahlungsmeldungen
  3. Bargeld, Fremdwährung, Wertpapiere, Schweizerische Eidgenossenschaft

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