Wie kann man als Schweizer ein französisches Geschäftskonto eröffnen?

Alexandra Vogt

Frankreich ist als Nachbarland und Teil des Euroraums für viele Schweizer Unternehmer interessant, die Euro-Rechnungen stellen oder ihren Kundenstamm vor Ort ausweiten möchten. Ein Geschäftskonto in Frankreich kann diese Abläufe vereinfachen, kann andererseits aber auch kompliziert zu eröffnen und mit viel Papierkram verbunden sein. Neben klassischen Filialbanken setzen deshalb immer mehr Unternehmer auf Online-Banken oder internationale Fintechs wie Wise Business.

In diesem Artikel erfährst du, wie du ein Geschäftskonto in Frankreich eröffnest, welche Banken Firmenkonten in Frankreich anbieten und wie du alternativ ein internationales Geschäftskonto mit Wise eröffnest, um Zahlungen in 40+ Währungen zu verwalten.

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Was sind die Voraussetzungen für die Eröffnung eines Geschäftskontos in Frankreich?

Auch als Schweizer kannst du grundsätzlich ein französisches Geschäftskonto eröffnen. Dafür benötigst du jedoch ein paar Dokumente. Bei einem Firmenkonto in Frankreich schaut die Bank genau hin, um dich und dein Geschäft zu überprüfen und einzustufen.

Für ein Geschäftskonto in Frankreich müssen normalerweise folgende Voraussetzungen erfüllt sein:1,2,3

  • Identitätsnachweis: Die Bank muss genau wissen, mit wem sie es zu tun hat. Jeder Kontoinhaber muss sich deshalb mit einem gültigen Ausweisdokument wie bspw. einem Reisepass identifizieren.
  • Adressnachweis: Häufig wird ein Nachweis verlangt, der nicht älter als drei Monate ist. Das kann teils auch eine Adresse ausserhalb Frankreichs sein.
  • Geschäftsnachweis: In Frankreich ist das meist ein aktueller Registerauszug aus dem Handelsregister. Wenn du keine französische Gesellschaft hast, wird in der Praxis oft ein gleichwertiger Auszug aus der Schweiz erwartet.
  • Unterlagen zu Firmenstruktur und Vertretungen: Statuten oder Gründungsdokumente helfen, Zuständigkeiten und Struktur zu klären. Gerade bei mehreren Inhabern spart das Rückfragen.
  • Angaben zu wirtschaftlich Berechtigten und zur Tätigkeit: Banken können zusätzliche Informationen und Dokumente verlangen, um Eigentümerstruktur und Geschäftsmodell zu verstehen.

Wie eröffne ich ein Geschäftskonto in Frankreich als Schweizer?

Du solltest dich gründlich vorbereiten, wenn du ein Geschäftskonto in Frankreich eröffnen möchtest. Dadurch sparst du dir zusätzliche Rückfragen und kannst den Prozess beschleunigen. Für die Gewährung eines Geschäftskontos in Frankreich zählt am Ende, ob die Bank deine Identität, dein Unternehmen und die dazugehörigen Geldflüsse nachvollziehen kann.

Wenn du eine französische Gesellschaft gründest, ist ein französisches Konto für die Einzahlung des Stamm- oder Aktienkapitals Teil des Gründungsprozesses. Danach musst du das Konto nicht zwingend behalten, in der Praxis hilft es allerdings mit der Trennung geschäftlicher und privater Finanzen.

So läuft die Kontoeröffnung in Frankreich typischerweise ab:4,5,6

  1. Bank oder Anbieter wählen: Überleg dir, ob du eine Filialbank willst oder eine Online-Lösung, wie sie immer mehr Fintechs und Neobanken bieten.
  2. Dokumente zusammenstellen: Für bereits bestehende Firmen werden Ausweis des Geschäftsführers, Nachweis der Unternehmensadresse und eine Registrierungsnummer verlangt. Bei französischen Firmen wird dafür zum Beispiel die Siren-Nummer genutzt. Zusätzlich wird oft ein aktueller Registerauszug benötigt.
  3. Eigentümerstruktur und Zweck erklären: Die Bank kann Angaben zu wirtschaftlich Berechtigten verlangen. Je klarer deine Firmenstruktur und die dazugehörigen Dokumente, desto schneller geht es meist.
  4. Mit Zusatzfragen rechnen: Je nach Anbieter kommen weitere Unterlagen dazu, etwa ein Businessplan oder Nachweise zur Tätigkeit.
  5. Sonderfall ohne französischen Wohnsitz: Ein französisches Geschäftskonto ohne Wohnsitz oder Firmensitz in Frankreich zu eröffnen, erfordert oft etwas mehr Aufwand. Banken arbeiten dafür mit eigenen Abläufen für Nichtansässige und die Prüfung fällt oft detaillierter aus.
  6. Wenn die Bank ablehnt: Bei einer Ablehnung brauchst du eine schriftliche Bestätigung. Reagiert die Bank 15 Tage nicht, gilt das als Ablehnung. Danach kannst du über die Banque de France das Recht auf ein Konto für Unternehmen nutzen.

Eine Frau an einem Schreibtisch füllt Antragsformulare aus

Welche Banken bieten in Frankreich ein Firmenkonto an?

Ein Firmenkonto in Frankreich bekommst du bei den meisten grossen Banken. Der Knackpunkt ist der Weg dorthin. Manche Institute lassen dich online starten, andere wollen zuerst ein Gespräch in der Filiale. Für einen Vergleich der Geschäftskonten hilft es, kurz zu prüfen, was für dein Setup realistisch ist.

BNP Paribas

BNP Paribas führt Geschäftskonten für professionelle Kunden und bietet digitale Verwaltungslösungen an. Die Kontoeröffnung kannst du online anstossen. Für Kunden, die nicht in Frankreich wohnen, hat BNP Paribas eine eigene Stelle, die sich um internationale Kontoanfragen kümmert.

Société Générale

Société Générale ist eine klassische Universalbank mit einem breiten Angebot für Selbständige und Unternehmen. Du findest dort typische Kontopakete, die auf den Geschäftsalltag ausgelegt sind. Wenn du regelmässig in Frankreich unterwegs bist oder Kunden vor Ort hast und zusätzlich Wert auf Filialservice setzt, kann das eine interessante Option sein.

Crédit Agricole

Crédit Agricole ist stark regional aufgestellt. Das merkst du schnell, weil vieles über die jeweiligen Regionalbanken läuft. Für kleinere Firmen, Handwerker, Freiberufler oder Einzelfirmen ist das häufig praktisch. Es bedeutet Nähe, klare Wege, und oft ein Fokus auf den Alltag statt auf komplizierte Angebote. Wenn du dir einen Ansprechpartner vor Ort wünschst, passt diese Bank besser als manche reine Online-Lösung.

Banque Populaire

Banque Populaire gehört ebenfalls zur klassischen Bankwelt, ist aber im Geschäftskundenbereich sehr auf praktische Lösungen für kleinere Unternehmen ausgerichtet. Der Einstieg ist unter Umständen online möglich, bei komplexen Firmenstrukturen läuft es eher über die Agentur. Wenn du Wert auf eine Bank legst, die viele lokale Betriebe betreut, ist dies eine mögliche Anlaufstelle.

Crédit Mutuel

Crédit Mutuel ist genossenschaftlich geprägt und arbeitet ebenfalls regional. Der Ablauf ist oft stärker beratergetrieben und daher weniger schnell. Das kann hilfreich sein, wenn dein Setup komplexer ist oder du nicht nur ein Konto willst, sondern auch andere Dienste bedenken musst.

Kontogebühren Ohne Wohnsitz in Frankreich Online-Kontoeröffnung ohne französische Adresse
BNP Paribas Ab 57,50 € mtl. ✔️
Société Générale Ab 42 € mtl. ✔️
Crédit Agricole Ab 8 € mtl. ✔️
Banque Populaire Ab 9,90 € mtl. ✔️
Crédit Mutuel Ab 12 € mtl.
Wise Business Einmalig 55 CHF ✔️ ✔️

Gebühren Stand 05.03.20267,8,9,10,11

Das Wise Business Konto: Der einfache Weg zum Euro-Geschäftskonto

Das internationale Wise Business Konto mit Debitkarte

Die Eröffnung eines französischen Geschäftskontos kann für Schweizer Unternehmer mühsam werden, gerade ohne festen Sitz in Frankreich. Wise ist eine gute Alternative, wenn du ein Euro-Konto fürs Business brauchst und zusätzlich auch andere Währungen günstig und unkompliziert verwalten willst.

Mit Wise bekommst du Kontodetails für EUR und 8+ andere Währungen, mit denen du Business-Zahlungen über die örtlich gängigen Standards (z.B. IBAN) annehmen kannst. Ausserdem kannst du in deinem Wise Business Konto 40+ Währungen halten, umtauschen oder für internationale Zahlungen nutzen.

In der Schweiz fällt eine einmalige Einrichtungsgebühr von 55 CHF an. Monatliche Kontoführungsgebühren gibt es nicht. Du zahlst nur nutzungsabhängig, etwa beim Senden von Geld oder beim Währungswechsel eine kleine prozentuale Gebühr ab 0,23 Prozent, je nach Währung und Betrag.

Der Währungswechsel läuft zum Devisenmittelkurs. Das hilft, wenn du beispielsweise Einnahmen in EUR hast, Rechnungen aber teilweise in CHF oder einer anderen Währung begleichen musst.

Auch Ausgaben lassen sich mit Wise Business zur besseren Abrechnung und Übersicht strukturieren: Du kannst Business-Debitkarten nutzen und bei Bedarf mit unterschiedlichen Freigaben an Teammitglieder verteilen. Die erste Karte ist gratis, zusätzliche Karten kosten einmalig 4 CHF. Auch der Bargeldbezug ist damit möglich. Bis zu 200 CHF pro Monat sind in zwei Abhebungen kostenfrei. Danach fallen 1,75 Prozent des Betrags plus 0,50 CHF pro Abhebung an.

Mit Funktionen wie Sammelzahlungen, Schnittstellen zu Buchhaltungsprogrammen und der Open API kannst du Abläufe vereinfachen und teils automatisieren. Das nimmt dir Routinearbeit ab, die sonst für das Abgleichen von Rechnungen und Zahlungendrauf geht.

So einfach eröffnest du ein Geschäftskonto mit Wise Business:

  1. Besuche Wise Business und registriere dich mit deiner geschäftlichen E-Mail-Adresse.
  2. Wähle das Land aus, in dem dein Unternehmen registriert ist.
  3. Danach siehst du eine Übersicht, welche Funktionen in deinem Land verfügbar sind.
  4. Passt das für dich, richtest du als Nächstes die 2-Faktor-Authentifizierung ein. Dafür gibst du deine Handynummer ein und bestätigst den Code, den du per SMS erhältst.
  5. Anschliessend legst du dein Passwort fest.
  6. Dein Konto ist damit erstellt, jetzt fehlen nur noch Identität und ein paar Angaben zum Unternehmen. Du lädst dafür die verlangten Dokumente hoch, zum Beispiel ein Foto deines Ausweises und die passenden Firmenunterlagen.
  7. Damit du Kontodetails in verfügbaren Währungen freischalten kannst, zahlst du einmalig 55 CHF. Danach gibt es keine monatlichen oder jährlichen Kontoführungsgebühren.
  8. Nachdem alle Angaben und Dokumente überprüft wurden, wirst du benachrichtigt, sobald dein Wise Business Konto einsatzbereit ist.

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FAQ

Kann ich als Schweizer ohne Wohnsitz ein Geschäftskonto in Frankreich eröffnen?

Ja, das ist teils möglich, Banken prüfen bei Nichtansässigen jedoch oft strenger und verlangen unter Umständen mehr Nachweise. In der Praxis hängt es also vom jeweiligen Anbieter ab. Internationale Zahlungsdienstleister, welche die Verwaltung mehrerer Währungen in einem Konto ermöglichen, können eine gute Alternative sein – insbesondere wenn du keinen Wohn- oder Firmensitz in Frankreich hast.

Welche Dokumente benötigt man, um als Schweizer in Frankreich ein Geschäftskonto zu eröffnen?

Die Bank möchte in der Regel Info zu dir, deiner Firma und darüber, woher das Geld kommt. Typisch sind deshalb Ausweis, Nachweis der Firma, Adressnachweis und Angaben zu wirtschaftlich Berechtigten. Je nach Bank kommen Dokumente zur Tätigkeit dazu, zum Beispiel Verträge oder eine kurze Erklärung deines Geschäftsmodells.

Wie lange dauert es, als Schweizer ein Geschäftskonto in Frankreich zu eröffnen?

Das hängt stark vom Anbieter und deinem Geschäftsmodell ab. Je einfacher die Überprüfung von Geschäftsführern, Firma und Geldflüssen, desto zügiger läuft normalerweise die Kontoröffnung.

Wie sicher sind Firmenkonten in Frankreich?

Banken in Frankreich werden von der ACPR beaufsichtigt. Dazu kommt die gesetzliche Einlagensicherung über den FGDR, die Einlagen pro Kunde und Bank bis zu 100'000 Euro absichern kann. Diese Absicherung gilt nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Unternehmen. In der Praxis spielt zusätzlich die Kontosicherheit eine Rolle, etwa starke Authentifizierung im Onlinebanking.

Welche Gebühren fallen bei einem Firmenkonto in Frankreich an?

Typisch sind Gebühren für die Kontoführung, Karten und Zusatzkarten, Überweisungen, Bargeldbezüge und je nach Bank auch pro Buchung oder eine Kommission auf Kontobewegungen. Dazu kommen Kosten für Auslandzahlungen und Währungswechsel, falls du häufig grenzüberschreitend Geld bewegst.

Quellen (Stand 05.03.2026):
  1. Service Public Entreprendre – Business bank account of a business
  2. Légifrance – Arrêté du 31 juillet 2015
  3. Ministère de l'Économie – Les obligations de vigilance
  4. Service Public Entreprendre – Compte bancaire professionnel
  5. Banque de France – Droit au compte professionnel
  6. Société Générale – Ouvrir un compte bancaire professionnel
  7. BNP Paribas – Tarifs 2026
  8. Société Générale – Jazz Pro
  9. Crédit Agricole – Eko Pro
  10. Banque Populaire – Ouvrir un compte bancaire professionnel
  11. Crédit Mutuel – Compte bancaire

*Services für Schweizer Kunden werden von Wise Payments Limited zur Verfügung gestellt. Wise Payments Limited ist als Electronic Money Institution (EMI) bei der UK Financial Conduct Authority (FCA) mit der Zulassungsnummer 900507 registriert.


*Bitte siehe dir unsere Nutzungsbedingungen und die Produktverfügbarkeit für deine Region an oder besuche die Wise-Gebührenseite für die aktuellsten Informationen zu Preisen und Gebühren.

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