Nach Frankreich auswandern: Der komplette Guide für Schweizer!
Du möchtest auswandern nach Frankreich als Schweizer, weisst aber nicht wie? Wir zeigen dir, worauf du achten solltest!
Das französische Einkommensteuersystem basiert auf einem progressiven Steuersatz, der jährlich angepasst wird. Dies bedeutet, dass der anzuwendende Steuersatz mit dem Einkommen steigt. Die Berechnung wird nicht nur von der Höhe des Einkommens beeinflusst, sondern auch massgeblich von der Zusammensetzung des Haushalts, einem Mechanismus, der als Familienquotient bekannt ist.
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die jährlich neu festgelegten Tarife werden von offizieller Stelle, wie der Direktion für rechtliche und administrative Informationen, die dem Premierminister unterstellt ist, veröffentlicht.¹
Die Einkommensteuer wird anhand einer progressiven Skala berechnet, die jedes Jahr neu festgelegt wird. Die für das Steuerjahr 2025 gültige Steuerskala ist in mehrere Einkommensstufen unterteilt, wobei für jede Stufe ein spezifischer Steuersatz gilt. Die Sätze reichen von 0 % für die niedrigste Einkommensstufe bis zu 45 % für die höchste.
Die Struktur der progressiven Einkommensteuerskala für das Jahr 2025 sieht wie folgt aus¹:
| Einkommensstufen | Anzuwendender Steuersatz |
|---|---|
| Bis zu 11’497 Euro | 0 % |
| 11’498 - 29’315 Euro | 11 % |
| 29’316 - 83’823 Euro | 30 % |
| 83’824 - 180’294 Euro | 41 % |
| Mehr als 180’294 Euro | 45 % |
Diese Staffelung bedeutet, dass nicht das gesamte Einkommen mit einem einzigen Satz besteuert wird. Stattdessen wird das Einkommen in Teile zerlegt, die nacheinander den jeweiligen Stufen und deren Sätzen unterworfen werden. Der Teil des Einkommens, der in die erste Stufe fällt, bleibt steuerfrei. Der Anteil, der in die zweite Stufe fällt, wird mit 11 % besteuert, und so weiter. Dieser Mechanismus sorgt für eine abgestufte und progressive Besteuerung.
Es ist wichtig, zwischen dem Grenzsteuersatz und dem durchschnittlichen Steuersatz zu unterscheiden. Der Grenzsteuersatz (Taux Marginal d'Imposition, TMI) ist der Satz, der auf die höchste Einkommensstufe angewendet wird, die eine Person erreicht. Der durchschnittliche Steuersatz gibt hingegen an, welchen prozentualen Anteil die tatsächliche Steuerschuld am Gesamteinkommen ausmacht.¹
Generell gilt: Wer in Frankreich ansässig ist, muss dort auch Einkommensteuer zahlen. Das ist selbst dann der Fall, wenn ein Teil oder das gesamte Einkommen aus dem Ausland stammt. Ob dabei doppelt besteuert wird, hängt von den bilateralen Abkommen zwischen Frankreich und dem Land, aus dem das Einkommen stammt, ab. ²⁺³
Die Steuerpflicht gilt für Einzelpersonen und Haushalte, deren Einkommen die unterste Stufe der Steuerskala übersteigt. Die Berechnung der Steuer ist eng mit dem Konzept des steuerlichen Haushalts (foyer fiscal) und der Anzahl der darin befindlichen Personen verknüpft.
Die Zusammensetzung des Haushalts bestimmt die Anzahl der "Anteile" für den sogenannten Familienquotienten. Eine alleinstehende Person zählt beispielsweise als ein Anteil, während Ehepaare oder eingetragene Partner sowie Kinder die Anzahl der Anteile erhöhen. Dieser Mechanismus ist ein zentrales Element des französischen Steuersystems und zielt darauf ab, die steuerliche Belastung an die finanziellen Verantwortlichkeiten eines Haushalts, insbesondere für Familien mit Kindern, anzupassen.¹
Das französische Steuersystem sieht Mechanismen vor, die die Steuerlast unter bestimmten Bedingungen modifizieren. Ein zentrales Element hierbei ist der Familienquotient, der die Steuerprogression für Haushalte mit Kindern abmildert.
Allerdings ist der steuerliche Vorteil, der durch Kinder im Haushalt entsteht, begrenzt. Diese Begrenzung wird als "Plafonnement du quotient familial" oder Deckelung des Familienquotienten bezeichnet. Das bedeutet, dass die Steuerersparnis, die durch einen zusätzlichen halben oder ganzen Anteil für ein Kind erzielt wird, einen bestimmten Höchstbetrag nicht überschreiten darf.
Die Berechnung der Einkommensteuer in Frankreich ist ein mehrstufiger Prozess, der sowohl das zu versteuernde Einkommen als auch die Haushaltsgrösse über den Familienquotienten berücksichtigt.
Zuerst wird das gesamte steuerpflichtige Nettoeinkommen des Haushalts durch die Anzahl der Anteile des Familienquotienten geteilt. Eine alleinstehende Person hat einen Anteil, ein kinderloses Ehepaar zwei Anteile, und für Kinder kommen weitere Anteile hinzu. Dieser Schritt ermittelt das Einkommen pro Anteil.
Anschliessend wird auf dieses Einkommen pro Anteil die progressive Steuerskala angewendet. Dabei werden die verschiedenen Einkommensstufen durchlaufen und die entsprechenden Steuerbeträge für jede Stufe berechnet und addiert.
Zuletzt wird der so ermittelte Steuerbetrag wieder mit der Anzahl der Anteile des Familienquotienten multipliziert, um die endgültige Steuerschuld des Haushalts zu erhalten.¹
Beispielrechnung für eine alleinstehende Person mit einem steuerpflichtigen Nettoeinkommen von 30’000 Euro pro Jahr:
Dieser Prozess zeigt, wie die progressive Natur der Skala funktioniert und wie nur die Anteile des Einkommens, die in eine höhere Stufe fallen, auch mit dem höheren Satz besteuert werden. Der Familienquotient modifiziert diesen Prozess, indem er das Einkommen auf mehr Anteile verteilt und somit potenziell in niedrigere Steuerstufen verschiebt, was die Steuerlast senkt.¹

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Der Familienquotient passt die Steuerberechnung an die Grösse des Haushalts an. Das gesamte Haushaltseinkommen wird durch eine Anzahl von "Anteilen" geteilt, die von der Anzahl der Erwachsenen und Kinder im Haushalt abhängt. Dies reduziert das fiktive Einkommen, auf das die progressive Steuerskala angewendet wird, was oft zu einer niedrigeren Steuerprogression und somit zu einer geringeren Gesamtsteuer führt. Dieser Mechanismus begünstigt insbesondere Familien mit Kindern.¹
Der Grenzsteuersatz ist der höchste Steuersatz, der auf den letzten Euro Ihres Einkommens angewendet wird. Er entspricht dem Satz der höchsten Einkommensstufe, die Sie erreichen. Der durchschnittliche Steuersatz hingegen ist der effektive Prozentsatz, den Ihre gesamte Steuerschuld im Verhältnis zu Ihrem gesamten steuerpflichtigen Einkommen ausmacht. Er ist in der Regel niedriger als der Grenzsteuersatz.
Ja, die Steuerskala, einschliesslich der Einkommensgrenzen für die einzelnen Stufen, wird jedes Jahr neu festgelegt.
Quellen (Stand 17.12.2025):*Services für Schweizer Kunden werden von Wise Payments Limited zur Verfügung gestellt. Wise Payments Limited ist als Electronic Money Institution (EMI) bei der UK Financial Conduct Authority (FCA) mit der Zulassungsnummer 900507 registriert.
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