SWIFT, SEPA, OUR, SHA, BEN – welche Zahlungsregeln gelten in Österreich
Internationale Überweisung aus Österreich? Erfahre den Unterschied zwischen SEPA und SWIFT sowie OUR, SHA und BEN – und wie du Gebühren sparst!
Echtzeitüberweisungen wirken auf den ersten Blick selbstverständlich: Geld wird überwiesen und ist innerhalb weniger Sekunden beim Empfänger. Doch hinter dieser Geschwindigkeit steckt ein klar geregeltes System mit technischen, rechtlichen und geografischen Grenzen.
In Österreich basiert das Modell auf der SEPA-Echtzeitüberweisung (SEPA Instant). Während klassische Überweisungen oft Stunden oder Tage benötigen, soll Geld hier rund um die Uhr in wenigen Sekunden ankommen. Genau das wird ab 2026 zum neuen Standard.
Dieser Artikel erklärt, wie Echtzeitüberweisungen funktionieren, was sich durch die neue EU-Regelung ändert und warum „Echtzeit“ nicht überall gilt insbesondere dann, wenn Zahlungen über Länder- oder Währungsgrenzen hinausgehen.
Eine Echtzeitüberweisung ist genau das, wonach sie klingt: Geld wird innerhalb weniger Sekunden von einem Konto auf ein anderes übertragen unabhängig von Tageszeit, Wochenende oder Feiertag. In Europa basiert dieses System auf der sogenannten SEPA-Echtzeitüberweisung (SEPA Instant Credit Transfer).
Im Unterschied zur klassischen SEPA-Überweisung, bei der das Geld oft erst nach mehreren Stunden oder am nächsten Bankarbeitstag ankommt, wird eine Echtzeitüberweisung rund um die Uhr verarbeitet. Sobald du die Überweisung freigibst, wird sie geprüft, ausgeführt und dem Empfänger gutgeschrieben in der Regel in unter zehn Sekunden.
🖋️Wichtig ist dabei: Echtzeitüberweisungen funktionieren nur in Euro und nur innerhalb des SEPA-Raums. Beide beteiligten Zahlungsdienstleister müssen das Verfahren unterstützen, sonst wird die Zahlung automatisch als normale Überweisung ausgeführt.
Für viele Verbraucher fühlt sich das inzwischen selbstverständlich an gerade im Vergleich zu Sofortnachrichten oder Online-Diensten. Technisch ist eine Echtzeitüberweisung jedoch deutlich anspruchsvoller als eine klassische Überweisung, weil Prüfungen, Sicherheitsmechanismen und Abwicklung nahezu ohne Verzögerung stattfinden müssen.
Eine offizielle und verständliche Einordnung dazu bietet die Oesterreichische Nationalbank, die SEPA-Echtzeitüberweisungen als eigenes Zahlungsinstrument innerhalb des europäischen Zahlungsverkehrs beschreibt.1
Lange Zeit war die Echtzeitüberweisung in Österreich eine freiwillige Zusatzfunktion einzelner Banken. Das ändert sich nun grundlegend. Auf europäischer Ebene wurde beschlossen, dass SEPA-Echtzeitüberweisungen künftig verpflichtend angeboten werden müssen. Ziel ist es, schnelle Überweisungen im Euro-Raum zum neuen Standard zu machen und nicht mehr zur Ausnahme.
🖋️ Konkret bedeutet das für Verbraucher: Banken und Zahlungsdienstleister in der EU müssen Echtzeitüberweisungen in Euro empfangen und senden können. Außerdem dürfen sie dafür keine höheren Gebühren verlangen als für eine normale SEPA-Überweisung. Echtzeit soll also nicht nur schneller, sondern auch fair bepreist sein.
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Geschwindigkeit. Laut Regelwerk soll eine SEPA-Echtzeitüberweisung innerhalb von maximal zehn Sekunden abgeschlossen sein vom Absenden bis zur Gutschrift beim Empfänger. Das gilt rund um die Uhr, auch nachts, an Wochenenden und an Feiertagen.
| Wichtig ist auch, was sich bei den Beträgen geändert hat. Die frühere europaweite Obergrenze von 100.000 Euro pro Echtzeitüberweisung entfällt auf regulatorischer Ebene. Gleichzeitig dürfen Banken weiterhin eigene Sicherheits- und Risikolimits festlegen. In der Praxis heißt das: Auch wenn das System hohe Beträge zulässt, kann deine Bank in der App oder im Online-Banking niedrigere Standardlimits setzen. |
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Die Übergangsfristen für diese neue Regelung reichen bis 2026. Viele Banken setzen die Anforderungen bereits schrittweise um, andere passen ihre Systeme noch an. Für Verbraucher ist entscheidend: Echtzeitüberweisungen werden künftig kein Sonderfall mehr sein, sondern ein fester Bestandteil des europäischen Zahlungsverkehrs.2
Auch wenn Echtzeitüberweisungen künftig zum Standard gehören, fühlt sich „sofort“ im Alltag nicht immer so an. Viele Nutzer stoßen bei ihrer Hausbank auf Limits, die niedriger sind als erwartet. Das sorgt oft für Verwirrung vor allem, wenn größere Beträge überwiesen werden sollen.
Der Grund dafür liegt meist nicht im System der Echtzeitüberweisung selbst, sondern in den Sicherheitsmechanismen der Banken. Um Betrug und Fehlüberweisungen zu vermeiden, setzen viele Institute standardmäßig relativ niedrige Überweisungslimits für Echtzeit fest zum Beispiel ein paar hundert oder tausend Euro pro Tag. Diese Limits lassen sich häufig anpassen, allerdings nicht immer sofort oder vollständig digital.
🖋️ In der Praxis bedeutet das: Du willst einen höheren Betrag in Echtzeit überweisen, musst aber erst in den Einstellungen suchen, zusätzliche Freigaben erteilen oder sogar den Kundenservice kontaktieren. Gerade wenn es schnell gehen soll, wirkt das umständlich auch wenn es aus Sicht der Bank der Sicherheit dient.
Die neue EU-Regelung schreibt vor, dass Echtzeitüberweisungen angeboten werden müssen. Wie Banken diese im Detail absichern, dürfen sie weiterhin selbst festlegen. Eigene Limits sind also erlaubt und bleiben ein Teil des Systems.
| Genau an dieser Stelle greifen viele Nutzer zu alternativen Zahlungswegen, wenn sie regelmäßig größere Beträge bewegen oder Wert auf einen vollständig digitalen Ablauf legen. Dabei geht es weniger um „besser oder schlechter“, sondern um unterschiedliche Ansätze im Zahlungsverkehr klassische Banklogik auf der einen Seite, spezialisierte Zahlungsdienste auf der anderen. |
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So praktisch Echtzeitüberweisungen innerhalb Österreichs und des Euro-Raums sind ihre Stärke endet dort, wo SEPA Instant nicht mehr greift. Denn die neue EU-Regelung gilt ausschließlich für Überweisungen in Euro innerhalb des SEPA-Raums. Sobald Geld in eine andere Währung geschickt wird oder der Empfänger außerhalb von SEPA sitzt, kommen andere Regeln ins Spiel.
🖋️ Konkret heißt das: Überweisungen in Länder wie die Schweiz, nach Großbritannien oder in die USA laufen nicht über das SEPA-Echtzeitsystem. Stattdessen werden sie meist als klassische Auslandsüberweisungen abgewickelt. Diese dauern häufig länger und sind mit zusätzlichen Kosten verbunden, etwa durch Korrespondenzbanken oder Wechselkursaufschläge. Dass SEPA-Echtzeitüberweisungen auf Euro-Zahlungen im SEPA-Raum beschränkt sind, wird auch von der Oesterreichische Nationalbank klar so eingeordnet.1
In der Praxis führt das oft zu einem Bruch im Nutzererlebnis. Innerhalb Österreichs kommt Geld in Sekunden an, über die Grenze hinweg kann dieselbe Zahlung plötzlich Tage dauern. Genau hier merken viele Verbraucher und Selbstständige, dass „Echtzeit“ kein universelles Versprechen ist, sondern vom Zahlungsraum und der Währung abhängt.
Für Zahlungen über den SEPA-Raum hinaus nutzen viele Menschen spezialisierte Zahlungsdienste. Einer davon ist Wise.
Der Vorteil ist, dass Wise darauf ausgelegt ist, internationale Zahlungen einfacher, transparenter und planbarer zu machen insbesondere dann, wenn klassische Echtzeitüberweisungen nicht greifen.
Ein zentraler Unterschied zu klassischen Auslandsüberweisungen:
Wise nutzt eigene Zahlungsnetzwerke und lokale Kontoverbindungen. Dadurch können viele Überweisungen innerhalb von Sekunden oder wenigen Minuten beim Empfänger ankommen, statt erst nach ein bis mehreren Bankarbeitstagen.
Typische Gründe, warum Nutzer Wise für internationale Zahlungen einsetzen:
Wise ersetzt keine SEPA-Echtzeitüberweisung innerhalb Österreichs. Der Dienst ergänzt sie aber dort, wo Echtzeitüberweisungen technisch oder regulatorisch enden etwa bei Fremdwährungen oder Zahlungen außerhalb des SEPA-Raums.
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Echtzeitüberweisungen werden ab 2026 in Österreich und im Euro-Raum zum Standard. Geld kann rund um die Uhr in wenigen Sekunden überwiesen werden ohne höhere Gebühren als bei klassischen SEPA-Überweisungen. Für den Alltag ist das ein spürbarer Fortschritt.
Gleichzeitig bleibt Echtzeit an klare Grenzen gebunden. Bankeigene Limits, Sicherheitsmechanismen sowie Landes- und Währungsgrenzen sorgen dafür, dass schnelle Überweisungen nicht überall möglich sind. Sobald Geld den SEPA-Raum verlässt, greifen andere Zahlungswege.
Wer regelmäßig international zahlt oder Geld aus dem Ausland erhält, sollte diese Unterschiede kennen und Zahlungswege nutzen, die auch außerhalb des klassischen Echtzeit-Systems zuverlässig funktionieren.
Wise ermöglicht internationale Überweisungen, mehrere Währungen an einem Ort und transparente Wechselkurse vollständig digital.
Spare bei internationalen Zahlungen mit Wise.
Eine Echtzeitüberweisung (SEPA Instant) ist eine Überweisung in Euro, bei der das Geld in der Regel innerhalb von maximal zehn Sekunden beim Empfänger ankommt unabhängig von Uhrzeit oder Wochentag.
Ja. Durch eine EU-weite Regelung werden Banken und Zahlungsdienstleister verpflichtet, SEPA-Echtzeitüberweisungen anzubieten. Die Umsetzung erfolgt schrittweise bis 2026.
Nein. Banken dürfen für Echtzeitüberweisungen keine höheren Gebühren verlangen als für normale SEPA-Überweisungen.
Auch wenn es keine einheitliche EU-Obergrenze mehr gibt, dürfen Banken eigene Sicherheits- und Risikolimits festlegen. Diese sind je nach Institut unterschiedlich und können den maximalen Betrag einschränken.
Nur eingeschränkt. SEPA-Echtzeitüberweisungen gelten ausschließlich für Euro-Zahlungen innerhalb des SEPA-Raums. Überweisungen in andere Länder oder Währungen sind davon nicht abgedeckt.
Für Zahlungen außerhalb des SEPA-Raums nutzen viele Menschen spezialisierte Zahlungsdienste, die internationale Überweisungen schneller und transparenter abwickeln als klassische Auslandsüberweisungen.
Quell (01/2026):
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