Devisenhandel (Forex Trading) in Österreich - Erklärung, Steuern & praktische Tipps

Lukas Wolff

Der Devisenhandel - international meist als Forex Trading bekannt - ist der größte Finanzmarkt der Welt. Täglich werden dort Billionenbeträge gehandelt, Währungen getauscht und auf Wechselkurse spekuliert. Auf der anderen Seite stehen Privatpersonen oder Unternehmen, die regelmäßig Fremdwährungen benötigen. Sei es zum Reisen, dem Erwerb von Immobilien im Ausland, um das Auslandsstudium zu finanzieren oder Lieferanten aus dem Ausland zu bezahlen.

Auch wenn beide Vorgänge theoretisch den Tausch einer Währung in eine andere darstellen, unterscheidet sich spekulativer Devisenhandel deutlich vom konventionellen Währungstausch – und zwar im Nutzen. Beim Forex-Trading werden kurzfristige Kursbewegungen genutzt, um Gewinne zu erzielen. Der tatsächliche Währungswechsel hingegen erfüllt eine praktische Funktion: Er ermöglicht den Umtausch in eine andere Währung, um Zahlungen zu leisten oder Geld über Landesgrenzen hinweg zu transferieren. Dies lässt sich etwa mit einem Multiwährungskonto bei Anbietern wie Wise umsetzen.

In diesem Artikel erfährst du:

  • wie der Devisenmarkt funktioniert und wer dort handelt,
  • welche Wege es in Österreich gibt, Währungen zu handeln,
  • Rechtliche und steuerliche Aspekte des Devisenhandels
  • und wie Tools wie Wise dir beim Währungstausch helfen können.
⚠️ Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Rechts-, Anlage- oder Steuerberatung dar. Er ersetzt nicht die individuelle Beratung durch einen Finanzexperten oder andere Fachpersonen.

Was ist Devisenhandel (Forex Trading)?

Der Begriff Devisenhandel, international meist Forex Trading (kurz für Foreign Exchange) genannt, beschreibt den Kauf und Verkauf von Währungen. Ziel ist es, von den Wechselkursschwankungen zwischen zwei Währungen zu profitieren.

Ein einfaches Beispiel:

Ein Trader kauft Euro gegen US-Dollar (EUR/USD), weil er glaubt, dass der Euro im Wert steigen wird. Steigt der Kurs tatsächlich, verkauft er die Position später wieder - und erzielt einen Gewinn. Fällt der Kurs, entsteht ein Verlust.

Der Devisenmarkt ist mit einem täglichen Handelsvolumen von über 7 Billionen US-Dollar der größte Finanzmarkt der Welt - weit größer als alle Aktienbörsen zusammen.1

Wie und wo wird gehandelt?

Im Gegensatz zu klassischen Börsen wie der Wiener Börse oder der New York Stock Exchange hat der Devisenhandel keinen zentralen Handelsplatz.
Er findet dezentral über Banken, Broker und elektronische Handelsplattformen statt.

Die wichtigsten Akteure sind:

  • Zentralbanken, die Währungen steuern oder stabilisieren,
  • Großbanken & Investmenthäuser, die für Kunden oder eigene Zwecke handeln,
  • Unternehmen, die internationale Zahlungen absichern (Hedging),
  • und Privatanleger, die über Online-Broker spekulieren.

Währungspaare: Das Grundprinzip des Forex-Markts

Währungen werden im Forex-Markt immer als Paar gehandelt - z. B. EUR/USD oder AUD/JPY.

  • Die erste Währung (Basiswährung) ist die, die du kaufst.
  • Die zweite Währung (Kurswährung) ist die, die du verkaufst.

Steigt der Wert der Basiswährung gegenüber der Kurswährung, machst du Gewinn.
Sinkt er, entsteht ein Verlust.

Beispiel:
Wenn der Kurs EUR/USD von 1,08 auf 1,10 steigt, bedeutet das:
1 EUR kostet jetzt 1,10 USD, also ist der Euro stärker geworden.

Beliebte Währungspaare im Forex-Handel

Im Devisenmarkt gibt es zig mögliche Kombinationen, doch nur wenige sogenannte ”Majors“ machen den Großteil des weltweiten Handelsvolumens aus.

Die meistgehandelten Paare sind:

  • EUR/USD (Euro ↔ US-Dollar): das liquideste und wichtigste Währungspaar der Welt.
  • USD/JPY (US-Dollar ↔ Japanischer Yen): stark von Zinsentscheidungen und Marktstimmung abhängig.
  • GBP/USD (Britisches Pfund ↔ US-Dollar): bekannt als „Cable“, reagiert empfindlich auf Wirtschaftsdaten aus Großbritannien.
  • AUD/USD (Australischer Dollar ↔ US-Dollar): beliebt bei Tradern, die auf Rohstoffpreise und Asienhandel setzen.
  • USD/CHF (US-Dollar ↔ Schweizer Franken): der Schweizer Franken gilt als „sicherer Hafen“ in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.

Diese fünf Paare decken rund 70 % des weltweiten Forex-Handelsvolumens ab.
Daneben gibt es noch ”Minor Pairs“ (z. B. EUR/GBP, AUD/NZD) und ”Exotics“ (z. B. EUR/TRY oder USD/ZAR), die jedoch höhere Spreads und Risiken aufweisen.2

💡 Kurz gesagt: Devisenhandel ist der globale Markt, auf dem Währungen ständig gegeneinander getauscht werden - von großen Finanzakteuren bis hin zu privaten Tradern. Er kann lukrativ sein, ist aber komplex und mit hohen Risiken verbunden.

Wie funktioniert der Forex-Markt?

Der Forex-Markt (Foreign Exchange Market) ist ein globales Netzwerk aus Banken, Finanzinstitutionen, Unternehmen, Zentralbanken und privaten Anlegern, die rund um die Uhr Währungen handeln.

Das Bedeutet, dass der Devisenmarkt 24 Stunden am Tag geöffnet ist, von Montag bis Freitag, und folgt der Zeitzonen-Abfolge der Finanzzentren rund um den Globus:

  • Asien: Tokio, Singapur und Hongkong
  • Europa: London, Frankfurt und Zürich
  • Amerika: New York und Toronto

Wenn ein Markt schließt, öffnet der nächste - dadurch entstehen nahezu durchgehende Handelsmöglichkeiten, die besonders für professionelle Trader attraktiv sind.
Für Privatanleger bedeutet das: Kurse ändern sich ständig, auch nachts oder am Wochenende, wenn Banken geschlossen sind.

Wie entstehen Wechselkurse?

Der Kurs einer Währung unterliegt vereinfacht gesagt dem Angebot und Nachfrage.
Wenn mehr Menschen oder Institutionen den Euro kaufen als verkaufen, steigt sein Wert gegenüber anderen Währungen, und umgekehrt.

Zu den wichtigsten Einflussfaktoren zählen:

  • Zinsentscheidungen von Zentralbanken (z. B. EZB, US-Fed, Bank of Japan)
  • Inflationsdaten und Wirtschaftswachstum
  • Politische Ereignisse oder Krisen
  • Rohstoffpreise und Handelsbeziehungen
  • Marktstimmung (Risk-On / Risk-Off) - also, ob Anleger bereit sind, Risiko einzugehen.

Diese Faktoren wirken sich teils innerhalb von Sekunden auf Wechselkurse aus - daher gilt der Forex-Markt als besonders volatil.

Broker, Banken und Handelsplattformen

Privatanleger in Österreich handeln Devisen (Forex) primär über Online-Broker (z.B. eToro oder XTB), die Zugang zu den globalen Märkten bereitstellen.

Gängige Handelsformen sind hierbei:

  1. CFDs (Differenzkontrakte): Dies ist eine gängige Form, insbesondere im Retail-Bereich. Hierbei wird nicht die Währung selbst gekauft, sondern auf die Kursbewegung des Währungspaares spekuliert (Hebelung ist meist möglich). Die Broker stellen dafür Preisfeeds von Banken bereit.3
  2. Spot-FX / Devisentausch („Deliverable FX“): Diese Möglichkeit bieten Multi-Asset-Broker oder traditionelle Banken. Hier erfolgt ein tatsächlicher Währungsumtausch, und der Anleger hält die Fremdwährung als Guthaben (z.B. auf einem Fremdwährungskonto).4
💡 Kurz gesagt: Der Forex-Markt funktioniert wie ein gigantischer globaler Marktplatz, auf dem Währungen rund um die Uhr gehandelt werden. Was für Banken und Profis tägliches Geschäft ist, birgt auch für Privatanleger Chancen, aber auch erhebliche Risiken, die man verstehen sollte, bevor man selbst handelt.

Gängige Wege, um Devisen zu handeln

1. Devisenhandel über Banken

Einige österreichische Banken ermöglichen den Kauf und Verkauf von Fremdwährungen, vor allem für Firmenkunden oder vermögende Privatkunden.
Hier handelt es sich meist um klassische Devisengeschäfte (z.B. EUR/USD oder EUR/GBP), nicht um spekulatives Forex-Trading.

Private Kleinanleger können bei diesen Banken in der Regel Fremdwährungskonten eröffnen oder einfache Devisengeschäfte tätigen, etwa zum Absichern (Hedging) von Auslandseinnahmen und Ausgaben. 5, 6

2. Forex-Trading über Online-Broker

Wer tatsächlich aktiv am Forex-Markt handeln möchte, nutzt dafür meist Online-Broker wie eToro, XTB, Plus500 oder FxPro..
Diese Broker ermöglichen den Handel mit CFDs (Contracts for Difference) oder echten Währungspaaren.7

Viele dieser Broker verfügen über europäische oder internationale Lizenzen und stellen dir Tools zur Chartanalyse, Marktdaten und Ordertypen zur Verfügung (z. B. Stop-Loss, Take-Profit, Trailing Stops).

Forex Trading in Österreich - rechtliche & steuerliche Aspekte

Der Handel mit Devisen ist in Österreich grundsätzlich erlaubt, unterliegt aber klaren Regelungen und steuerlichen Pflichten.

Regulierung und Aufsicht

In Österreich überwacht die Finanzmarktaufsicht (FMA) sämtliche Finanzdienstleistungen - dazu zählen auch Devisengeschäfte, CFDs und Broker-Angebote.

Broker, die in Österreich tätig sind, müssen entweder:

  • eine österreichische Lizenz, oder
  • eine EU-weite Zulassung (z. B. über die BaFin oder CySEC) besitzen.

Über die FMA-Datenbank kannst du prüfen, ob ein Anbieter registriert oder auf einer Warnliste steht - ein wichtiger Schritt, um unregulierte oder riskante Plattformen zu vermeiden.8

Forex-Trading über Broker (§ 27 EStG - Kapitalerträge)

Wenn du über Broker wie eToro, XTB, Plus500 oder FxPro spekulativ handelst, also CFDs oder Derivate auf Währungspaare, zählen deine Gewinne steuerlich als Einkünfte aus Kapitalvermögen nach § 27 Abs. 3 EStG.

Das bedeutet:

  • 27,5 % Kapitalertragsteuer (KESt) auf Gewinne
  • Verlustverrechnung mit anderen Kapitaleinkünften möglich

In der Praxis führen österreichische Banken diese Steuer automatisch ab,
bei internationalen Brokern (z. B. auf Malta oder Zypern ansässig) musst du sie selbst in der Steuererklärung angeben.9

Realer Währungstausch (§ 31 EStG - Spekulationsgeschäfte)

Wenn du dagegen reale Währungen kaufst, hältst oder tauschst, also zum Beispiel Euro in US-Dollar wechselst und später zurück tauschst, fällt das nicht unter Kapitalvermögen, sondern gilt (sofern Gewinnerzielungsabsicht besteht) als Spekulationsgeschäft unter § 31 EStG.

Das gilt etwa, wenn du über ein Fremdwährungskonto oder Multiwährungskonto arbeitest und aus Wechselkursänderungen Profit erzielen willst.

Die Regeln:

  • Gewinne sind steuerpflichtig, wenn zwischen An- und Verkauf weniger als 1 Jahr liegt (abzüglich des Freibetrags von 440€)
  • Nach Ablauf dieser Frist sind Gewinne steuerfrei.
  • Wechsel ohne Gewinnabsicht (z. B. für Reisen oder Auslandszahlungen) sind nicht steuerpflichtig.10

💡 Wise: Der Spezialist für den internationalen Zahlungsverkehr

Ganz gleich, ob du eineReise planst, eine Rechnung in Fremdwährung begleichen, oder Geld aus dem Ausland empfangen möchtest: In jedem Fall brauchst du eine einfache, effiziente Lösung für den echten, praktischen Währungstausch.

Hier setzt Wise an. Wise ist ein internationaler Zahlungsdienstleister, der sich auf grenzüberschreitende Geldüberweisungen und den Umgang mit mehreren Währungen spezialisiert hat. Das Angebot richtet sich sowohl an Privatpersonen als auch an Unternehmen, die regelmäßig internationale Zahlungen tätigen, Geld empfangen oder Währungen wechseln möchten. Mit dem Multiwährungskonto kannst du über 40 Währungen halten, empfangen und wechseln - immer zum Devisenmittelkurs.

Im Alltag kann dir das vor allem nützlich sein, wenn du:

  • dein Gehalt aus dem Ausland erhältst,
  • Rechnungen in anderen Währungen bezahlen musst,
  • Geld an Freunde oder Familie im Ausland sendest,
  • oder unterwegs im Ausland bezahlen willst.

Mit einem Wise-Multiwährungskonto kannst du:

  • über 40 Währungen gleichzeitig halten und umtauschen,
  • lokale Kontodaten in wichtigen Währungsräumen wie EUR, USD, GBP, AUD, NZD oder CAD nutzen,
  • Zahlungen empfangen oder senden, ohne versteckte Kosten
  • und mit der Wise Debitkarte weltweit bezahlen oder kostenlos Geld abheben (bis zu 200 EUR monatlich, in maximal zwei Transaktionen).

Der große Unterschied zu traditionellen Banken liegt darin, das Wise den Devisenmittelkursverwendet. So bleibt der Währungstausch fair, nachvollziehbar und vollständig transparent.

💡 Praxisbeispiel: Wenn du als Freelancer in Wien arbeitest, aber regelmäßig Kunden in Australien oder den USA hast, kannst du über Wise ein lokales Konto in AUD oder USD eröffnen, Zahlungen direkt empfangen und später zum besten Kurs in Euro umtauschen.

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👉 Mit Wise kannst du dich darauf verlassen, dass dein Geld sicher, geschützt und professionell verwaltet wird. Probiere es aus und registriere dich kostenlos!.

Fazit: Devisenhandel in Österreich

Der Devisenhandel fasziniert, weil er den größten Finanzmarkt der Welt eröffnet. Doch sollte man dabei nicht vergessen, dass Forex-Trading spekulativ und risikoreich sein kann und demnach Erfahrung, Disziplin und steuerliche Sorgfalt verlangt.

Wise bietet dir eine gute Möglichkeit dein Geld zum tagesaktuellen Devisenmittelkurs zu umzutauschen.

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Quellen (10/2025)

  1. Statista: Handelsvolumen Devisenmarkt
  2. Businesswire: Marktanteil der wichtigsten Währungspaare
  3. IG: Was ist CFD-Trading
  4. RutlandFX: What is Spot FX?
  5. Erste Bank: Devisenhandel
  6. Raiffeisenbank: Devisen & Valuten
  7. AllesBroker.at - Forex Broker für Österreich
  8. Bundesministerium Finanzen: Finanzmarktaufsicht
  9. Bundesministerium Finanzen: Besteuerung inländischer sowie im Inland bezogener Kapitalerträge
  10. Rechtsinformationssystem des Bundes: Einkommensteuergesetz 1988 §31, Fassung vom 17.10.2025

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